Eisenbahnreise 19. August 2018

Tag 14 der Tour Baltica: Eindrücke aus dem Freilichtmuseum Helsinki

Bei TripAdvisor habe ich für jeden meiner Stopps die Top 30 Sehenswürdigkeiten – sofern es überhaupt so viele gab – überflogen. Aber wirklich nur überflogen. Was es ist, die ersten 3 Fotos und dann nach dem Tinder-Prinzip weggewischt oder geherzt.

Diese tolle Holzbrücke führte auf die Insel des Freilichtmuseums.

Diese tolle Holzbrücke führte auf die Insel des Freilichtmuseums.

Erst vor Ort oder auf der Fahrt in die jeweilige Stadt hab ich dann wetterabhängig nochmal genauer reingeschaut. Pflichtstopps festgelegt und aussortiert. Als ich dann am zweiten Nachmittag in Helsinki saß und keine Lust auf Trubel in der Stadt hatte, hab ich reingeschaut und gesehen, dass ich ja noch das Freilichtmuseum etwas außerhalb auf meiner Liste hatte. Nach kurzer Kontrolle der Öffnungszeiten bin ich kurz darauf mit dem Bus hingefahren.

Ein bisschen wie bei Michel aus Lönneberga oder?

Ein bisschen wie bei Michel aus Lönneberga oder?

Im Mittelpunkt des Dorfes konnte man auch eine Kirche bestaunen. Von innen und von außen.

Im Mittelpunkt des Dorfes konnte man auch eine Kirche bestaunen. Von innen und von außen.

Auch in der der Kirche. Alles aus Holz. Die Teile am Gang sind übrigens Klappsitze.

Das Freilichtmuseum liegt, wie bereits erwähnt, auf der Insel Seurasaari, die aber mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist. Gleich am Eingang findet man das Ticketoffice. Ein Erwachsener kostet 9 Euro. Nicht ganz billig. Aber ich sah auch einiges dafür in den rund drei Stunden, in den ich dort war. Das finnische Freilichtmuseum war übrigens schon mein zweites im Nordischen. Vor rund sieben Jahren war ich nämlich mal im Stockholmer Freilichtmuseum Skansen.

Eine Hofanlage, die in alle vier Richtungen durch Gebäude geschützt war.

Eine Hofanlage, die in alle vier Richtungen durch Gebäude geschützt war.

Ein einfaches Bauernhaus von innen. Auf 4-5 Zimmern lebten hier 10-15 Personen.

Ein einfaches Bauernhaus von innen. Auf 4-5 Zimmern lebten hier 10-15 Personen.

Wem das zu teuer ist, der kann trotzdem hinfahren. Um die Häuser von außen anzuschauen, muss man nämlich nichts bezahlen. Die Insel ist öffentlich zugänglich. Nur wer in die Häuser rein will, der muss einen Sticker an seinen T-Shirt vorweisen können. Ansonsten gibt es auf Seurasaari noch ein größeres Restaurant und eine Badeanstalt am Strand. Letztere hatte bei mir leider zu.

Ganz einfache Fischerhütten aus dem 16. und 17, Jahrhundert.

Ganz einfache Fischerhütten aus dem 16. und 17, Jahrhundert.

Noch eine Fischerhütte. Standesgemäß am Wasser aufgestellt.

Noch eine Fischerhütte. Standesgemäß am Wasser aufgestellt.

Die ungefähr 35 Häuser und Hütten sind nach Zeitepoche und ursprünglichen Standort gegliedert. Wie das halt so üblich ist in Freilichtmuseen. Interessant fand ich die Entwicklung von der ganz einfachen Einzimmer-Fischerhütte hin zum noblen Herrenhaus mit 15 Räumen innerhalb von rund 200 Jahren.

Das Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Von außen noch eher unscheinbar, aber im Innern sehr stilvoll eingerichtet.

Das Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Von außen noch eher unscheinbar, aber im Innern sehr stilvoll eingerichtet.

Ich habe nicht zu viel versprochen oder?

Ich habe nicht zu viel versprochen oder?

Im Innern stehen Guides für Fragen zur Verfügung. Ein schönes Detail ist, dass sie zu ihrer Zeitepoche passend gekleidet sind. Die meisten Räume sind mit entsprechendem Inventar liebevoll eingerichtet.

Dieses "Hochhaus" wartet gleich am Eingang auf die Besucher,

Dieses „Hochhaus“ wartet gleich am Eingang auf die Besucher,

Lustiges Detail am Rande. Die Erklärtafeln sind mit Finnisch, Schwedisch und Englisch immer dreisprachig gestaltet. Die Hinweise, dass man nicht alle Gegenstände berühren soll hingegen viersprachig! Da kommt noch Deutsch hinzu. Warum das wohl so ist…

Diese Windmühle stand früher einmal wahrscheinlich ein bisschen freier in der Landschaft.

Diese Windmühle stand früher einmal wahrscheinlich ein bisschen freier in der Landschaft.

Im hinteren Bereich des Museums unbedingt einmal die Route des Rundwegs verlassen, denn das Ufer an der Westseite wartet mit schroffen Felsen, Meerblick und tollen Waldwegen auf euch.

Auf der Insel war es einfach herrlich idyllisch. Und das quasi mitten in der Großstadt Helsinki!

Auf der Insel war es einfach herrlich idyllisch. Und das quasi mitten in der Großstadt Helsinki!

Unter der Woche musste ich mir die Natur hier auch nur mit ein paar wenigen Joggern teilen. Keine Kreuzfahrttouristen weit und breit! Dafür haben die mit ihren fünfstündigen Landgängen nämlich keine Zeit.

Zählt dieses Gewässer noch als See? Als Fluss oder schon als Ostseebucht? Man weiß es nicht so genau.

Zählt dieses Gewässer noch als See? Als Fluss oder schon als Ostseebucht? Man weiß es nicht so genau.

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Dieser Artikel wurde am 19. August 2018 um 20:30 Uhr von mahrko veröffentlicht.
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2 Kommentare

  • Reply Michael 25. August 2018 at 18:20:55

    Ganz grundsätzlich: Danke für die Arbeit!
    Das Blog ist einfach perfekt, um sich ein Land auszusuchen 😉
    Bisher sind die Lofoten mein Favorit.

    • Reply mahrko 25. August 2018 at 18:28:39

      Hey Michael,
      das freut mich zu hören. Ich denke dir würde Kajak fahren auf dem Fjord bestimmt große Freude bereiten… 😉
      Das wurde mir auch empfohlen, habe ich aber aufgrund des Wetters sein lassen.

      Liebe Grüße
      Marco

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