Eindrücke vom Social Media Day Aalen

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Wie angekündigt gings am Mittwochmorgen nach Aalen zum ersten Social Media Day der FH Aalen, wobei die nennen sich jetzt ja Hochschule Aalen. Notiz an mich selbst: nächstes Mal den Anfahrtsplan anschauen, auch wenn man weiß, wo sich die Aalener Hochschule befindet, dann hätte ich auch gleich am richtigen Gebäude parken können. Hier übrigens ein kurzes Lob, den neuen Campus find ich sehr gelungen.

Wie kurzweilig und interessant der Tag war, merk ich daran, dass ich 18 Seiten Notizen (DinA5) gemacht hab und dachte, dass ich vielleicht 6-7 Seiten mit geschrieben hätte. Ich bin gerade regelrecht erschrocken, dass es soviele Seiten waren. Die erste halbe Stunde könnte man als grobe Einführung bezeichnen, es waren viele Neulinge vor Ort und so war diese gar nicht schlecht. Die Twitterer einigten sich in der Zeit auf einen gemeinsamen Hashtag (#smda), vom Veranstalter wurde nämlich keiner vorgegeben, aber für das kommende Jahr hat man Besserung versprochen.

9 Uhr: Social Media – mehr als nur fröhlich zwitschern (Prof. Dr. Gentsch)

Mit etwas Verspätung begann dann der erste Vortrag von Prof. Dr. Gentsch von der FH Aalen. Wie schon erwähnt, gab er zunächst eine Einführung und ging dann auf einige Best Practice Beispiele ein. Erstes Beispiel war der Launch des E-Postbrief von der Deutschen Post, der meiner Meinung nach ziemlich holprig verlief. Ausgelöst wurde der Shitstorm in Richard Gutjahrs Blog. Hochgekocht am Anfang, weil sich die Pressestelle weigerte einem Blogger Auskunft zu geben. Selbst Schuld lieber Post. Hättet ihr vermeiden können.

Als der Shitstorm dann erst einmal losgetreten war, da reagierte die Post fortschrittlicher, das muss ich zugeben. Ich wurde damals auch zu einem extra veranstalteten Webinar eingeladen, ich hatte nämlich auch ein wenig böse gebloggt. Im Webinar wurde dann mittels Livevideo die Funktionen des elektronischen Briefes vorgestellt und auf Fragen, die man mittels Chat stellen konnte, zum Produkt und den umstrittenen AGBs eingegangen. Die Einladung ging an rund 180 Blogger, von denen dann ca. 80 live teilgenommen haben. Die Videos stehen immer noch auf Abruf bereit.

Inzwischen erhält der Postvorstand jeden Morgen zwei Seiten Social-Media-Report. Bleibt zu hoffen, dass die Post daraus gelernt hat und die Pressestelle nun auch Blogger mit Informationen versorgt. Ich kenn da übrigens noch eine andere Pressestelle, die sich da recht doof anstellt. Naja anderes Thema!

Weitere Beispiele waren Starbucks, wo auf Facebook 70,000 Verbesserungsvorschläge zu allen möglichen Themen gesammelt wurden. Bleibt die Frage, wie viel davon auch wirklich umgesetzt wurde, sammeln kann man viel, das hätte man auch mit Flyern in den Lokalen machen können.

Negativbeispiel war der Designwettbewerb von Pril. Lest sie irgendwo nach, ich schreib jetzt nicht nochmal die komplette Story auf, kann sie langsam nicht mehr hören. ;-)

Der nächste Punkt im Vortrag war Enterprise 2.0: kurze Erklärung dazu. Social Media muss auch im Unternehmen und im Intranet gelebt werden. Wenn die Mitarbeiter kennen Zugang haben, dann können sie auch nicht so richtig zu Markenbotschaftern werden. Dazu später mehr. Es gibt mehrere Plattformen wie zum Beispiel salesforce, das eine Art internes geschlossenes Twitter ist. Zweites Beispiel: Lufthansa setzt jive ein, ein nachgebautes firmeninternes Facebook. So können sich Mitarbeiter in großen Unternehmen an verschiedenen Standorten besser vernetzen und so letztendlich wohl auch effektiver arbeiten.

