re:publica 2012: Die Zeit vor der #rp12

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Wie schnell die Zeit doch vergeht. Die 5 Tage, die ich rund um die re:publica in Berlin verbrachte, sind wie im Flug vergangen. Nach Berlin hochgefahren bin ich bereits am 30. April, den Montag hab ich nämlich als Brückentag mitgenommen und war anschließend bis Samstagvormittag in Berlin. Nun sitze ich gerade im verspäteten ICE Richtung Heimat. Genug Zeit also um endlich mal wieder zu Bloggen.

Auf der Fahrt in die Haupstadt - Holzbahnsteige in Naumburg.

Auf der Fahrt in die Haupstadt - Holzbahnsteige in Naumburg.

Montag, der 30. April – Erster Tag in Berlin

Zur Anfahrt kann am man nicht viel schreiben, ich hatte selten einen solch leeren ICE. Zwischen Crailsheim und Leipzig waren nie mehr als 4 Personen in meinem 1. Klasse-Wagen, das Bahnpersonal mitgerechnet. Erst dort wurde es etwas voller. Eine sieben hübsche amerikanische Touristeninnen stiegen zu. Auf die Frage, ob sie auf die freien Sitzplätze sitze könnten antwortete ich brav ja, wenn sie denn ein Ticket für die Erste Klasse hätten. Richtig zugehört haben sie mir wohl nicht, sie wurden nämlich keine Viertelstunde später vom Zugbegleitet wieder rausgeworfen – wobei rauswerfen konnte man das eigentlich nicht nennen. Ohne Fahrpreisnacherhebung und so Zeugs hat er Ihnen sogar noch die Koffer rüber in die Zweite Klasse getragen. War halt auch nur ein Mann… 😉 Weiterlesen »

Ab nach NYC: Zwischenstopp in Frankfurt

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Es ist schon eine ganze Weile, als ich letzten Oktober an einem schmuddeligen Samstagmorgen um 11 Uhr noch im Bett lag. Die Glotze lief und ich hab nebenher immer wieder mal auf meine Twitter-Timeline geschaut. Es huschte ein Tweet von @sauerstoff durch. „Im A380 mit Singapore Airlines für 390 EUR nach New York.“ Klang cool, also den Link angeklickt und durchgelesen. Ab da hat mich das Thema den ganzen Tag nicht mehr los gelassen.

Die Aktion war zeitlich begrenzt, bis spätestens 10.Oktober musste man gebucht haben. Ich hatte also noch gut 24 Stunden Bedenkzeit. Nachdem mich dann sonntags noch der @olschok am Telefon vollgequasselte war klar, ich muss da hin!

Mein Hotelausblick in Frankfurt. Das Gebäude hinter den Polizeiautos ist der Hauptbahnhof.

Mein Hotelausblick in Frankfurt. Das Gebäude hinter den Polizeiautos ist der Hauptbahnhof.

Leider war die Homepage von Singapore Airlines an diesem Sonntagabend dann dermaßen überlastet, dass meine Buchung immer im letzten Schritt abbrach. Nach 3 Versuchen hab ich’s aufgegeben. Telefonisch erreichbar war erst wieder jemand ab Montag, aber ich wollt den Flug unbedingt gleich gebucht haben.

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Stockholm: Überblick über den Aufenthalt

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Das Thermometer zeigt jetzt nur noch 28 Grad Raumtemperatur an, wir kommen also langsam wieder in den Bereich, in dem man sich freiwillig an den PC setzt. Dann will ich also mal starten mit dem Rückblick auf Stockholm. Warum es nach Stockholm ging, hab ich Euch ja schon erzählt. In den kommenden Artikeln will ich Euch nun von ein paar Highlights der Reise berichten. Davor aber noch schnell die Rahmendaten.

