Auf Reise 24. Oktober 2010

Tag 5 & 6 in New York

Am Samstagabend kam ich leider wieder nicht zum Bloggen, daher gibt es den Artikel über die letzten beiden Tage erst heute. Nun habe ich Zeit, ich sitze gerade im Terminal 7 des JFK-Airports in New York und warte bis das Boarding beginnt.

Doch zurück zu Samstag. Mein Pass war abgelaufen, also nicht mein Reisepass, nur mein NewYorkPass und so verbrachte ich den Tag komplett anders als die 3 Tage davor.  Es stand nun kein Museum & Touri-Attraktion mehr auf dem Programm. Nach dem Frühstück, was übrigens immer sehr reichhaltig und lecker war, ging es dann einfach mal raus. Genaues Programm hatte ich keins. Zunächst war ich ein wenig Shoppen rund um den Times Square, gut gekauft hab ich nichts großartig, aber geschaut hab ich eben mal.

Besonders erwähnen möchte ich aber die m&m’s World – ein großer dreistöckiger Store, in dem es ausschließlich m&m’s gibt. Naja gut, stimmt nicht ganz, es gibt auch noch jeden erdenklichen Merchandising-Scheiß rund um die m&m’s 😉

m&m's World von außen - fast direkt am Times Sq.

m&m's World von außen - fast direkt am Times Sq.

Die Aufzugstür war auch super!

Die Aufzugstür war auch super!

Das Macy’s sollte ich vielleicht noch erwähnen, wird es doch immer als das weltweit größte Kaufhaus angegeben. 198.000 m² Verkaufsfläche hat es, das sind über dreimal so viel wie das KaDeWe in Berlin. Nach dem Dings hatte ich aber erst einmal genug mit Shopping, außerdem wurde es draußen sonniger und ich dacht mir, warum nicht mal in den Central Park. Da der Park aber so groß ist und ich nicht mehr laufen wollte, hab ich mir dann ganz spontan für ein paar Stunden ein Fahrrad geliehen. So ließen sich die 350 Hektar Parkgelände mit 26.000 Bäumen, 97km Fußwegen und rund 9000 Parkbänken doch ein wenig leichter erkunden. Im Park könnt ich jetzt wieder schreiben, dass ich von der Größe überwältigt war, aber das wird ja langsam. Ansonsten hab ich dort hauptsächlich, frische Luft geatmet, Menschen beobachtet und fast eine kleine Ente überfahren, aber nur fast.

Das tolle übrigens an Manhattan, man kann sich praktisch nie verlaufen. Der ganze Stadtteil ist ja aufgebaut wie ein Schachbrett. Alle nord-südverlaufenden Straße heißen Avenue. Die von Osten nach Westen Street. Und dann sind sie einfach durchnummeriert von der 1st bis Street in Lower East Side bis 191ten Straße, aber dann ist man schon fast in der Bronx. Avenues gibt’s dagegen nur 12 Stück. Ungefähr in der Mitte liegt die 5th Avenue. An dieser werden die Streets in West und Ost aufgesplittet. Besonders bei den Straßen östlich und westlich des Central Parks ist der kleine Zusatz nicht ganz zu verachten. Mit Hausnummern wird sehr wenig gearbeitet, angegeben sind meist die nächsten Kreuzungen. So lag mein Hotel zum Beispiel an der Kreuzung 34th West Street/8th Avenue. Ausnahmen bilden nur der Broadway (einmal mitten quer durch) und ganz an der Südspitze Manhattans.

Aber ich wollt ja nicht nur Manhattan sehen und so ging es am Nachmittag mit der F-Line der U-Bahn nach Queens. Sehenswürdigkeiten gab es hier aber eher nicht so, aber ich wollte einfach mal ein wenig was anderes sehen. Am späten Nachmittag ging es dann weiter nach Coney Island, dem südlichsten Zipfel von Brooklyn direkt am Atlantik. Irgendwie vergisst man in Manhattan ja total, dass man eigentlich in einer Stadt am Meer ist. Da fällt mir ein, ich hab vergessen zu gucken, ob das Wasser im Hudson River schon salzig ist. Aber mir wär’s wohl eh zu dreckig gewesen zum Probieren, wer weiß was die Amis da alles reinkippen, außerdem kann man das sicherlich nachlesen.

Die Rückfahrt aus Coney Island führte mich dann durch die Grand Central Station. Jetzt kommt wieder einmal ein Superlativ, denn es ist weltweit der größte Bahnhof. Die Bahnhofshalle mit der großen Turmuhr kennt man vielleicht aus „Madagascar“ mit den Oma, die die Miezekatze (Löwe)  haut. Dass in jeder Ecke des Bahnhofs ein Stars and Stripes Banner hängt brauch ich ja nicht zu erwähnen, aber ich hab mir einfach mal vorgestellt, wie komisch es aussehen würde, wenn im Stuttgarter Hauptbahn 20 Deutschlandfahnen hängen würden.

