Wie die Bahn versucht eine ganze Region vom Fernverkehr abzukoppeln

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Ich kann mir echt nicht vorstellen, was sich die Cheffahrplan-Planer der Bahn dabei gedacht haben. Fakt ist jedenfalls, dass man seit dem neuen Fahrplan (13.12.2009) in Stuttgart praktisch abgekoppelt wurde vom Fernverkehr, wenn man weiter nach Schwäbisch Gmünd, Aalen, Crailsheim, Ansbach oder Nürnberg wollte.

Mir ist es nämlich selbst so gegangen letzten Donnerstag. Mein ICE aus Richtung Mannheim kam um 18:08 Uhr in Stuttgart Hbf Gleis 15 an. Idealerweise sollte der IC nach Crailsheim von Gleis 16 abfahren. Wer sich nicht ganz so auskennt. Gleis 15 und 16 sind in Stuttgart ein Bahnsteig, man hätte also nur 5-6 Meter laufen müssen. Da es knapp wurde mit der Umstiegszeit, hatte ich meinen Anschluss sogar noch angemeldet beim Zugpersonal. Normalerweise wird dann immer geschaut, dass die Züge warten und dadurch notfalls eben auch 2-3 Minuten später abfahren.

IC auf freier Fahrt

IC auf freier Fahrt

Nur was war bei mir geschehen? Ich stieg als zweiter aus dem ICE aus und alles was ich sah bzw. hörte war das Pfeifen für das Abfahrtssignal und das Zuklatschen der Türen am InterCity. Und schon setzte sich der IC in Bewegung. Typischer Fall von scheiße gelaufen dachte ich, denn der ICE wartete in Mannheim schließlich schon 2-3 Minuten auf Fahrgäste aus einem verspätetenen IC. Aber als ich auf die Uhr sah und dann nochmal den Fahrplan kontrollierte, stellte ich 2 Dinge fest: 1. wir kamen genau pünktlich in Stuttgart an, die Verspätung konnte wieder gut gemacht werden und 2. die Abfahrt des IC wird mit 18:07 Uhr angegeben. Super, da hatte ich also minus eine Minute Zeit zum Umsteigen. Das würde dann nicht einmal mehr Chuck Norris schaffen.

Oder anders ausgedrückt: wenn man berücktsichtig, dass die IC-Linie nur im 2 Stunden-Takt fährt, dann hatte ich umsteigefreundliche 119 Minuten Zeit zum Umsteigen. Prima liebe Bahn! Nur leider habens manche Leute manchmal ein bisschen eilig. Außerdem war der IC um 18:07 Uhr der letzte, um 20:07 Uhr fuhr keiner mehr. Weiterlesen »

Fünfter Tag in Dubai: Nochmal Strand und Nachmittag in der Mall

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Inzwischen war also Montag und unser letzter Tag in Dubai war gekommen. Ging leider viel zu schnell. Gemeinsames Programm gabs für den Tag nicht, jeder konnte tun und lassen, was er wollte. Nur das Hotelzimmer musste man bis um 14:00 Uhr geräumt haben und abends um 18:00 Uhr war Treffpunkt zum letzten gemeinsamen Abendessen.

Den Nachmittag konnten wir also entweder in der Hotellobby, im Warmen oder in einer gekühlten Shopping Mall verbringen. Dreimal dürft ihr raten, wofür wir uns entschieden haben. Den Morgen und Mittag wollte ich aber nochmal richtig nutzen und hatte mir in den Kopf gesetzt nochmal zu baden, kurz vor 14:00 Uhr zu duschen, dann schnell meinen Koffer zu packen und ihn in den Aufbewahrungsraum zu bringen.

