re-publica 2011 — Tag Numero Uno

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Angekommen bin ich ja schon am Dienstagnachmittag, aber der erste Tag verging so schnell, dass ich keine Lust mehr hatte zu bloggen. Außerdem ist auch noch nicht soviel passiert, die Bahnfahrt hatte ich ja sowieso live dokumentiert via Foursquare.

Am frühen Abend machte ich mich noch auf die Suche nach einer Sommerjacke auf dem Ku-Damm. Die ersten 10 Läden war ich erfolglos aber dann hab ich bei Karstadt doch noch eine gefunden. Reduziert von 179 auf 49,99 EUR. Da freut sich der Schwabe.

Zurück zur re:publica, denn ich führ hier ja kein Shopping-Blog, am Abend ging es dann zusammen mit @bicyclist zum Vorglühen ins St. Oberholz. Ein total freakiges Lokal – kein Tisch, auf dem nicht mindestens 3 Gadgets liegen. Es war mein erster Besuch dort, aber hoffentlich nicht der Letzte. Zum Abend kopier ich mal schamlos, aber mit Quellenangaben, insbesondere die Diskussionen danach waren sehr interessant.

“Es entwickeln sich sehr spannende Diskussionen über Netzneutralität, die Zensurbestrebungen der EU und von Frankreich, die mit Hadopi ein ziemlich zwielichtiges Gesetz inthronisiert haben.”

(via livingthefuture.de)

Am Mittwoch ging es morgens halb 10 Richtung Friedrichstadtpalast. Eine Schlange quer durch das Foyer erwartete einen, aber es ging total schnell voran. Onlineticket sei Dank.

Nach der Begrüßungsrunde im FSP (Friedrichstadtpalast) ging es in einem kleinen Abstecher erst einmal ins ZDF-Hauptstadtstudio.

Meinen ersten richtigen Vortrag erlebte ich dann in der Kalkscheune: “Shitstorm? You can do it!” und da begannen wir auch schon den ersten Fehler: Vortrag auf keinen Fall nur anhand der Überschrift aussuchen! Erhofft hatten wir uns etwas in Richtung “How to survive a Shitstorm” aber was folgte, das lässt sich ungefähr so zusammen fassen: #feminismus, #feminismus, #feminismus und alle im Netz sind böse zu uns.

Nach ziemlich genau 10 Minuten verließen die Ersten den kleinen Raum wieder, nicht ganz einfach, denn auch im Gang saß alles voll. Nach 11 Minuten flüchteten auch wir. Ne Danke, das war nichts für mich!

Es folgte: die Mittagspause. Nach etwas längerer Restaurantsuche doch noch was Leckeres gefunden und unmittelbar danach ging es um 13 Uhr zum Vortrag “Open Government made in Germany“. Die Session war schon deutlich interessanter. Meiner Meinung nach ein sehr interessantes Thema, denn ein transparenter Staat ist das A & O.

Leider muss sich noch viel tun, die Daten müssen maschinenlesbar sein und gebündelt auf einer zentralen Seite mit guter Suchfunktion zur Verfügung gestellt. Daran arbeitet das Bundesinnenministerium wohl gerade, aber online gehen soll diese Seite erst 2013, was zum großen Teil an den komplizierten Vergabeprozessen liegt, aber auch daran, dass der Staat dafür eigentlich kein Geld zur Verfügung stellen will und zum Beispiel keine zusätzlichen Stellen dafür geschaffen wurden.

Kleiner Hinweis noch an den Herrn von der Stadt München: ich such mir meinen Wohnsitz doch nicht danach aus, welche Stadt mir das beste Open Government liefert. Die Stadtwahl hat doch meist berufliche, familiäre oder finanzielle Gründe. Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass sich München für das Thema engagiert. Nur dieses eine Argument war eben doof.

Weiter im Programm ging es mit “Medienkompetenz #wtf”. Leider kann ich zum Vortrag nicht viel sagen, der Saal war zu voll, wir saßen zu weit weg und haben einfach nichts mitbekommen. Folglich haben wir uns eben anders beschäftigt. Es wurde Menschen analog markiert. :-)

Öffentlicher als Öffentlich im großen Saal der Kalkscheune.

Öffentlicher als Öffentlich im großen Saal der Kalkscheune.

