Auf Reise Barcamp 5. Mai 2012

re:publica 2012: Die Zeit vor der #rp12

Links im Bild: meine normale Portion und zum Vergleich rechts eine für Kinder.

Wie schnell die Zeit doch vergeht. Die 5 Tage, die ich rund um die re:publica in Berlin verbrachte, sind wie im Flug vergangen. Nach Berlin hochgefahren bin ich bereits am 30. April, den Montag hab ich nämlich als Brückentag mitgenommen und war anschließend bis Samstagvormittag in Berlin. Nun sitze ich gerade im verspäteten ICE Richtung Heimat. Genug Zeit also um endlich mal wieder zu Bloggen.

Auf der Fahrt in die Haupstadt - Holzbahnsteige in Naumburg.

Auf der Fahrt in die Haupstadt - Holzbahnsteige in Naumburg.

Montag, der 30. April – Erster Tag in Berlin

Zur Anfahrt kann am man nicht viel schreiben, ich hatte selten einen solch leeren ICE. Zwischen Crailsheim und Leipzig waren nie mehr als 4 Personen in meinem 1. Klasse-Wagen, das Bahnpersonal mitgerechnet. Erst dort wurde es etwas voller. Eine sieben hübsche amerikanische Touristeninnen stiegen zu. Auf die Frage, ob sie auf die freien Sitzplätze sitze könnten antwortete ich brav ja, wenn sie denn ein Ticket für die Erste Klasse hätten. Richtig zugehört haben sie mir wohl nicht, sie wurden nämlich keine Viertelstunde später vom Zugbegleitet wieder rausgeworfen – wobei rauswerfen konnte man das eigentlich nicht nennen. Ohne Fahrpreisnacherhebung und so Zeugs hat er Ihnen sogar noch die Koffer rüber in die Zweite Klasse getragen. War halt auch nur ein Mann… 😉

Ansonsten verlief die Fahrt aber quasi ereignislos. Gegen 14 Uhr kam ich dann in meinem Hotel in der Nähe der S-Bahnstation Bornholmer Straße an. Gebucht hatte ich das Grand City Hotel (Best Western) über das Netz für die ersten 2 Nächte. Bereits zum zweiten Mal bot mir trivago.de eine Prämie über 40 Euro (Erstattung direkt aufs Bankkonto) an, wenn ich bei ihrem Hoteltest mitmachen würde. Lange überlegt hab ich nicht. Man darf sich dabei natürlich nicht im Hotel zu erkennen geben und füllt anschließend etwa 25-30 Minuten lang einen Onlinefragebogen aus. Das war’s eigentlich schon.

Definitiv das coolste Bus-Werbemotiv in ganz Berlin!

Definitiv das coolste Bus-Werbemotiv in ganz Berlin!

Den Nachmittag verbrachte ich dann in Mitte und danach bin ich einfach mal just for Fun mit dem Fahrrad (Mitfahrrad von Call a Bike der Deutsche Bahn) durch den Tiergarten gefahren. Wollte das Angebot ausprobieren. Früher war’s besser, da konnte man die Räder überall abstellen, jetzt muss man sie immer an die Stationen zurückstellen. Außer in Mitte und rund um Tiergarten und Zoo sind die Rückgabe-Stationen sehr rar gesät. Am Gleisdreieck gab es leider auch kein Rückgabedings, sonst hätte ich zur re:publica auch mal mit dem Rad fahren können. Das Ausleihen über die App funktionierte aber problemlos. Auf dem Display das richtige Rad ausgewählt, auf „entsperren“ gedrückt und wenige Sekunden später machte es am Schloss „klick“ und man konnte das Rad zumindest minutenweise sein Eigen nennen.

Danach war ich noch mit @HubertMayer im Currywurst-Museum. Regulärer Eintritt 11 Euro. Durch seine Berlin-Touricard wurde der Eintritt auf 8,25 Euro vermindert. Den Preis hat er bei uns beiden kassiert, obwohl ich gar keine Card hatte. Gelohnt hat sich’s trotzdem nicht. Vielleicht ist es für Ausländer, die noch nie was von Currywurst gehört haben interessanter. Geht lieber in die staatlichen Museen. Da bekommt ihr für einen 10er den ganzen Tag was zu sehen, hier war mal nach 30 Minuten durch. Anschließend bekam man noch eine Probierportion, aber selbst das half nicht den hohen Eintrittspreis hinweg zu trösten.

Weiter ging’s über den Gendarmenmarkt, wo ich ein Panoramabild (lad ich noch hoch…) mit dem Handy erstellt hab, auf Restaurant-Suche. Und das war gar nicht so einfach mit Hubert. An bestimmt 10 Restaurants gingen wir vorbei, bis dem Herrn endlich mal was genehm war. Ich hatte nur ein Kaltgetränk… 😉

Nach dem Essen trennten sich unsere Wege wieder, nach kurzem Shoppingstopp im ALEXA bin ich ins Hotel gefahren. Später war ich dann aber nochmal in der City, genau gesagt im Irish Pub im Europacenter. Die BVG-Webseite sagte zeigte mir 21 Minuten Fahrtzeit an, Straßenbahn direkt von der Tür bis (U) Osloer Straße und dann in die U9. Dummerweise fuhr die Linie dann aber aufgrund einer „Demonstration“ nicht. Später stellte sich die Demo als 1. Mai-Krawalldinger raus. So bin ich dann den knappen Kilometer zur S-Bahnstation gelaufen, musste dort und beim Umsteigen an der Friedrichstraße ewig warten und hab fast eine Stunde bis zum Irish Pub gebraucht. Hätte ich das vorher gewusst, ich wär gleich im Bett geblieben. War dann aber doch noch ein netter Abend mit ein paar bekannten Gesichtern und die Rückfahrt verlief zum Glück auch um einiges unproblematischer.