Jo war schon morgens gegen acht mit Rico und Nicky ins Shopping Center gefahren, um dort noch Geschenke für Marcel und Sven zu kaufen. Und das trotz meinen Hinweisen, dass die Geschäfte dort eh nicht vor 9 oder 10 Uhr aufmachen. Jedenfalls bin ich dann kurz gegen halb 9 aufgestanden, hatte aber keinen, der mit an den Strand kommen wollte. Auch die Idee mit dem Telefonanruf morgens um kurz vor 9 kam bei einigen nicht so gut, Moritz hat dann mich zusammen geschissen, dass ich ihn geweckt hätte und 2 andere Zimmernummern blieben ebenso erfolglos :-D

Also hab ich eben alleine gepackt und mir 100 AED in die Tasche gesteckt und mir ein Taxi gerufen. Diesmal hatt ich sogar einen äußerst netten und kommunikativen Fahrer. Lag aber vielleicht auch daran, dass es das einzige mal, dass ich alleine gefahren bin, sonst traten wir ja immer im Rudel auf. Okay halt, stimmt garnicht, Rückfahrt war ich ja auch wieder alleine, der hatte kein Wort mit mir gesprochen.

Zurück zur Hinfahrt. Mein Fahrer kam aus Pakistan und Pakistan hatte am Abend irgendein großes Cricket-Spiel gewonnen und ist außerdem Weltmeister. Da war er natürlich mächtig stolz drauf und hat geredet ohne Ende, auch dass ein Junge von seiner ehemaligen Schule inzwischen im Nationalteam spielt durft ich mir noch anhören. Und über irgendeine komische Sportart, die eine Mischung aus Ballsport und Kampfsportart sei hat er mir auch noch erzählt. Das sei der zweitbeliebteste Sport in Pakistan, da würds einen Spieler geben, ebenfalls aus seiner Nachbarschaft, der war 11 Jahre lang ungeschlagen, dann hätte er einmal verloren und dann hat er seine Karriene beendet :-D Keine Ahnung was er da überhaupt für eine Sportart gemeint hat. Konnte damit nix anfangen, obwohl er es mir sogar noch auf einem Zettel skizziert hatte (an den roten Ampeln) – da sah es irgendwie aus wie Brennball *g*

Auch den Taxometer hat er schon ca. einen halben Kilometer vor dem Ziel ausgeschalten bei 19 AED ausgeschalten. Er meinte nur “it’s ok so”. Hab ihm dann aber trotzdem 25 AED gegeben und gemeint der Rest sei für ihn, da hat er sich gefreut :-) Achso, heute bin ich nicht an den BeachPark wie die letzten zwei mal gefahren, sondern an Jameira Open Beach, den öffentlichen Strand. Eigentlich hat sich der überhaupt nicht vom Beach Park unterschieden. Es gab auch hier sowas wie Strandwächter (Baywatch) und Duschen waren auch vorhanden. Los war am Strand, wo ich gegen halb 10 am morgen ankam eigentlich garnichts. Vielleicht 20-25 Leute auf dem ganzen Strandabschnitt. Davon können Rimini-Urlauber in Italien nur träumen :-D Mein Geld hab ich dann in einen Tempo-Plastikhülle reingesteckt und die dann verbuddelt und bin dann ins Wasser. So hätte ich wenigstens noch Geld gehabt, wenn sie mir den Rucksack geklaut hätten, aber war ja garkeiner da, der etwas klauen hätte können.

Wir am Strand (das Bild ist vom ersten Tag)

Wir am Strand (das Bild ist vom ersten Tag)

Am Strand wurds dann gegen Mittag natürlich immer heißer und immer leerer. Aber ich wollt solang wie möglich hier bleiben – egal wie heiß es ist. Außer mir dachten so nur noch ein Engländer-Pärchen und paar Russen, alle andern haben sich bei der Mittagssonne verabschiedet. Waren jetzt also nur noch so 10 Leute am Strand. Rausgekommen aus dem Wasser bin ich eigentlich fast garnicht mehr, nur zum Trinken, zum Eincremen und schnell trocknen lassen. Hatte wieder eine kalte Flasche und eine Eisflasche mit. Also insgesamt 3 Liter, die waren auch leer bis ich wieder zurück kam.