10 Uhr: Daimler-Blog: ein Unternehmen bekommt ein Gesicht (Uwe Knaus)

Der zweite Vortrag wurde von Uwe Knaus (@uknaus) gehalten – seinerseits Chief Blogger und Verantwortlicher vom Daimler-Corporateblog, nicht Mercedes sondern von der Dachmarke Daimler. Blogger bezeichnete er als Botschafter und daher hält die Daimler AG auch Blogger Relations und lädt ausgewählte Blogger sogar zum SLK-Probefahren nach Teneriffa ein. Ich glaub er hier war einer dieser Blogger und äh ich muss auch mal unbedingt Daimler bloggen. Naja mach ich ja jetzt schon.

Ihr seht, bei der Post beantwortet man Bloggern nicht mal einfache “Presseanfragen” und bei Daimler lädt man sie nach Teneriffa ein, um ein Auto Probe zu fahren. Fairerweise muss ich aber auch dazu sagen, dass zwischen dem Vorfall bei der Post und dem Ausflug nach Teneriffa 8 Monate liegen, vielleicht hat sich in dieser Zeit auch etwas geändert, aber ich glaube, dass die Blogger Relations sowieso schon länger bestanden.

Als wichtigsten Grund für den Mitarbeiterblog nannte Knaus die Glaubwürdigkeit, gefolgt von Authentizität und rund fünf weiteren Punkten. Erst an letzter Stelle folgten marketingtechnische Gründe. Unter den deutschen DAX-Unternehmen bloggen übrigens nur die Telekom und eben Daimler. Ein weiterer Punkt, den ich mir aufgeschrieben hab war, dass rund 50% der Leser im Daimler-Blog Mitarbeiter vom Konzern sind.

Dann ging er noch auf Krisenkommunikation ein, erst vor Kurzem hatte man den Fall, dass Mitarbeiter in einer Gruppe namens Daimler-Kollegen gegen Stuttgart21 nicht gerade nett über den eigenen CEO sprachen, um es mal harmlos auszudrücken. Die Mitarbeiter wurden dann zu einem Gespräch gebeten – ohne Abmahnung und ohne Vermerk in der Personalakte, wie er nochmals betonte – um das Problem anzusprechen. Der Presse war die Geschichte so zu langweilig und sie strickte ihre eigene Geschichte zusammen. Über den Blog konnte der falschen Berichterstattung schnell entgegen gewirkt werden. Ist wohl einer der meist gelesenen Artikel im Blog.

Ein weiterer Fall war die Blutuntersuchung bei Bewerbern. Auch hier reagierte man über Nacht. Ebenso bewies man soziale Verantwortung, indem man zur Stammzellen-Spende für eine Kollegin aufrief.

Ein weiterers größeres Thema in seinem Vortrag waren die Social Media Guidelines. Eigentlich seien sie unnötig betonte Knaus, aber man braucht sie aber jetzt noch – in 3-5 Jahren dann wahrscheinlich nicht mehr. Sie klären nur auf, sie erlauben oder verbieten nicht mehr als der Arbeitsvertrag an sich. Eigentlich beruht ja alles auf gesundem Menschenverstand – offline wie online.

Was mir sonst noch im Gedächtnis blieb: Blogger bezeichnete er als die “Richard Gutjahrs dieser Welt“, fand ich ganz süß. Korrektur: Der Satz fiel, aber er stammte nicht von ihm, kann’s aber nicht mehr zuordnen.

Die Folien zum Vortrag gibt es inzwischen online.