Los gings am 16. August, also vorletzten Dienstag morgens um kurz vor 6 Uhr. Mit dem Regionalexpress bis Stuttgart und dann im ICE bis zum Frankfurter Flughafen. Rund 2 1/2 Stunden betrug die Fahrzeit – in Stuttgart oder Nürnberg wär ich zwar schneller auf dem Flughafen gewesen, aber es hätte keine Direktflüge nach Stockholm gegeben. Und über Amsterdam, Zürich oder Kopenhagen zu fliegen fand ich jetzt auch nicht so prickelnd, zumal noch Umsteigeaufenthalte von 5-6 Stunden hinzu kamen, je nach Flugroute, also war schnell klar, mein Ausgangsflughafen wird Frankfurt.

Flug rausgesucht hab ich über die Flugsuchmaschine swoodoo.com – Preislich hätten sich AirBerlin, Lufthansa und Skandinavien-Airlines alle nicht viel geschenkt, aber von den Flugzeiten her war SAS am passendsten. Abflug am Vormittag bzw. heimwärts am Nachmittag. Zu früh wollte ich in Frankfurt nämlich nicht abfliegen, ich musste ja noch mit der Bahn anreisen. Der Lufthansa-Flug morgens um 7 Uhr wäre also nichts für mich gewesen. Für den Flug inkl. ICE zum Flughafen (33 Euro) und Bus (17 Euro) in die Stadt hab ich nun 266 Euro gezahlt. Gebucht wurde das ganze über LTUR. Wenn ihr den Flug raussucht und Zug-zum-Flug dazu buchen wollt, aufpassen, nicht jeder Reiseanbieter bietet das an – also vorher abklären!

In Frankfurt war ich praktisch Lufthansa-Kunde (Starallianz)

In Frankfurt war ich praktisch Lufthansa-Kunde (Starallianz)

In Stockholm ging es dann vom Flughafen Arlanda mit dem Flygbussarna rein in die City. Das Ticket bucht ihr am besten online, dann spart ihr ein wenig. Kostet hin und zurück für unter 26-jährige rund 17,50 EUR. Man kann natürlich auch mit dem Express-Zug fahren, aber dafür war ich zu geizig. 20 Euro mehr, nur dass ich 20 Minuten schneller bin, das war es mir nicht wert. Der Bus braucht rund 40 Minuten und bringt einen direkt zum Hauptbahnhof (T-Centralen).

Von dort ging es natürlich erst einmal in mein Hotel. Bei den Hotelpreisen ist Stockholm im Sommer leider überhaupt nicht mit Budapest im Februar zu vergleichen. Hatte ich in Budapest noch ein 4-Sterne-Hotel mitten in der City für 24 Euro die Nacht bekommen, waren es in Schweden leider über 50 Euro die Nacht und das obwohl ich schon deutliche Abstriche beim Komfort gemacht hab. So hatte mein Zimmer zum Beispiel zwar einen Vorhang, aber dahinter kein Fenster. Ein seltsames Gefühl, aber für 6 Nächte war es wohl okay. Tagsüber war ich ohnehin die ganze Zeit auf Achse.

Die Wahl fiel auf das Hotel Alexandra in Södermalm. Schön zentrumsnah und nur rund 5 Minuten Fußweg von der nächsten U-Bahnstation (Tunnelbana) entfernt. Gebucht und informiert hatte ich mich aber auch wieder über trivago.de. Das Frühstück war okay, ich bin aber auch recht anspruchslos. Brötchen und Marmelade, dazu ein Frühstücksei, das reicht mir schon.