Uhr hatte ich ja keine mit, also musst ich immer die Engländerin fragen, wollt ich aber auch nicht zu oft und als ich dann das zweite Mal gefragt hab war schon kurz nach 13 Uhr. Da war ich noch nass, musste ja noch trocken werden, Ersatzhose hatte ich nicht mitgenommen *g* Bis ich dann halbwegs trocken war und ein Taxi hatte war schon fast 13:30 Uhr, dann noch 20 Minuten Fahrzeit durch die halbe Stadt und dann hatte ich noch genau 10 Minuten Zeit zum Duschen und Koffer packen. Aber was sind schon 10 Minuten bei den Arabern, Zimmerabgabe um viertel 3 war auch kein Problem. Die können eh nicht alle gleichzeitig putzen ;)

Nachdem nun alle inkl. mir ihr Zimmer abgegeben hatten gings auch für die letzte Gruppe mit dem Taxi Richtung Deira Shopping Center. Wir wollten den Rest des Tages im Kühlen verbringen, wir konnten ja nicht mehr Duschen bis zum Abendessen bzw. Rückflug. Genau genommen konnten wir erst in Deutschland wieder duschen. Im Shopping Center waren wir erstmal im Food Court und danach gings ein wenig Bummeln und wieder einmal zur Starbucks. Es musste wieder einmal ein mega Vanille-Milchshake sein. Danach noch ein paar Souveniers besorgt und die meisten haben ihre letzten AED ausgegeben.

Danach gabs dann nochmal einen Milchshake, den toppi spendiert hatte und irgendwann gegen halb 6 gings wieder Richtung Hotel, das ja eigentlich garnicht mehr unsern war. Haben aber ja noch die Koffer abholen müssen, die hatten wir den Nachmittag über in einem Raum eingeschlossen. Naja so hieß es zumindest. Die Koffer standen nämlich unverschlossen im Treppenhaus und haben die Feuertreppe und Notausgang blockiert. Aber gut, hat ja nicht gebrannt *g*. So ein Artikel fehlt jetzt noch: das gemeinsame Abschieds-Abendessen und die Rückreise – der kommtdann auch irgendwann noch.

Die Bahn: Baustellen, Verspätungen & wenig kundenorientiertes Verhalten

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Wieder einmal war ich auf die Deutsche Bahn angewiesen um von Würzburg nach Crailsheim zu kommen. Wie vielleicht ein paar wissen ist die Verbindung nicht gerade die schnellste. Für die 110km, die man mit dem Auto auf der A7 in weniger als einer Stunde schafft, braucht die Bahn mindestens 1h 50min. Wenn man eine ungute Verbindung wählt auch mal 1h 55min oder 2h 04min. Oder eben 2 Stunden und 55 Minuten. Ja richtig gelesen, knappe 3 Stunden für etwas über 100km, gut Bahnkilometer sind es über Ansbach wohl ein paar mehr.

An die 2 Stunden habe ich mich ja gewöhnt, schlafend, dösend, lesend, musikhörend… irgendwie bekommt man die Zeit schon um, aber bei 3 Stunden hört der Spaß definitiv auf. Doch lasst mich kurz erklären, wieso die Heimfahrt die letzten zweimal eine halbe Ewigkeit gedauert hat. Ich kann zwischen zwei verschiedenen Strecken wählen: über Ansbach oder über Lauda – von der Zeit her schenken sich beide Strecken nicht viel, von der reinen Fahrzeit ist die über Ansbach schneller, aber man hat immer 20 Minuten Aufenthalt in Ansbach, also schenkt es sich am Ende nichts mehr.

Meist nehme ich aber die Strecke über Ansbach, denn 20 Minuten sind zum Umsteigen sicherer als die 4-5 Minuten in Lauda und außerdem ist die Taubertalbahn über Satteldorf, Rot am See, Blaufelden, Schrozberg, Niederstetten, Laudenbach, Weikersheim, Elpersheim, Markelsheim, Igersheim, Bad Mergentheim, Königshofen und Lauda einfach nur Bimmelbahn hoch 10. Wenn man umsteigt, dann gehts mit der RE aus Stuttgart weiter und der nächste Bahnhof heißt gleich Würzburg Hbf, in umsteigefreien Regionalbahnen kommen noch die Halte in Gerlachsfeld, Grünsfeld, Zimmern, Wittighausen, Gaubüttelbronn, Kirchheim (Unterfr.),  Geroldshausen und Würzburg Süd dazu. Ich kann mir nach 3 Jahren immer noch nicht alle Unterwegshalte bis Lauda merken, die danach ja sowieso nicht. ;)

Der "Hauptbahnhof" in Lauda.

