Rückblick auf das 5. Stuttgarter Barcamp

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Nach etwas hektischeren Tagen in den letzten Wochen kam ich leider kaum zum Bloggen, doch jetzt steht mein Rückblick zum Stuttgarter Barcamp an.

Vergangenes Wochenende organisierte @jantheofel das fünfte Barcamp in Stuttgart, für mich war es nach 2011 das Zweite. Los ging es wieder am Freitagabend: diesmal nicht mehr im Steigenberger Hotel, sondern in Vaihingen draußen bei unserem Sponsor Lightwerk. Im Gegensatz zu letztem Jahr eine Verbesserung von mindestens 500%. Es wurde für uns auf dem Dachgeschoss des Gebäudes gegrillt – auch für Getränke und Snacks war bestens gesorgt.

Ein wahrer Monstergrill am Freitagabend.

Ein wahrer Monstergrill am Freitagabend.

Es war zwar etwas außerhalb, aber bestens mit der S-Bahn und Buslinie im 10 Minuten-Takt zu erreichen. Nur das Heimkommen im Industriegebiet gestaltete sich etwas schwieriger, da die Buslinie nicht mehr fuhr. Aber auch das war eigentlich kein Problem: man hatte die Wahl zwischen 700 Metern Fußweg zur Stadtbahn oder eben kleinen Fahrgemeinschaften, wenn man die Autofahrer nett gefragt hat.

Besonders lang war mein Heimweg ohnehin nicht, übernachten durfte ich wieder auf der Couch von @HubertMayer, hierfür nochmals besten Dank!

Am nächsten Morgen gab es wie auf Barcamps üblich zunächst einmal Frühstück. Danach die obligatorische Vorstellungsrunde. Kleine Besonderheit war, dass alle Gesichter am Mikro mittels iPhone und WLAN live auf den Bilder gestreamt wurden. Endlich konnte man sehen, wer am Reden war. Die Anleitung wurde bereits hier verbloggt. Wäre schön, wenn sich dies bei allen größeren Barcamps durchsetzen würde.

Die eine Hälfte der Teilnehmer bei der Begrüßung...

Die eine Hälfte der Teilnehmer bei der Begrüßung…

... und die andere Hälfte. Schön zu sehen auch das iPhone, das zum Streamen benutzt wurde.

… und die andere Hälfte. Schön zu sehen auch das iPhone, das zum Streamen benutzt wurde.

Anschließend folgte natürlich die Sessionplanung. Rekordverdächtige 10 Slots gleichzeitig wurden gefüllt. Am Sonntag wurde kurzerhand noch ein elfter Raum hinzugefügt, natürlich alles im Timetabler nachzulesen. Die erste Runde ließ ich aber gleich mal ausfallen, es ergab sich eine nette Runde im Foyer und so wurde die Stunde mit Socializing gefüllt.

Das Mittagessen lieferte Esskultur, die uns schon am Abend zuvor begrillt hatten. Zu essen gab es allerlei Fingerfood. Von der Personenanzahl her stießen wir ziemlich an die Grenzen, beim Essen bildeten sich leider immer längere Schlangen. Am Sonntag entspannte sich die Situation zum Glück ein wenig, was wohl daran lag, dass wir am Samstag ein paar Teilnehmer mehr waren.

Zwei wichtige Helfer: Andreas und Dirk beim Befüllen des Timetablers.

Zwei wichtige Helfer: Andreas und Dirk beim Befüllen des Timetablers.

Nach dem Mittagessen ging es in Session „Strom – Smart Grid“ – eine Art Einführung über intelligente Häuser. Es ist schon beeindruckend, was technisch alles möglich ist, aber noch ist das alles ein wenig Zukunftsmusik. Die Anreize Wäsche nachts mit billigerem Strom zu waschen sind noch nicht groß genug und die Technik noch zu teuer. Danach folgte die Session vom @Bausparfuchs, in der @bicyclist zusammen mit @marmitz die Teilnehmer fragten, wie es ihrer Meinung nach um Corporate Blogging steht. Ich war stiller Zuhörer und hab ein paar Fotos gemacht, mehr zu Session im Fuchsblog.