Dienstag, der 1. Mai – Zweiter Tag in Berlin

Mein Hotel hatte ich ohne Frühstück gebucht, aber hätte ich ohnehin verschlafen. Den Tag startete ich erst mit dem Mittagessen und dann einem Besuch in der Gemäldegalerie am Humboldt-Forum. Der Eintritt betrug 8 Euro, aber diesmal gab es deutlich mehr zu sehen. Der Audioguide war im Preis auch schon mit drin. Nach all den Kunstmuseen in New York nun also wieder einmal eins in Deutschland.

In der fast menschenleeren Gemäldegalerie.

In der fast menschenleeren Gemäldegalerie.

Wie ich den Nachmittag verbringen wollte wusste ich nicht so genau und so hat’s mich dann einfach mal an den Wannsee getrieben. Da war ich noch nie und bei dem Wetter (sonnig und über 25 Grad) hatte die Idee nicht nur ich. Mit der BVG-Fähre (kann mit den Tickets der U-Bahn kostenlos benutzt werden) ging es einmal quer über den See. Rundfahrten sind allerdings verboten, alle müssen nach der Fahrt aussteigen, können aber wieder zurückfahren, nachdem man sich wieder in der Schlange eingereiht hat. Das war mir zu blöd und so entschied ich mich für Biergarten und Rückfahrt mit dem Bus. Man kann wählen zwischen einer normalen Buslinie nach Spandau oder der Expressbuslinie X34 (in Berlin zuschlagsfrei) zum Zoologischen Garten. Aber aufpassen, dass ihr nicht in die falsche Richtung fahrt. Kladow ist so ziemlich der letzte Ort in Tarifzone B. Wer nach das Land Berlin verlassen will, der braucht ein Ticket für die Zone C.

Überfahrt mit der BVG-Fähre nach Kladow.

Überfahrt mit der BVG-Fähre nach Kladow.

Für 19 Uhr war dann das #SchnitzelB (Schnitzelessen Berlin) angesetzt. Als Lokal wurde das Austria (Bergmannstraße 30) ausgesucht. Immer mehr re:publica-Teilnehmer schlugen jetzt in der Stadt auf und so waren wir etwa 15 Mann (und Frau) beim Abendessen. Die Portionen waren echt kaum schaffbar. Seht ihr ja auf dem Foto. Aber sehr lecker war‘s….

Links im Bild: meine normale Portion und zum Vergleich rechts eine Kinderportion.

Links im Bild: meine normale Portion und zum Vergleich rechts eine Kinderportion.

Nachdem jetzt alle vollgefressen waren und sich kaum noch bewegen konnten, sollte ein Verdauungsspaziergang Abhilfe schaffen. So zog unser Trupp also los, 5,5 Kilometer quer die Stadt zum St. Oberholz. Mir war von vornerein klar, dass wir wohl nicht die ganze Strecke zu Fuß gehen werden, aber die Hälfte haben wir immerhin geschafft. Und auf der haben wir ordentlich was erlebt. Die Krawall-Idioten zogen erstmals durch Berlin-Mitte und so waren etliche Straßen für den Verkehr abgesperrt. Für Fußgänger nicht. Hätten wir nicht einen Polizisten gefragt, wären wir wohl  in die Straße reingelaufen, gesehen hat man anfangs außer 60-70 Polizeiautos nämlich nichts. Dieser riet uns aber dringend davon ab, denn hier hätte es gerade ordentlich „gerummst“ zwischen den Deppen, armen Fensterscheiben und der Polizei, wir sollten außen rum laufen. Haben wir dann natürlich gemacht. Wir wollten ja nicht zwischen die Fronten geraten.

Stephan meinte kurz davor noch „solang die Bereitschaftspolizei so ruhig rumsteht, kann’s nicht so schlimm sein…“ – woraufhin aus unserer Gruppe gefragt wurde „und wenn sie sich mit Schlagstöcken und hintereinander in Formation aufstellen?“. Das haben sie da nämlich gerade getan. Wir sind dann aber trotzdem noch heil angekommen, die letzten 2,5km wie gesagt mit der U-Bahn. Zwischenzeitlich wurde unser Pulk, der sich durch die Seitenstraßen schlich, sogar mal per Suchscheinwerfer aus dem Polizeihubschrauber beobachtet. Das war irgendwie ein komisches Gefühl!

71 Checkins auf Foursquare. In Deutschland immer noch eine Seltenheit.

71 Checkins auf Foursquare. In Deutschland immer noch eine Seltenheit.

Spätestens im Oberholz herrschte dann endgültig Klassenfahrt-Stimmung. Fast nur bekannte Gesichter hatten sich dort versammelt. Genauer gesagt auf dem Gehweg davor, denn zum Reinsitzen war’s viel zu warm und das abends um 23 Uhr. Wettermäßig hatten wir einfach nur Glück. Auch die nächsten 3 Tage war es stets sonnig und angenehm warm.

Am Mittwochmorgen musste ich dann noch kurz das Hotel wechseln und dann ging es ab zur neuen Location – der STATION am Gleisdreieck. Mehr zur re:publica jedoch in einem zweiten Eintrag. (coming soon)


Dieser Artikel wurde am 5. Mai 2012 um 12:25 Uhr von mahrko veröffentlicht.
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Ein Kommentar

  • Reply re:publica 2012 - ACT!ON | Anreise + Vortag #rp12 | steve-r.de 11. Mai 2012 at 15:11:05

    […] Nachdem wir dann bestellt hatten und das Essen an den Tisch kam, wurden jedoch alle Augen seeehr gross. Denn die Schnitzel waren es auch. (Bild dazu gibts drüben bei Marco) […]

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