Der "Hauptbahnhof" in Lauda.

Also zurück zur Ansbacher Strecke. Die hatte ich am Freitagnachmittag vor 2 Wochen Richtung Heimat genommen. Leider hat die Bahn durch das Konjunktur-Programm des Bundes jetzt aber zuviel Geld und baut daher an allen Ecken und Enden. So war die Strecke irgendwo bei Ochsenfurt wieder einmal nur eingleisig befahrbar. Wer weiß, wie hoch die Auslastung auf der Strecke ist, der weiß, dass das nichts Gutes heißt. Aus Langeweile hab ich schon ein paar mal mitgezählt. 7-8 entgegenkommende Züge zwischen Würzburg-Heidingsfeld und Ansbach sind keine Seltenheit – und das bei ca. 60 Minuten Fahrzeit. Und so standen wir da vor 2 Wochen in Ochsenfurt – aufgrund von Bauarbeiten sollte sich unsere Weiterfahrt um ca. 5 Minuten verzögern. Gut 5 Minuten stören mich nicht, hab ich ja immer noch 15 Minuten zum das Gleis wechseln. Aber aus den 5 Minuten wurden ohne weitere Ankündigung ca. 20 Minuten.

Immer wieder lustig zu beobachten: nach ziemlich genau 7 Minuten fängt der erste im Abteil an zu telefonieren, heillos über die Bahn loszuschimpfen und dass man nochmal anruft, wenn man genaueres weiß. Und dann geht’s los. Noch 10-15 andere Personen machen es dem ersten nach und rufen auch alle daheim irgendwo an. Zu der Sorte gehör ich eigentlich nicht, denn wenn gebaut werden muss, dann muss man eben sowas in Kauf nehmen. Aber die Informationen in der Bahn, die waren wieder einmal sehr dürftig, genau genommen gab es garkeine. Unser Zugbegleiter hatte sich natürlich in Luft aufgelöst – wahrscheinlich irgendwo im Klo eingeschlossen, dass er ja keinen Fahrgastkontakt ertragen muss.

Wir standen jetzt schon ziemlich genau 35 Minuten in Ochsenfurt, als plötzlich die Durchsage kam, wir müssen jetzt noch kurz einen ICE passieren lassen und dann dürften auch wir weiter. Und tatsächlich, weitere 6-7 Minuten später ging es dann tatsächlich weiter. Im Schneckentempo durch die Baustelle und dann tauchte sogar noch der Zugbegleiter auf. Ein sehr unfreundlicher Zeitgenosse. Mein RE in Ansbach nach Stuttgart sei natürlich längst weg – ja doof bin ich auch nicht, 25 Minuten wartet kein Zug, aber in einer Stunde würde ein IC fahren. Ich gleich nachgefragt, ob er mir einen Vermerk auf der Fahrkarte machen kann, dass mein Nahverkehrs-Fahrschein durch Verspätung auch im Fernverkehr gilt. Da meinte er nur: nee des kann i ned, aber Sie haben in Ansbach eh 20 Minuten Zeit, gehen se in Bahnhof, da kann man ihnen eventuell helfen. Na vielen Dank auch für die große Hilfe. War ja nicht das erste Mal, dass ich so eine Umschreibung haben wollte und bisher hat das auch immer geklappt.

Also in Ansbach in der Bahnhof geschlappt und wollt dort schon rumstressen, aber dort hatte ich dann eine Nette erwischt. Anstandslos wurde auf dem Fahrschein vermerkt, dass RB1234 40 Minuten Verspätung hatte und ich jetzt IC123-Freigabe hab. Wenigstens das hat geklappt. Und so kam ich dann mit 60 Minuten Verspätung doch noch in Crailsheim an.

Westfrankenbahn. Die Bummelbahn schlechthin.

Westfrankenbahn. Die Bummelbahn schlechthin.