Danach hab ich wieder eine Runde ausgesetzt und eine verlängerte Kuchen- und Muffinpause gemacht. So schnell wie die Muffins verputzt waren, konnte man davon ausgehen, dass es den anderen genauso gut schmeckte wie mir. Um halb 5 ging es dann in eine eher technische Session. @derrabus berichtete uns über die Neuerungen der Twitter-API und was sich alles verändern, respektive verschlechtern wird. Die letzte Sessionrunde am Samstag hab ich wieder ausgelassen. Zusammen mit @fripi und @nie_ro musste ich auf das @urolinchen einreden, damit sie endlich mal ihren ersten Tweet abschickt. Dazu später mehr!

Die Muffins vor der Raubtierfütterung ;-)

Die Muffins vor der Raubtierfütterung 😉

Nun gab es erst einmal Abendessen, was dieses Jahr aber nicht Esskultur lieferte, sondern das Restaurant aus dem Literaturhaus unten. Es bildete sich wieder eine lange Schlange, damit konnte man ja rechnen, aber dass man dann, wenn man dran war nur entweder Kartoffeln und Fleisch oder vegetarische Nudeln mit Tomatensoße bekam, aber nicht beides, das hat irgendwie keiner so recht verstanden. Hier war der Caterer leider extrem seltsam drauf, auch beim Nachtisch gabs es nur ein Stückchen pro Teller. Nachschub holen war kein Problem, aber zwei Stückchen auf einen Teller hat keiner bekommen. Außerdem wär’s viel schneller gegangen, wenn wir die Löffel zum Schöpfen selber in die Hände nehmen hätten dürfen, aber dafür bekam man sehr böse Blicke vom Catering-Person zugeworfen und der Löffel wurde einem wieder abgenommen. Unser Organisator @jantheofel hat versucht etwas zu vermitteln, aber gepasst hat das dem Küchenchef nicht besonders. Mir ist natürlich bewusst, dass ich auf hohem Niveau jammere, denn geschmeckt hat’s trotzdem und satt wurden auch alle. Und unseren Spaß beim Beobachten der Servicekräfte hatten wir auch… 😉

Nach dem Essen wurden Nightsessions geplant. Am Ende lief es aber auf TAC und Werewolf raus bis tief in die Nacht hinaus. Gegen 21 Uhr war es dann auch endlich soweit, @urolinchen schickte ihren ersten Tweet hinaus in die Welt. Den Sekt hatte ich ihr versprochen und um das Versprechen einzulösen musste jetzt Sekt besorgt werden. Zum Glück hatte der Biosupermarkt im Haus unten noch offen, sodass wir wenig später mit etwas warmen aber dafür Bio-Sekt auf den Tweet anstoßen konnten. Danach wurde ich Zuschauer der Werewolf-Runde, was auch echt nett ist, wenn man nicht selber mitspielt. Irgendwann fiel ich dann aber auch todmüde ins Bett.

So ganz genau weiß ich auch nicht mehr, was der Niels und ich hier vor hatten.

So ganz genau weiß ich auch nicht mehr, was der Niels und ich hier vor hatten.

Sonntag kam ich ein bisschen zu spät, Hubert hatte mich ausschlafen lassen, ich ging eigentlich davon aus, dass er mich schon wecken wird und hatte kein Wecker gestellt. Sessionplanung war gerade abgeschlossen, Frühstücks Buffet war aber noch aufgebaut. Wie schon erwähnt waren am zweiten Tag die 10 Slot so schnell voll, dass Jan kurzerhand noch einen elften Raum hinzufügte.

Um 11 Uhr begannen die Session und da ich etwas orientierungslos im Foyer stand, zerrte mich @kehrseite kurzerhand in seine Session über ScanThe.Net. Eine Plattform, die er entwickelt hat und die live und gleichzeitig Netzwerke wie Twitter, Instagram, Youtube und öffentliche Facebookbeiträge nach bestimmten Schlagwörtern durchsucht. Die Seite wurde erst gelauncht, es funktioniert noch nicht alles ganz perfekt, aber probiert’s doch einfach mal aus.

