Auf Reise 14. März 2014

Mit der Eisenbahn nach Istanbul…

Umtriebiger Bahnhofsbetrieb auf Sylt.

Da Vorfreude – neben der Schadenfreude – ja bekanntlich die schönste Freude ist, habe ich beschlossen bereits Mitte März schon mal über den geplanten Sommerurlaub zu bloggen! Why not, why not™…

Es war ein schnödes Facebookposting der Bahn, das ich im übrigen noch nicht einmal geliked habe, das das Interrail-Ticket wieder in mein Bewusstsein förderte. Geträumt habe ich von einer Interrail-Reise aber schon seit langer Zeit. Normalerweise macht mir das alleine Reisen nichts aus, aber wenn man über zwei Wochen lang jeden Tag unterwegs ist, dann ist es schon ganz nett, wenn man jemand hat, der mal kurz auf das Gepäck aufpasst, während man schnell auf die Toilette geht. Und natürlich auch für die gemeinsame Zeit sonst so. Also galt es Freunde zu finden, die bekloppt genug sind, ihren Sommerurlaub mit mir in ollen Zügen irgendwo in Süd- und Osteuropa zu verbringen. Zwei habe ich nun gefunden! Malte (Mr. #bahnlotto) und. Niels!

Eine Bahn der SNCF im Straßburger Zentralbahnhof.

Eine Bahn der SNCF im Straßburger Zentralbahnhof.

Inzwischen haben wir alle gemeinsam Sommerurlaub beantragt, eine kleine aber feine Facebook-Planungsgruppe eröffnet und freuen uns glaub alle drei schon auf die Strapazen im Sommer. Ein bisschen habe ich auf Twitter ja schon gestreut, wo es im Sommer hingehen soll, sodass erste Tipps auch schon bei mir eingingen. Von Anna kam zum Beispiel der Verweis auf raildude.com, sehr sehr geile Seite übrigens! Jetzt gucken wir gerade, auf welchen Strecken es Nachtzüge gibt und schmunzeln darüber, dass eine Sitzplatzreseration in Ungarn nur 50 Cent kostet. Vorfreude eben  – ihr kennt das.

Warum ausgerechnet Interrail?

Zwei Wochen am Strand liegen ist einfach nicht so mein Ding, genauso wie ein All-Inklusive-Pauschalurlaub. Ne ne, da sitze ich schon lieber tagelang jeden Abend am Rechner und frickel mir Hotels, Züge, Flüge, Busse, Fähren und so weiter einzeln zusammen. Inwiefern wir Unterkünfte auf unserer Reise nun überhaupt vorab buchen können, das weiß ich noch nicht. So weit sind die Planungen noch nicht, wichtig ist nur, dass wir immer Internet haben, der Rest wird dann schon werden. Angedacht sind ein gemeinsamer MiFi und eine lokale Daten-SIM. Blöd nur, dass wir durch irgendwie 14 Länder reisen wollen. 😉

Umtriebiger Bahnhofsbetrieb auf Sylt.

Umtriebiger Bahnhofsbetrieb auf Sylt.

Und welche Route?

Es gibt eine groben Verlauf, den ich vorgeschlagen habe. Unser Ziel soll Istanbul sein, das eigentliche Ziel ist aber wohl der Weg! Losgehen solls aus dem RheinMain-Gebiet über Luxemburg, Metz und Lyon (Frankreich) nach Genf, Bern und Zürich in der Schweiz. Von da dann über den Bernina-Pass nach Mailand (Italien) und weiter über Venedig, Triest nach Ljubljana in Slowenien. Ab da wird die Route unkonrekt. Feinheiten werden wir da sicher im Lauf der nächsten Woche noch ausarbeiten. Weitere Stationen könnten Zagreb (Kroatien), Belgrad (Serbien), Sofia (Bulgarien) sein und ein Abstecher über Griechenland wäre wohl auch drin auf dem Weg nach Istanbul.

Bosnien und Montenegro scheinen bahntechnisch nicht so besonders erschlossen sein, sodass die beiden wohl eher rausfallen. Aber wir sind in Istanbul ja noch nicht am Ende der Reise. Die Rückfahrt soll dann über Rumänien, Ungarn und die Slowakei nach Polen führen. In Polen wird es dann auch wieder etwas konkreter, hier würde ich gerne Krakau, Warschau und Danzig anschauen. Danzig übrigens hauptsächlich, weil Jana immer so davon geschwärmt hat. Rund 7000 Straßenkilometer sind das laut Routenplaner – mal gucken, wie sich das in den 15 Tagen verwirklichen lässt.

Lustiger Fact am Rande

Trotz Gemeinschaftswährung Euro werden wir es je nach Route mit 7-8 Währungen zu tun haben. Aber wenigstens haben Bulgarien und Bosnien einen schönen Umrechnungskurs. Ein Bulgarischer Lev bzw. eine Bosnische Mark entsprichen immer genau einer Deutschen Mark! Da würde mich mal interessieren: rechnet ihr eigentlich immer noch Europreise im Kopf um in alte DM-Preise? Ach und gebt doch in den Kommentare bitte Euer Alter mit an… 😉


Dieser Artikel wurde am 14. März 2014 um 11:32 Uhr von mahrko veröffentlicht.
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12 Kommentare

  • Reply Heiko Kunkel (olschok) 20. März 2014 at 11:13:51

    Wie cool ist das denn!? Wünsche Euch jetzt schon viel Spaß bei der Reise!

  • Reply Andreas Moser 11. Januar 2015 at 21:49:50

    Von wegen „Montenegro bahntechnisch nicht besonders erschlossen“: Dort liegt die schönste Bahnstrecke Europas, die man von Belgrad aus direkt erreichen kann. Und das auch noch saugünstig.

    Hier meine Eindrücke und Fotos von der Zugfahrt durch Montenegro: https://mosereien.wordpress.com/2015/01/11/mit-dem-zug-durch-montenegro/

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