Ab 16 Uhr folgten zwei halbstündige Vorträge, bei denen ich mir wieder einen besseren Sitzplatz ergattern konnte. Der Erste hieß “Blogs in Deutschland” und war zwar nicht uninteressant, aber man hätte glaub mehr aus dem Thema machen können. Man muss dazu sagen, es wurden eigentlich nur 20 netzpolitik-affine Blogs betrachtet, nicht alle, wie man das vielleicht hätte denken können. Der Vortrag wurde am Ende sehr kontrovers diskutiert. Schade dass die Diskussion sehr abrupt abgebrochen wurde, aber die Zeit war leider um. Nummer 2 hieß “Öffentlicher als öffentlich? – Der Deutungswandel von Privatheit und Öffentlichkeit im Kontext von Twitter”. Klang ja eigentlich ganz gut, aber der Vortrag war mir zu theoretisch, zu leise, großteils wohl abgelesen und mit ziemlich zittriger Stimme gesprochen und dadurch wenig verständlich. Naja, ich versteh halt nichts von diesem Twitter. Auch diesen Vortrag hatte ich nicht bis zum Ende angehört.

Es stand wieder ein Locationwechsel an und es hieß: guten Platz sichern. Ab 17 Uhr waren wir für 2 Vorträge im kleinen Saal der Kalkscheune.

To be continued……

Walk like a Gutjahr

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Sorry, Titel fiel mir kein besonders Guter ein, egal. Will mich auch gar nicht lange daran aufhalten. Sonntagabend verkündete Richard Gutjahr, dass er es nun nicht mehr länger zuhause aushält und dass es ihn so in den Fingern brennt, und dass er sich jetzt auf den Weg nach Kairo macht. Mein erster Gedanke dazu war “Wow..!”.

Ich hab mir die Reaktionen dazu auf Twitter sehr genau angeschaut, innerhalb weniger Stunden gab es hunderte Tweets, die ihn geantwortet hatten. Besonders hab ich Ausschau nach negativen Kommentaren gehalten, aber es gab so gut wie keine, zwei bis drei Stück vielleicht. Einer hat auch etwas ausführlicher darüber gebloggt. Er wirft Gutjahr vor, er möchte sich in den Vordergrund stellen. Er mag mit seiner Kritik mit der Aktion in der iPad-Schlange in New York recht haben, aber nachdem Gutjahr nun schon 2 Tage in der Innenstadt von Kairo ist, kann ich sagen: seine Berichterstattung ist genauso, wie ich es mir gewünscht habe! Meine Meinung teile ich hierbei mit indiskretionehrensache.de.

Auch die Anschuldigung, dass er ein Katastrophen-Tourist sei, ist völliger Quatsch. Dazu empfehle ich ein Interview, das er heute Vormittag Meedia gegeben hat. Stichwort Journalist und Erfahrungen als Kriegsreporter im Kosovo.

"Bring Back Internet" (31.01.2011 © by gutjahr)

"Bring Back Internet" (31.01.2011 © by gutjahr)

Nah an den Menschen, ohne Vorurteile und wohl auch nicht immer ganz gesetzestreu, denn die Ausgangssperre hat er genauso ignoriert wie das ägyptische Volk. Lieber wollte er auch nachts um 2 Uhr nochmal auf dem Tarhir-Platz (Platz der Befreiung) bei den Leuten sein. Seine Bilder mögen etwas verschwommen sein, aber diese Art der Berichterstattung ist mir tausend Mal lieber als ein langjähriger Ägypten-Korrespondent, der vor einer Greenwall im feinsten Anzug sitzt und seine Eindrücke in 60 Sekunden kurz während einer tagesschau-Schalte schildern darf.

Gott sei Dank hat aber auch die ARD jetzt erkannt, was sie an Gutjahr hat. So war er heute Morgen im Radio (Bayern2) telefonisch zugeschaltet und auch in der Tagesschau. Auch der Ereigniskanal Phoenix berichtet nun endlich live. Meiner Meinung nach haben sie sich aber etwas lange Zeit gelassen.

Abschließender Satz: seine Bilder stellt er bei Flickr unter CC-Lizenz zur Verfügung. Und spenden kann man ihm auch via Paypal ;-)

Bezahlte Blogeinträge — OK oder No-go?