So jetzt zu der Heimfahrt diese Woche: da ich ja von den noch andauernden Bauarbeiten bei Ochsenfurt wusste, wollt ich das Problem umgehen und einfach über Lauda fahren. Die Fahrt fing dann aber auch schon gut an. “Wegen Warten auf Anschlussreisende verzögert sich die Abfahrt um ca. 5 Minuten” hieß es am Bahnsteig in klassischem Bahn-Deutsch. Und das war wahrscheinlich auch schon der Auslöser der ganzen Problems. Denn – was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste – zwischen Würzburg und Lauda wurden auch die Gleise erneuert und es stand auch nur ein Gleis zur Verfügung.

Das Warten auf die Anschlussfahrgäste in Würzburg muss dann aber alles durcheinander gebracht haben. Irgendwo mitten in der Pampa (a.k.a. Unterfranken) blieb der Zug nämlich stehen. Es kam sogar noch eine kurze Durchsage: “Wegen Bauarbeiten wird sich unsere Fahrt um wenige Minuten verzögern”. Erfahrene Bahnfahrer wissen hier – wenige Minuten, das kann alles heißen, denn der Durchsagensprecher hat nämlich selbst nicht die geringste Ahnung. Im besten Fall steht man nur 2 Minuten im schlechtesten sinds halt 20. Bei uns warens dann schließlich um die 10 Minuten. Wieder kam ein Zug entgegen und dann gings durch die Engstelle.

Sprich durch unsere Verspätung hats uns nicht mehr gereicht, vor dem andern Zug durch die Engstelle zu kommen und wir mussten warten. Da frag ich mich doch: warum wird in so einem Fall, wenn die Engstelle doch bekannt ist, ein Zug überhaupt 5 Minuten auf ein 3-4 doofe ICE-Fahrgäste warten gelassen, wenn dafür dann 50-70 Fahrgäste in Lauda den Anschluss in Richtung Bad Mergentheim/Crailsheim verpassen? Irgendwie sollte die Bahn hier andere Prioritäten setzen. Der eigentliche Auslöser für den Artikel war dann auch die Abfertigung in Lauda. Dass sich der Zugbegleiter nach dem 10-minütigen Halt wieder irgendwo in Luft ausgelöst hatte, brauch ich ja garnicht zu erwähnen, aber dass es außer “Nächster Halt Lauda, Ausstieg in Fahrtrichtung links” keine Ansage mehr gab, das fand ich schon ziemlich mau. Schließlich waren wir jetzt 10 Minuten zu spät in Lauda und es hätte vielleicht schon ein paar interssiert, was nun mit ihrem Anschluss ist.

Die Information gabs dann aber erst in Lauda. Über Lautsprecher kam die Durchsage, Fahrgäste Richtung Crailsheim mögen den Linienbus nach Bad Mergentheim nehmen. Super dacht ich mir, dann bin ich in MGH und dann? Also wollt ich gleich den Mister Lautsprecherdurchsage fragen: alles was ich zu hören bekam war: der Busbahnhof ist gleich da hinten, nach 50 m links. Das wollt ich aber garnicht wissen, ich wollt wissen, wie man von Bad Mergentheim nach Crailsheim kommt. War ich übrigens nicht der einzigste mit der Frage. Wurde aber nicht beantwortet. Dann lief er nämlich weg. Wir haben uns dann aber doch entschlossen zum ZOB zu laufen und dort auf den Bus zu warten.

RBS Linienbus

RBS Linienbus

Der kam dann auch gleich, nur hatte der Fahrer genau soviel Ahnung wie wir. Er sei kein Schienenersatzverkehr, er sei viel langsamer und wo wir wieder in Zug Richtung Crailsheim kommen, das kann er jetzt auch nicht sagen. Naja wenigstens hat er die Fahrkarte anstandslos anerkannt ;-) Und dann gings los im RBS Richtung Bad Mergentheim – ich fühlte mich an meine Schulzeit erinnert, da durfte ich auch 10 Jahre lang RBS fahren. Im Bus hab ich dann meine persönliche Fahrplanauskunft angerufen – ja ich versprech dir, bald hab ich auchn Handy, wo ich sowas selbst rausfinden kann, dann nerv ich dich nicht mehr – aber nach dem Anruf wusste ich nun, dass um 18:34 Uhr ein Zug von Bad Mergentheim nach Crailsheim fährt. Das war jetzt genau der Zug, der auch in Lauda eine Stunde später gefahren wäre. Wozu hat man also alle Fahrgäste schnell schnell in den Bus verfrachtet? Mir fällt dazu nur ein eine Begründung ein.