11 Uhr: Social Media mit Mehrwert für das B2B-Geschäft (Charles Schmidt)

Nach kurzer Kaffeepause gings weiter mit dem oberpfälzer Charles Schmidt (@CharlesDSchmidt) Corporate Social Media Officer bei der Krones AG. Keiner kennt die Firma, doch wird jeder schon irgendwas getrunken haben, das mit einer Anlage der Krones AG abgefüllt wurde. Man startete hier mit einer Karriere Fanpage bei Facebook – noch würde die Vorstandsebene Facebook nicht nutzen, aber man wolle so zukünftige Entscheider ansprechen und neue Zielgruppen erreichen.

Bei der Krones AG stammt ganz viel Material aus dem Print-Kundenmagazin, aber nicht nur 1:1 übernommen, sondern noch aufbereitet, zum Beispiel mit firmeneigenen Videos versehen. Davon produziert man in Regensburg ziemlich viele, ein Blick auf den Youtube-Channel verrät das. Zum einen stellt man Maschinen vor, zum anderen lässt man Mitarbeiter sprechen und sorgt so für Markenbotschafter und gibt der Firma ein Gesicht beziehungsweise viele Gesichter. Ich bind einfach mal das neuste Video von gestern ein, ich hoff ihr versteht alles ohne Untertitel. Ich verstehs noch alles, aber einer aus Hamburg vielleicht schon nicht mehr. Oberpfälzer können wohl auch alles – außer Hochdeutsch. Aber so ists eben authentisch!

Außerdem gab er den Tipp lieber experimentell zu starten, als monatelang an einer Big-Bang-Strategie zu basteln. So hat man das damals mit der ersten Facebook-Fanseite ja auch getan.

12 Uhr: Deutsche Bahn: Zuhören – Verstehen – Interagieren (Daniel Backhaus)

Hauptauslöser für mich nach Aalen zu fahren war der angekündigte Vortrag von Daniel Backhaus, Leiter Social Media Management bei der Bahn AG. Ich wollte unbedingt mehr über den Twitteraccount der Bahn @DB_Bahn hören. Und weil ich über den Vortrag alleine 8 Seiten Notizen aufgeschrieben hab, werde ich dem Thema einen separaten Blogeintrag widmen.

Update: Inzwischen ist der Artikel, wie die Bahn das Twittern lernte online!

Um 13 Uhr war dann erst einmal Mittagspause angesagt. Im Innenhof wurde gegrillt und Salate standen für alle Teilnehmer bereit. Großes Dankeschön an die Studenten aus dem Orga-Team sowie an die Sponsoren MLP, Kreissparkasse Ostalb, Schwarzwaldhof und hees.

14 Uhr: Workshops

Nach der Mittagspause standen 4 Workshops zur Auswahl.

  • a) HR meets Social Media – Mit Web 2.0 zum erfolgreichen Employee Branding und Recruitment mit Patrick Scheel (Talance)
  • b) Customer-Service im Web 2.0: Fragen und Beschwerden im Social Web Manager mit Daniel Backhaus (Deutsch Bahn)
  • c) Brands go social – Markenmanagement im Web 2.0 mit Prof. Peter Gentsch (FH Aalen)
  • d) Get startet on Facebook – Tipps und Tricks für einen wirkungsvollen Facebook-Auftritt mit Dr. Constance Richter (FH Aalen)

Ich brauch an der Stelle wohl nicht sagen, in welchen Workshop ich ging. Danach gings in die kurze Kaffeepause, aber vor lauter socialeln hab ich nicht mal ein Stück Kuchen gegessen. Das mir auch noch nie passiert!

16 Uhr: Social Media Optimization (Prof. Dr. Ralf Härtin)

Wenn ich bei Twitter entscheide, ob ich einem neuem Follower zurückfolge, dann hab ich ein großes Ausschlusskriterium: wenn in der Bio-Line irgendwo “SEO” erwähnt wird, dann ist er sofort raus – und SMO ist nicht viel besser. Das Thema an sich mag ich einfach nicht und hab daher auch kaum Notizen gemacht.