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Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren. Wie findet ihr bezahlte Artikel in meinem Blog. Für Trigami blogge ich ja nun schon eine ganze Weile. Getestet habe ich zum Beispiel LED-Taschenlampen, ein Brettspiel mit Videoanleitung oder auch Akkus für meine Kamera. Alles Produkt-Reviews, bei denen ich ohne schlechtes Gewissen sagen konnte, kauft’s euch, ich hab sie für gut befunden.

Produkt-Anzeigen gab es eigentlich nur zwei, einmal Fiat und einmal brand4friends. Alles in allem gab es gerade einmal 17 bezahlte bei 413 Artikeln insgesamt, macht also gerade einmal einen Anteil von 4%. Ansonsten ist und bleibt mein Blog ja werbefrei. Keine Google Ads und auch keine hässlichen Banner oder Popups.

Ich find nichts verwerfliches daran und habe mich letzte Woche noch bei einer zweiten Plattform, die ebenfalls solche Aufträge vermittelt, angemeldet. Vielleicht steigt der Prozentsatz dann auf 7 oder 8% aber ich werd’s bestimmt nicht übertreiben und auch weiterhin nur Kampagnen, die zu mir passen auswählen. Arzneimittel und irgendwelche Wunder-Heilmittel fallen also schon mal per se komplett weg.

Trotzdem wollt aber trotzdem mal hören, was meine Leser dazu sagen. Also her mit euren Meinungen :-)

Passend dazu das ultimative Symbolbild für Geld ;-)

Passend dazu das ultimative Symbolbild für Geld ;-)

Ein Herz für Blogs und Blogger

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Ein Herz für Blogs

Ein Herz für Blogs

Ich bin recht spät dran, ich weiß. Aber das Wetter am Pfingstsonntag und -montag war einfach zu genial, um daheim in der Bude zu sitzen. Also blieb der Blog-Eintrag unerledigt auf der To-Do-Liste ;)

Die Aktion (sowie die Grafik) stammt von uarrr.org – darauf aufmerksam gemacht hat mich der @dominiksichling. Aber jetzt genug gelabert, zu meinen Lieblingsblogs, ich sortier sie alphabetisch. Find alle toll!

  • dreambox-blog.com – Wer nicht jeden Tag die Zeit hat das komplette IHAD nach News abzuscannen, findet hier eigentlich immer eine gute Zusammenfassung, sobald es Neuigkeiten gibt.
  • lilahi.de – Ein (meiner Meinung nach) leicht chaotisches Nordlicht, das nun in Stuttgart lebt und gern einmal um 4 morgens mit der S-Bahn zur Arbeit fährt oder ausführlich bloggt, wenn 2 neue Nagellack-Teile und ein Buch gekauft wurden.
  • livingthefuture.de – Ein privater Blog, bei dem der Name eigentlich Programm ist. Hier findet man fast jeden Tag neue Blogeinträge rund ums Web2.0. Geführt wird er von @bicyclist, den ich eigentlich nur kenne, weil es einer ersten Twitterer aus Schwäbisch Hall war.
  • m4gic.net – Ein absoluter Apple-Freak. Sein Blog ist voll damit, auch wenn ich keiner bin, bisschen mitreden können will ich trotzdem.
  • m4ki.de – Ich geb zu all ihre Blogeinträge les ich nicht, manchmal sinds mir zu viele Gefühle, aber wenn sie eine neue Tasche gekauft hat, dann möcht ich darüber schon ausgiebig informiert werden. Und das ist nicht ironisch gemeint! Die liebenswürdige Art macht es :D
    Und wenn ich schon dabei bin. Bei ihrem Freund bin ich auch öfters auf dem Blog torschtl.de. Nur am Logo & Theme sollte es noch ein bisschen arbeiten.
  • sichling.de – Mein Lieblingsradiomoderator aus Nürnberg. Ok, ich kenn dort eh nur einen, aber trotzdem ‘n netter Kerl. Müssen endlich mal noch ein gemeinsames Bier im Reallife trinken.
  • smirne.net – Schon wieder ein S-Bahn-Fahrer (aber auch U-Bahn). Von ihm erfährt man jeden Tag neues aus München und Umgebung.
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