Mein Zimmer war zwar sehr klein aber und ohne Fenster, aber sauber. Das war mir das wichtigste! Außerdem gab es kostenlos W-LAN. Das wusste ich vorher aber nicht und das war auch absolut kein Entscheidungskriterium. Aber es war ein Nice-to-Have! 😉

In Stockholm müsst ihr Euch unbedingt eine Stockholm-Card kaufen. Diese gibt es für 1, 2, 3 oder 5 Tage und ist zwar nicht ganz billig, aber lohnt sich auf jeden Fall. Meine für 5 Tage hat umgerechnet knapp 100 Euro gekostet, aber war die Investition auf jeden Fall wert. Anders als in vielen anderen Städten bekommt man nämlich nicht nur Rabatt bei den Museen usw. sondern gleich eine Flatrate. Man kann wirklich alles besichtigen. Zusätzlich hat man freie Fahrt in allen Bahnen, U-Bahnen, Stadtbussen und der Straßenbahn in Stockholm. Nur wenn man unbedingt die klassischen Hop-On Hop-Off Touri-Busse und Boote nutzen will, dann muss man extra bezahlen, aber die braucht man nicht. Man kommt auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln überall hin!

Die drei magischen Karten in Stockholm: Hotelkarte, VISA und StockholmCard!

Die drei magischen Karten in Stockholm: Hotelkarte, VISA und Stockholm-Card!

Wie ihr auf dem Bild schon seht, läuft in Stockholm alles elektronisch ab. Bargeld kann man als überflüssig bezeichnen. Ich hatte am Flughafen zwar 1000 Kronen (110 Euro) abgehoben, aber ich hätte es mir sparen können. Man kann in Stockholm alles mit Kreditkarte bezahlen. Das Eis in der Eisdiele für 2 Euro genauso wie eine Tüte Chips im Supermarkt. Es nörgelt auch keiner, weil man Kleinstbeträge mit Karte bezahlen will. Da kannst du dir mal ein Beispiel nehmen, liebes Deutschland! Nur wenn man in den Museen seine Tasche in ein Schließfach einschließen will, dann braucht man eine 5 oder 10 Kronen-Münze als Pfand. Das war aber auch der einzige Ort, wo es nicht bargeldlos von statten ging.

Es warten jetzt die nächsten Tage noch mehrere Blogposts auf Euch. Hier schon einmal ein kleiner Überblick!

  • Samstag:
    Mein einziger Regentag: morgens im Königlichen Palast, erst im Kutschenmuseum, dann in der Schatzkammer. Am Mittag mit Kerstin getroffen und ein wenig durch Södermalm gelaufen. Am Nachmittag das Stockholmer Oktoberfest besucht und abends das Nachtleben unsicher gemacht.
  • Sonntag:
    Morgens nach Drottningholm gefahren und dort das Schloss und Parkanlage besichtigt. Am Nachmittag nach Valxholm gefahren und die Festung angeschaut und Abends wieder auf Långholmen gelesen.
  • Montag:
    Am Morgen noch Fotografie-Museum bestaunt. Heimreise: 11 Uhr ausgecheckt, 15.30 Uhr Heimflug, 22.00 Uhr Ankunft.

Von einer Freundin bin ich gefragt worden, ob das nicht gefährlich sei, so ganz allein, aber ich hab mich glaub noch in keiner Stadt so sicher gefühlt.

Für noch was muss man Stockholm loben, man durfte bis im Drottningham Schloss und Junibacken überall Fotografieren und das ohne eine extra Fotoerlaubnis kaufen zu müssen. Ob ich mich an das Fotoverbot gehalten habe, das werdet ihr dann die kommenden Tage sehen.

Links der Woche (KW31): Stasi-Hotel in Berlin, Internet in Kuba, Diplomat sollte man sein & falscher KVV-Twitter

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War ich in meinem ersten Link-der-Woche-Post noch relativ zeit.de-lastig, so könnte man mir heute tagesspiegel.de-Lastigkeit vorwerfen.

  • Stasi betrieb Hotel in West-Berlin (tagesspiegel.de)
    Die Stasi brauchte einen Stützpunkt für ihre West-Spione – und ein Trio aus der Halbwelt brauchte Geld. Die bizarre Lösung: zwei Etagen DDR mitten in West-Berlin. Ein Schurkenstück in 1000 Akten.