Im Vortrag präsentierte auch noch ein Student seine Bachelor-Arbeit (oder Master?), wenns falsch ist korrigiert mich. Es ging um www.werksverkauf-aalen.com - ein Angebot, das sich nur an Carl Zeiss-Mitarbeiter richtet. Er analysierte in seiner Arbeit zunächst eine Woche lang den normalen Traffic im Shop und schaltete dann eine Woche lang eine Anzeige, die nur Facebook-Mitglieder zu sehen bekamen, die Carl Zeiss AG als Arbeitsgeber angeben hatten. Rund 250 Leute waren das wohl. Der Traffic stieg und es kamen auch einige Klicks von Facebook auf den Shop, aber mehr verkauft wurde deswegen noch nicht.

Eine wirklich neue Erkenntnis konnt ich daraus nicht gewinnen, zumal ich die Zeiträume (je eine Woche) schon recht kurz fand. Vielleicht war in der eine Woche schön Wetter und alle waren im Freibad und in der zweiten hats geregnet und es wurde mehr im Internet gesurft. Könnte ja auch sein…

17 Uhr: Social Media Management- How to do it (Daniel Backhaus)

Hier hab ich wieder mehr Notizen gemacht. Die Bahn betrieb früher mal einen TV-Sender:  BahnTV. Erst wurde die Verbreitung über Sat und Kabel eingestellt und dann zum Jahreswechsel 2011 auch noch die Verbreitung übers Internet. Aber die Bahn besitzt natürlich noch das Filmmaterial und plant hiermit eine Art “Sendung mit der Maus für Erwachsene”. Man will hier Aufklärungsarbeit leisten, denn wenn man die Hintergründe versteht, dann hat man gewöhnlich auch mehr Verständnis.

Zum Beispiel bei einem Personenschaden, das klingt so nett. Aber mir ist einmal von einem Ersthelfer erzählt worden, wie es dort aussieht, nachdem ein Zug einer Person geschadet hat. Danach hatte ich erstmal keinen Appetit mehr. Überall zerstückelte Leichenteile, dort ein halber Kopf im Schotter, mehr will ich gar nicht erzählen. Und nach jedem Suizid muss die Staatsanwaltschaft kommen, Leichenteile einsammeln und untersuchen, ob es nicht doch vielleicht ein Mord war. Das dauert mindestens 3 Stunden, in der die Strecke (voll) gesperrt ist. Dafür kann die Bahn nichts und versucht eben so gut es geht alle Züge umzuleiten. Dauert dann eben länger und so kommen Verspätungen zustande. Sieht der Otto-Normal-Fahrgast (zu der Gruppe ich mich im übrigens nicht zähle, hey ich hab 22.222km Bahnkilometer in 4 Wochen absolviert!) aber nicht, der sieht nur, dass er am Ende 10 Minuten später ankommt und der scheiß Anschlusszug kann keine 5 Minuten auf mich warten. Und dann steht man dumm rum bis der nächste Zug fährt. Passiert mir auch manchmal, aber ich hab wenigstens Verständnis dafür und mach deswegen nicht auch noch den Schaffer (für die Pro’s: eigentlich heißt das Zugbegleiter oder im Bahndeutsch Zub) dumm an, der kann ja auch nichts dafür.

Aufklärungsarbeit leitet man aber auch mit der Bahn-App und der Webseite, hieß es früher einfach nur 10 Minuten Verspätung, so wird heute fast immer der Grund mit dazu genannt.

Zumindest beim Fernverkehr steht fast immer eine Angabe dabei.

Zumindest beim Fernverkehr steht fast immer eine Angabe dabei.

Natürlich könnt man jetzt sagen, ist doch scheißegal, warum der Zug 10 Minuten Verspätung hat. Mit der gleichen Begründung könnte man aber auch sagen “der Zug kommt heute nicht zu 100% pünktlich” – komplett ohne Zeitangabe.