Als nächstes hab ich mir den Anfang vom zweiten Teil der Session „Best of 165+ Webtools“ von @getoliverleon, aber mein Kopf war nach 10 Tools in den ersten 15 Minuten so voll, dass ich lieber die Session gewechselt hab und ein bisschen in die Blogger-Selbsthilfe-Session „Wie geht das mit dem Bloggen“ reingeschaut hab.

Nach der Mittagspause hab ich mich dann für die Session „Kommunikation in Beziehungen“ entschieden, aber irgendwie war das auch nicht so das richtige für mich. Ob es daran lag, dass die Schrift der Mindmap auf dem Beamer viel zu klein war oder dass mir das Ganze viel zu theoretisch und trocken war kann ich nicht genau – wahrscheinlich beides.

Letzte Vorbereitungen für die lustigste Session des Barcamps.

Letzte Vorbereitungen für die lustigste Session des Barcamps.

Doch dann stieg die Vorfreude auf die Session von @urolinchen. Als Urologin berichtete sie uns von autoerotischen Unfällen in der Notaufnahme – anders ausgedrückt: was sich komische Menschen für seltsame Gegenstände (und Tiere!!!) in jegliche Körperöffnung stecken. Ausversehen natürlich. Trotz allem hat sie es aber geschafft, neben all den lustigen Geschichten noch andere Dinge unterzubringen, jedem noch irgendwas wichtiges zu vermitteln.

Bei der letzten Sessionrunde saß ich dann lieber draußen in der Sonne, aber um 16 Uhr zur Abschlusssession sind wir natürlich alle wieder rein. Nachdem Jan nochmals den Sponsoren und uns dankte und wir uns nochmals bei bei Jan bedankt hatten, hieß es noch kurz Abbauen und Aufräumen. Mit 50-60 Leuten war das aber auch überhaupt kein Problem.

Unser Organisator Jan bei der Verabschiedung der Teilnehmer.

Unser Organisator Jan bei der Verabschiedung der Teilnehmer.

Der Abschluss des Barcamps fand dann schließlich in kleiner Runde im „Zimt und Zucker“ satt. Im Nachhinein wär ich da doch lieber mit der Stadtbahn hingefahren, anstatt mit dem Leihrad der Bahn. Stuttgart ist schon irgendwie ziemlich hügelig. 😉 Dafür hab ich aber gelernt, dass in Stuttgart die erste halbe Stunde genau wie in Hamburg kostenlos ist, das gilt aber nur für normale Räder, bei E-Bikes gilt die Regelung nicht.

Was noch zu erwähnen wäre: wie am Bodensee hatte ich wieder meine Kamera dabei. Ihr dürft Fotos aber ebenfalls gerne verwenden, ich hab sie bei flickrFacebook und Google+ hochgeladen und unter CC-BY-SA-3.0-Lizenz gestellt. Gerne dürft ihr die Fotos auch als Profilbild oder Avatar verwenden, in diesem Fall entbinde ich auch von der Namensnennung.

Weitere Blogartikel findet sich über die mixxt-Seite.

Als Nachtrag, hab hier nochmals alle Sponsoren einzeln verlinkt!

Unser Raumsponsor 

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Kommtare:

6 Antworten zu “Rückblick auf das 5. Stuttgarter Barcamp”


  1. Huch, ich hätte Dich wecken sollen? Hättest was gesagt, hätte ich das natürlich getan, sorry!

    Und wer sich überlegt, den Marco als Gast aufzunehmen: Könnt ihr machen, der ist pflegeleicht und zieht sogar selbst und ungefragt sein Bett und die Bettwäsche ab 🙂


  2. Ich kam doch noch rechtzeitig zum Frühstück 🙂

    Und gegen Ausschlafen hab ich eigentlich auch nix 😀


  3. toller Bericht… Sieht auch ein bissl nach Arbeit aus 😀


  4. […] 08.10.2012] Liste der Sponsoren (Danke an Marco B., der die Liste erstellt […]


  5. […] dem Barcamp in Stuttgart steht am kommenden Wochenende schon wieder das nächste Barcamp vor der Tür. Erstmals geht es für […]


  6. […] beim Stuttgarter Barcamp über eine Woche gebraucht hab, bis mein Blogeintrag online ging, hatte ich vergangene Woche groß […]

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