In Lauda hatte man schlichtweg keine Lust auf nervende Fahrgäste und so wurde alle schnell schnell in den Bus verfrachtet. Eine ziemliche Dreistigkeit wie ich finde. Für Fahrgäste aus Königshofen und Bad Mergentheim war dies ja sicherlich die bessere Lösung, aber warum sollten auch Fahrgäste nach Crailsheim dort einsteigen? Gut ich hab das schöne liebliche Taubertal mal von einer anderen Seite gesehen und war in Unter- und Oberbalbach, aber das wars eigentlich auch schon. Das Ganze bleibt mir ein Rätsel. Der Zug um halb 7 kam dann auch pünktlich und wir konnten einsteigen. Zum Glück gabs keine weiteren Vorkommnise mehr bis Crailsheim. Um 19:32 Uhr war ich dann endlich “fast” zuhause.

Der Bahn werd ich Teile aus dem Eintrag mal per E-Mail schicken, vielleicht bekomme ich wieder einen 5-EUR-Reisegutschein, wär ja besser als nichts. Aber wenigstens konnt ich den ganzen Schund jetzt mal irgendwo niederschreiben, hatte ja sowieso genug Zeit im Zug *g*.

Meine Bahnfahrt nach Frankfurt und unser Flug über Paris nach Dubai

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Wie vorher bereits angekündigt gibt’s jetzt wieder Blogartikel. Genau genommen blogge ich jetzt 1 Woche zeitversetzt, denn eigentlich gings letzten Mittwoch schon los. Aber ich hatte Laptop zuhause gelassen und war 6 Tage komplett offline – ja doch! Das geht  :-)

Wahrscheinlich fangen die meisten schon früher an mit Koffer packen, aber ich hab erst so gegen 13 Uhr begonnen, reicht ja auch noch gut, mein ICE sollte um 16:56 Uhr abfahren. Also schön gemütlich gegen halb 6 zum Hauptbahnhof rüber gelaufen und dort festgestellt, dass mein Zug 15min Verspätung hat. Naja dacht ich mir, bist ja extra eine Stunde früher los, falls zu Verspätungen kommt. Bin dann hoch zum Bahnsteig und wollte dort auf mein Zug warten. Von Gleis 6 sollte er fahren, aber der Zug auf Gleis 7, auch ein ICE, hatte schon 35 Minuten Verspätung. Sprich er müsste in 4 Minuten kommen, praktischerweise fuhr der ebenfalls über Frankfurt Flughafen. Also war ich trotz Verspätung noch 10 Minuten früher als geplant am Frankfurter Fernbahnhof. Im Zug diesmal nichts erwähnenswertes – außer der Zugbegleiter, der verzweifelt einen Mann gesucht hat, der seine BRK-Jacke vergessen hatte. Fast hätt ich mich gemeldet und sie eingesteckt ;-)

Von Flughafenbahnhof  “kurzer” Fußmarsch und Skytrain-Fahrt zum Terminal 2 – Weg ist mir ja bereits bekannt und dort mit Hilfe einer netten AirFrance-Azubi-Blondine am Selbstbedienungs-Automaten mein Ticket lösen wollen. Aber irgendwie wollts nicht, entweder weil sie blond war oder weil ich online schon was verbockt hatte *g* Wurde dann halt zum normalen Schalter geschickt. Da war eine kleine Schlange vor mir, nicht viele Leute – nur 3 Neger (2 Frauen und 1 Mann) aber die hatten zusammen 8 Koffer. Und das hat gedauert….maximal darf ein Koffer bei AirFrance 38 Kilo haben, 20 sind inklusive – Rest muss man halt draufzahlen, aber mehr als 38 Kilo geht nicht. Und dann musste der Kruscht aus den Koffern umgepackt werden, Schuhe wurden entnommen, andere Sachen ins Handgepäck (die hatten mehr Handgepäck als ich Gepäck!) gesteckt.