17:30 Uhr – Podiumsdiskussion – Social Media: Wo geht die Reise hin?

Leider hat man vergessen eine Wahrsagerin, die die Zukunft voraussagen kann, einzuladen, daher konnte darüber natürlich nur spekuliert werden. Ein wichtiger Punkt, der angeschnitten wurde, dass jeder Einzelne lernen muss, mit der Informationsmenge umzugehen lernen muss. Was juckt mich meine Timeline von vor 6 Stunden? Alles nachlesen kann man es schlicht nicht, aber das erwartet ja auch keiner. Die Replies an einen sind davon natürlich ausgenommen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wenn man sich richtig vernetzt hat, dann kommen die wichtigen Infos trotzdem noch zu einem, auch wenn man sie beim ersten Durchhuschen durch die Timeline vielleicht noch verpasst hat. Muss nur ein Freund finden, der meine Interessen kennt und sich denken, ach guckmal, das könnt was für den @mahrko sein. Schon seh ichs…

Zur Zukunft: natürlich konnte keiner sagen, ob in 5 Jahren alle noch auf Facebook sind. Vor 5 Jahren hätte man das wohl auch von MySpace gedacht, aber in einem waren sich alle Speaker einig:
Kommunikation wird immer schneller und vernetzter, egal wie die Plattform heißt.

Ende der Verstaltung war gegen 18.20 Uhr, aber ich stand noch eine knappe Stunde vor der Hochschule und habe mich weiter vernetzt.

Was mit QR-Codes in Südkorea alles möglich ist…

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Über einen Link von @Eveline3112 bin ich eben auf dieses Video hier gestolpert. Im (Werbe-)Video wird beschrieben, wie sich TESCO für den Markt in Südkorea angepasst hat und was sie eingeführt haben.

Dort haben sie einfach die Wände in U-Bahn-Stationen mit Plakaten von Supermarktregalen (inkl. QR-Codes) beklebt, so als würde man leibhaftig im Supermarkt stehen, ich finds genial. Scheint sich ja zumindest in Südkorea gelohnt zu haben. In Deutschland kämen natürlich wieder 50 Datenschützer….

Aber ich denk Lebensmittel online shoppen wird in den nächsten Jahren auch in Deutschland noch ein extrem großer Markt. Es fehlt doch eigentlich nur noch an der Lieferung binnen wenigen Stunden und der Sicherstellung, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

Und wenn all das dann zu Preisen angeboten wird, die nicht höher sind als “im Laden”, dann dürfte die Akzeptanz von ganz alleine kommen. Aber wenn das in Südkorea geht, dann geht’s in Deutschland sicher auch bald. 5 Jahre noch und es läuft…

Impressionen aus der Domstadt

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Auch wenn’s immer wieder geregnet hat, zwischendurch ließ sich die Sonne doch die eine oder andere Stunde blicken!

Kölner Dom und Hohenzollernbrücke bei Tag
Kölner Dom und Hohenzollernbrücke bei Tag

Wenn man schon mal direkt am Rhein übernachtet, dann sollte man sich die Gelegenheit nicht für ein paar Aufnahmen entgehen lassen, leider ohne Stativ, aber die Hochwasserschutzmauer hat mir auch recht gut ausgeholfen.

Kölner Dom und Hohenzollernbrücke bei Nacht

Kölner Dom und Hohenzollernbrücke bei Nacht

Ein wenig mit der Tiefenschärfe gespielt...
Ein wenig mit der Tiefenschärfe gespielt…

Zu Besuch bei stern.TV “Winken ist mdr!”

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Eine Tag nach Rückkehr aus Karlsruhe gings am Dienstag in aller Früh schon wieder hinaus in die weite Welt. @michaelumlandt und ich wurden zum 23. Medienforum.NRW eingeladen und hielten dort einen Workshop. Keine Angst, darüber werde ich jetzt nicht bloggen, das hat die @evabraham nämlich im offiziellen Blog des #mefo11 schon getan.

