Wie die Bahn versucht eine ganze Region vom Fernverkehr abzukoppeln

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Ich kann mir echt nicht vorstellen, was sich die Cheffahrplan-Planer der Bahn dabei gedacht haben. Fakt ist jedenfalls, dass man seit dem neuen Fahrplan (13.12.2009) in Stuttgart praktisch abgekoppelt wurde vom Fernverkehr, wenn man weiter nach Schwäbisch Gmünd, Aalen, Crailsheim, Ansbach oder Nürnberg wollte.

Mir ist es nämlich selbst so gegangen letzten Donnerstag. Mein ICE aus Richtung Mannheim kam um 18:08 Uhr in Stuttgart Hbf Gleis 15 an. Idealerweise sollte der IC nach Crailsheim von Gleis 16 abfahren. Wer sich nicht ganz so auskennt. Gleis 15 und 16 sind in Stuttgart ein Bahnsteig, man hätte also nur 5-6 Meter laufen müssen. Da es knapp wurde mit der Umstiegszeit, hatte ich meinen Anschluss sogar noch angemeldet beim Zugpersonal. Normalerweise wird dann immer geschaut, dass die Züge warten und dadurch notfalls eben auch 2-3 Minuten später abfahren.

IC auf freier Fahrt

IC auf freier Fahrt

Nur was war bei mir geschehen? Ich stieg als zweiter aus dem ICE aus und alles was ich sah bzw. hörte war das Pfeifen für das Abfahrtssignal und das Zuklatschen der Türen am InterCity. Und schon setzte sich der IC in Bewegung. Typischer Fall von scheiße gelaufen dachte ich, denn der ICE wartete in Mannheim schließlich schon 2-3 Minuten auf Fahrgäste aus einem verspätetenen IC. Aber als ich auf die Uhr sah und dann nochmal den Fahrplan kontrollierte, stellte ich 2 Dinge fest: 1. wir kamen genau pünktlich in Stuttgart an, die Verspätung konnte wieder gut gemacht werden und 2. die Abfahrt des IC wird mit 18:07 Uhr angegeben. Super, da hatte ich also minus eine Minute Zeit zum Umsteigen. Das würde dann nicht einmal mehr Chuck Norris schaffen.

Oder anders ausgedrückt: wenn man berücktsichtig, dass die IC-Linie nur im 2 Stunden-Takt fährt, dann hatte ich umsteigefreundliche 119 Minuten Zeit zum Umsteigen. Prima liebe Bahn! Nur leider habens manche Leute manchmal ein bisschen eilig. Außerdem war der IC um 18:07 Uhr der letzte, um 20:07 Uhr fuhr keiner mehr. Weiterlesen »

Heimfahrt mit Hindernissen

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Freitagnachmittag, Marco wollte wieder einmal mit der Bahn von Würzburg nach Crailsheim heim fahren. Dafür stehen 2 verschiedene Strecken zur Auswahl. Über Lauda und dann die Taubertalbahn über Bad Mergentheim, Schrozberg, Blaufelden oder über Ansbach. Ich mag die Strecke über Ansbach lieber. Dort hält der Zug nicht ganz so oft, auch wenns letztentendlich auch nicht schneller geht.

Heute also gegen 14:30 Uhr Fahrkarte am Automaten gekauft. Da ich heut aber zur geraden Stunde abfuhr musste ich eigentlich entweder über Lauda oder ab Ansbach IC-Zuschlag bezahlen. Zuschlag bezahlen wollte ich nicht, also für die Strecke über Lauda entschieden. Bin dann gegen 14:34 Uhr in Zug eingestiegen. Abfahrt sollte um 37 sein. Doch beim Rucksack abnehmen hab ich bemerkt: “Scheisse, der Laptop-Reißverschluss ist nicht zu und der Laptop steht noch auf meinem Schreibtisch”. Also kurz 2 Sekunden überlegt. Nochmal heim oder Wochenende ohne Laptop?

Würzburger Bahnunterführung

Würzburger Bahnunterführung

Die Entscheidung war schnell gefällt. Natürlich nochmal heim und Laptop holen. Ich wohn zum Glück nicht weit vom Hbf, etwa 200 Meter sind es ungefähr. Also heim, Laptop geschnappt, in die Tasche und wieder ab zum Bahnhof.

Der Zug über Ansbach fuhr 14:41 Uhr und beim Aussteigen hatte ich schon gesehen, dass am Abfahrtsdisplay stand “Warten auf Anschlußfahrgäste”. Meine Chance also!

Bin um 14:43 Uhr wieder die Treppen zum Gleis 3 hochgesprintet und tatsächlich, Zug stand noch da. Also nix wie rein :-) Jetzt hatte ich aber nur ein Problem, ich wusste nicht, ob ich in Ansbach Anschluß nach Crailsheim hab. Schaffner kam aber wieder einmal keiner – also hab die meine private Auskunft gefragt. Er hat mir richtigerweise zurück gemailt: 16:07 Uhr fährt ein IC ab.

Jetzt stand ich also vor der Wahl. In Ansbach eine Stunde warten auf den nächsten RE, Aufschlag nachbezahlen oder Schwarz fahren. War mir nicht sicher, warten wollte ich nicht und einfach einsteigen auch nicht. Also wollte mich mal erkundigen im Bahnhof an der Info, was der Aufschlag kosten würde. Aber am Schalter dann die erfreuliche Nachricht.  Um 16:13 Uhr fährt ein RE nach Crailsheim. Der einzige Zug, der nicht im 2-Stunden-Takt fährt, sondern diesen zu einem Stunden-Takt verdichtet. Glück muss man haben. So musst ich weder nachzahlen, noch schwarz fahren noch länger warten :-) Aber ich glaub ich wär einfach eingestiegen und hätte gehofft nicht kontrolliert zu werden und wenn doch, dann auf dumm gestellt. Hätte schon irgendwie geklappt *g*

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