Irgendwann nachdem wir dort sicher schon 20 Minuten standen und sich ein Tunesier dreimal beschwert hatte, hat sich AirFrance dann aber doch noch erbarmt und einen zweiten Schalter geöffnet. Da durften wir dann auch endlich unser Gepäck aufgeben. Auch meine Carte d’Embarquemt (=Boarding Pass) hab ich dort ohne Probleme bekommen. Bisschen geschockt war ich aber, mein Koffer war nur 2 Kilo unter dem Maximalgewicht und ich hatte doch fast nichts dabei *g*. Wie lang die Neger dort noch rumgestanden haben weiß ich nicht, wie sind dann hoch zum McDonald’s. Da hab ich dann meinen Fake-Euro ausgegeben, der mir im Kupsch am Tag davor rausgegeben wurde und ich nichts gemerkt hab. Die McDonalds-Tussi zum Glück auch nicht. Wenn ich wüsste, wo der her war, dann würde ich mehr davon importieren, ist doch sicher nichts wert das Ding :-D

Der Flug selbst  (AF2419) in einem Airbus A318 verlief ohne Probleme. Pünktlich gestartet und pünktlich gelandet. Kaum abgehoben und Käse-Snack zu mir genommen kam auch schon der Landeanflug. In Paris kamen wir um 21:55 Uhr in Terminal 2F an, 23:20 sollte unser Flieger nach Dubai abheben und 22:35 Uhr war Boarding Time. Also doch recht knapp. Vor uns lagen ein paar hundert Meter Fußmarsch in einem menschenleeren Terminal.

Paris - Charles-de-Gaulle: menschenleer ... noch

Paris - Charles-de-Gaulle: menschenleer ... noch

Im Terminal 2D war dann aber die Hölle los und wir mussten erneut durch die Sicherheitsschleuße. Hier war die Schlange nicht gerade kurz und die andern, die schon früher in Paris ankamen wurden schon unruhig, wo wir solang bleiben. Als wir dann endlich an der Reihe waren, wurde uns auch klar, warum dort alles so lang dauerte. Alles aus dem Rucksack musste raus und extra aufs Band gelegt werden. Also Kamera, Batterien, zweites Objektiv, Blitz, alles ausgepackt und nach dem Scannen mühselig wieder eingepackt. Wenigstens hab ich selbst bei allen 4 Flügen nicht gepiepst und die Leibesvisitation blieb mir immer erspart. Bis wir durch den Check und noch schnell auf der Toilette waren, zeigte mein Handy dann schon 22:50 Uhr. Als wir kurz vor 23 Uhr eingestiegen sind, waren wir glaub auch die letzten, die noch zustiegen, kurz danach gingen schon die Türen zu. Take-Off war um 23:30 Uhr. Eigentlich wurde für mich der Sitz 31J reserviert, aber genutzt hab ich 31D, 31E, 31F und 31G- also gleich 4 Stück. Flugzeug war nämlich total leer und alle Sitze im Mittelgang waren frei.

Zu Essen gabs auf Flug AF530 im Airbus A320 dann ekliges Hühnchen, naja irgendwie runtergewürgt hab ichs dann doch. Der Flug über Nancy, Basel, Bodensee und Innsbruck verlief bis dahin ohne Probleme, aber in der Nacht kamen wir dann in unruhigeres Gebiet und man musste sich wieder anschnallen. Naja mir wars egal, ich hab quer über 4 Sitze gelegen, war irgendwie trotzdem angeschnallt, hab Musik gehört und vor mich hingedöst. Weiter gings über Istanbul, Ankara sowie Irak (Bagdad nur 10km unter uns) und Kuwait weiter über den persischen Golf bis Dubai. Irgendwann zwischendrin hab ich wohl doch mal die eine oder andere Minute geschlafen, weil in meiner Erinnerung kommt nach Innsbruck gleich Istanbul und ich hab meine Gedanken ja immer Abends gleich zu Papier gebracht, sonst würd ich jetzt sowieso nur noch die Hälfte zusammen bringen.

Ankunft in Dubai war dann um 7:55 Uhr Ortszeit (also 5:55 Uhr nach deutscher Zeit). Wie es dann weiterging erfahrt ihr morgen.

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