Hinter diesem „Exklusiv-„Artikel muss ziemlich viel Recherche gestanden haben – allein die ganzen Stasi-Akten zu sichten. Es liest sich wie ein so spannend wie ein Roman, ist aber wohl genauso passiert, die Stasi hat ja alles akribisch für die Nachwelt protokolliert. Wenn ihr mich fragt, dann hätte die Geschichte das Zeugs dazu verfilmt zu werden!

 

  • Kuba – Insel ohne Internet (via blog.zdf.de/hyperland)
    Auf die Frage nach ihrer E-Mail-Adresse gab es einen Zettel mit einer etwas kryptischen Adresse und dem Hinweis, das wäre aber die eines Freundes ihres Mannes. Persönliche Dinge dann vielleicht besser per Brief – was natürlich auch nicht hieße, dass dann keiner mitliest. Willkommen im Kuba 50 Jahre nach der Machtübernahme der Revolutionäre Fidel und Che.

Eigentlich hätte der Artikel schon letzte Woche in die Linkschau gehört, aber ich hab ihn ein wenig zu spät entdeckt. An Aktualität hat er hat ohnehin nichts verloren, daher kann ich ihn auch gut diese Woche vorstellen. Letzte Woche fiel also der Blick auf Kuba. Ein Highspeed-Internet im embargo-geplagten Land hätte mich verwundert, aber dass es dort jetzt so aussieht, dass gerade einmal 3% der Bewohner einen Internetzugang haben. Dinge ohne bestellen? Fehlanzeige. Onlinebanking? In Kuba unbekannt. Da die Rubrik als Serie angelegt ist erwartet uns nächste Woche dann der nächste Webweit-Artikel.

 

Tja, was soll man dazu sagen: Diplomatenstatus sollte man haben. Parkverbot? Mir doch egal. Tempolimit? Selbst Fahrerflucht wird nicht geahndet. 15.000 Knöllchen wurden allein in Berlin vernichtet, da sie quasi als unzustellbar gelten. 157.000 Euro an Geldbußen gingen dem Staat so durch die Lappen, die Personal- und Verwaltungskosten noch nicht mitgerechnet. Platz 1 ging übrigens an Saudi-Arabien. Ich finds eine echte Sauerei! Von diplomatischer Immunität im Straßenverkehr halte ich mal absolut überhaupt nichts!

 

  • Unterfalscher Flagge: Blogger twittert für KVV (via ka-news.de)
    Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) twittert – zumindest dachten das die 115 Nutzer, die ihm bis vor wenigen Wochen bei dem Kurznachrichtendienst folgten. Ein Karlsruher Blogger hatte seit 12. Juli unter dem Account „KVVinfo“ aktuelle Pressemeldungen des Unternehmens verlinkt. Was „gut gemeint“ war, stieß bei den Karlsruher Verkehrsbetrieben (KVV) jedoch auf wenig Gegenliebe – Jonathan Müller musste den Twitter-Account auf Wunsch des Unternehmens löschen. Damit sorgte er in der Blogger- und Twitter-Szene für ordentlich Wirbel.

Manchmal muss man eben auch eine Portion Glück im Leben haben. 😉 Und schön, dass man sich in Karlsruhe noch an uns erinnert.

 

  • IKEA wird in Kunming kopiert (via german.china.org.cn)
  • IKEA is cloned in Kunming (via chinadaily.com.cn)
    Nachdem in Kunming bereits ein gefälschter Apple Store entdeckt wurde, kann man in der südwestchinesischen Stadt nun auch eine ganze Kopie einer IKEA-Filiale finden.

Was in China nicht alles kopiert wird. Erst ein Apple Store und jetzt auch noch ein IKEA. Zugegeben: von außen sehe ich keine Ähnlichkeit und auch den Namen der Marke haben sie nicht geklaut, aber die Einkaufstüten sind im Design ja wohl 1:1 übernommen. Da mir erste Seite ein wenig zweifelhaft erschien, hab ich die Originalmeldung gesucht und ebenfalls verlinkt. Wer in China unbedingt in einen IKEA möchte, dem sei der offizielle Filialfinder empfohlen.

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