Den Brückentag am Donnerstag wollte ich nutzen und so bin ich einfach noch eine Nacht länger in Köln geblieben. Mittwoch-Nachmittag sah ich dann, dass ein ehemaliger Kommilitone aus Würzburg wohl auch in Köln sein muss, denn außer in Köln kenne ich kein Schokoladenmuseum ;-)

Facebook Checkin in Köln...

Facebook Checkin in Köln...

Sofort über Whatsapp angeschrieben und so erfahren, dass er wirklich in der Domstadt am Rhein ist und am Abend noch einen Besuch bei der stern.TV-Aufnahme in Hürth plant. Ich wurde gefragt, ob ich mit will und daraufhin hab ich über die Homepage vom Ticketservice noch eine Karte zu bekommen. Leider waren schon alle Tickets vergeben, aber ich war hartnäckig und hab noch angerufen. Ein Ticket gabs noch, sofort zugeschlagen und abends um 22.15 Uhr konnte man mich dann auf RTL “bewundern”. Und ich hab mich an die Regeln gehalten. “NICHT WINKEN!”, gewunken (oder für Nicht-Schwaben: gewinkt) wird nur beim mdr, so Hallaschka noch kurz vor der Sendung.

Rechte an dem Bild hab ich eigentlich alle an Herrn Jauch abgetreten, aber ich binds trotzdem ein. © RTL
Rechte an dem Bild hab ich eigentlich alle an Herrn Jauch abgetreten, aber ich binds trotzdem ein. © RTL

Bevor ihr jetzt alle gleich kommentiert, ich weiß natürlich, dass der Moderator nicht mehr Jauch heißt, aber er produzierts immer noch. Und der neue Moderator Steffan Hallaschka ist übrigens richtig cool und verdammt groß. Kurz vor der Livesendung hat er mich gefragt, wieso ich heute Abend hier bin. Dann musste auch die Facebook-Checkin-Geschichte erzählen, über die ich jetzt blogge. Ich saß wohl etwas ungünstig oder er kannte die Story bereits, wer weiß, vielleicht überwacht RTL meine Privattweets. Man weiß es nicht. ;-)

Jedenfalls hat er Thomas (ebenfalls kariertes Hemd, rechts neben mir, dazwischen sitzt noch seine Freundin) dann auch noch angesprochen und mit auf das Bühnenpodest genommen. Der Moderator suchte ein Lichtdouble und so musste er einmal rausgehen und durfte dann durch die große stern.TV-Schiebetür wieder reinkommen. Thomas die alte Rampensau wollte übrigens gar nicht mehr runter von der Bühne, wurde dann aber 2 Minuten vor Beginn der Livesendung doch noch auf seinen Platz verwiesen. Ein echt genialer Sendungsauftakt!

Übrigens: Thomas hatte weiße Socken zu schwarzen Schuhen und schwarzer Hose an. Hätte Jauch noch moderiert, er wäre sicherlich hochkant aus dem Studio geflogen.

So und jetzt nochmal an die alten Nörgler: ohne den Checkin auf Facebook-Places hätten wir uns nie spontan in diesem sogenannten Real Life verabredet! Ich hätte einen nur halb so genialen Abend gehabt und wär auch nicht bei stern.TV gewesen. Und falls ich dir den Artikel geschickt hab, weil du mich darauf aufmerksam gemacht hast, dass dich mein Eingechecke nervt, dann blend mich doch einfach aus. Ich werd jedenfalls nicht mit dem Einchecken aufhören! ;-)

Nachtrag: natürlich könnt ihr mir jetzt Gegenbeispiele nennen, dass es auch ohne Location Based Services klappt, braucht ihr aber nicht, weiß ich selber, hatte ich erst letzten Samstag in Karlsruhe. Passiert aber nur einmal in 10 Jahren, das ist der Unterschied!

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