Der Bahnhof verfüg über 67 Gleise, verteilt über 2 Ebenen, aber beide unterirdisch. Auch Gleise sieht man keine wenn man davor steht. Hier kommen alle Gleise aus dem Norden oder Nordosten an und enden dann im Kopfbahnhof. 500.000 Leute sollen hier täglich ein- und aussteigen und dabei sah die Bahnhofshalle aus wie geleckt. Kein bisschen Dreck oder gar Kaugummi auf dem Boden. Den Abend verbrachte ich dann im Hotelbett vor der Glotze zappend durch die großen Networks.

Mein letzter Tag in NYC war der einzige, an dem ich mal ausgeschlafen hatte. So ging es am Sonntag erst kurz vor 10 Uhr zum Frühstück, wie jedes Mal hab ich mir wieder 2-3 Brötchen eingepackt für den Tag über. Hätte in Deutschland sicherlich mecker gegeben in den USA hat man hierfür eine Plastiktüte angeboten. 😀

Allgemein kann man den Service hier und mit dem in den Staaten überhaupt nicht vergleichen. Die Keller zum Beispiel müssen dort fast ausschließlich vom Trinkgeld leben. Und wenn man unfreundlich ist verdient man nichts, klar dass man es sich da nicht erlauben kann unfreundlich zu sein. Nur das Personal in der U-Bahn, das war recht unfreundlich, aber klar, wer gibt den schon Trinkgeld. Total wirr war es aber auch als ich am Samstag mit 2 Papiertüten, die ein wenig durchweicht waren, weil es immer wieder mal regnete, in einen Ralph Lauren Store ging. Dort wurde ich beim Reinlaufen schon zur Kasse gewunken und ich dann wollten sie meine beiden Taschen. Ich dacht nur „Spinnen die jetzt? ich hab doch nichts geklaut“ aber man hat dann meine Einkäufe der Konkurenz ausgepackt und in die eigenen Plastiktüten neu verpackt.

Nachdem ich’s dann kapiert hatte, fand ich es sehr cool, eigentlich eine Win-Win-Situation für beide Seiten: erstens sah es jetzt so aus, als hätt ich den halben Laden leer gekauft, zweitens hab ich den restlichen Tag Werbung gelaufen für die und ich mein Vorteil war, dass ich durchnässten Papiertüten los wurde.

Zurück zum Sonntag: gegen 11 Uhr vormittags musste ich dann das Zimmer räumen und den Schlüssel abgeben, den Koffer konnte ich noch bis zum Abend im Hotel lagern und so ging es raus an den Hudson River zum Kreuzfahrtterminal. Wie ich mitbekommen hatte sollte die Queen Mary 2 in der Nacht zum Montag in New York einlaufen. Klar dass ich dann mal gucken wollte. Es waren ja nur 5-6 Blocks bis zum Hafen, also deutlich kürzere Anfahrt als im Sommer 2008, als ich extra bis nach Hamburg gefahren bin.  Leider kam sie aber nicht ein paar Stunden zu früh und so hab ich sie verpasst.

Aber etliche andere Schiffe waren natürlich im Hafen und ganz viele dicke Amis, die von Bord gingen hab ich auch gesehen. Müssen wohl aus der Karibik gekommen sein, denn bekleidet waren eigentlich alle zu leicht. Es hatte ja gerade mal noch 10 Grad, da läuft man eigentlich nicht mit T-Shirt rum.

Den Nachmittag hab ich dann nochmal mit Shoppen verbracht, ich musste ja auch noch ein paar Mitbringsel besorgen. Übrigens, Bargeld braucht man in Amerika eigentlich fast nie. Selbst eine Flasche Cola für $ 1,39 hab ich per Kreditkarte gezahlt. Ohne Plastikgeld ist man dort echt aufgeschmissen. Danach noch gemütlich gegessen und den Rückweg ins Hotel angetreten. Dort den Koffer abgeholt und mich auf den langen Rückweg gemacht. Zum Flughafen ging es wieder mit dem Zug, 45 Dollar für eine Taxifahrt war’s mir nicht wert.

Nach Flugweg über zig Laufbänder sitze ich nun hier im Terminal 7 und warte aufs Boarding von Flug BA176 nach London – natürlich auch wieder mit British Airways. Dort habe ich morgen den halben Tag Aufenthalt und werde wohl wenn’s möglich ist ein wenig in die Stadt gucken.


Dieser Artikel wurde am 24. Oktober 2010 um 23:48 Uhr von mahrko veröffentlicht.
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Ein Kommentar

  • Reply mahrko – co2-neutral durchs web » Boooooooooooooooooommm!!! 29. Oktober 2010 at 17:39:20

    […] waren alle New York-Artikel im Blog (Hinflug, Tag 2 &3, Tag 4 und Tag 5 & 6) von vorne bis hinten frei erfunden, somit natürlich auch alle Aktivitäten auf Facebook und […]

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