Rückblick aufs Barcamp vor der Haustür

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Die Überschrift stimmt nicht ganz, aber immerhin fast vor der Haustür. Nach dem Barcamp in Hannover mit 6 Stunden Anreise waren die 80 Kilometer nach Stuttgart ja ein Klacks. Auf hin und her pendeln hatte ich trotzdem keine  Lust und so hab ich einfach @HubertMayer gefragt, ob bei ihm noch ein Platz auf der Couch frei wär. Keine 5 Minuten später kam schon das O.K. Hierfür nochmals besten Dank!

Los ging das Barcamp-Wochenende am Freitag gegen 19 Uhr im Steigenberger Hotel direkt am Hauptbahnhof. Es gab ein Buffet, das 25 Euro kostete, 10 davon wurden über die Barcamp-Sponsoren abgedeckt. Die Getränke gingen nochmals extra. 3,50 Euro für ein 0,2 Liter Cola-Gläschen. Ja man hat gemerkt, dass die Location nicht so optimal für ein Barcamp ist. Weiß der Jan aber selbst und hat versprochen nächstes Jahr wieder früher danach zu suchen, damit wir etwas Passenderes finden. Das Buffet war übrigens für 70 Personen bestellt, 50 kamen und es war trotzdem zu früh alle und wir mussten nochmals nachbestellen. Keine Ahnung, ob wir so viel gefressen haben oder die so schlecht rechnen.

Freitagabend im Steigenberger (Foto by @YvonneSim)

Freitagabend im Steigenberger (Foto by @YvonneSim)

Gegen 22 Uhr sind wir dann in einer kleinen Gruppen Richtung Palast der Republik weitergezogen. Dass wir am 30. September spätabends noch im T-Shirt draußen sitzen konnten fand ich einfach nur toll. Nach ein paar Bier gings dann noch weiter ins Waranga. Und wieder spielte sich alles im Freien ab. Irgendwann viel zu spät ging es dann zu Huberts Couch. Geschlafen hab ich prima, nur war die Nacht viel zu kurz.

Der Samstag begann recht früh, aber nach einem kleinen Frühstück war ich wieder einigermaßen fit. Es folgten die Begrüßungs- und Vorstellungsrunde. Jeder der rund 200 Teilnehmer stand kurz auf, nannte seinen Namen und 3 Stichwörter, für die er sich interessiert. Die Runde ist immer ziemlich langwierig, aber ich find es gehört einfach dazu. Alle merken kann man sich sowieso nicht, aber der Trick liegt darin, dass man sich nur die Interessanten merkt. 😉

Um 11 Uhr begann dann die Sessionplanung. Hier ist es noch wichtiger als bei der Vorstellungsrunde, dass man sich das Interessante gleich schon einmal vormerkt. Später standen leider nur noch die „Überschriften“ auf dem Sessionplan. Wurde aber bereits als Kritik angemerkt, soll nächstes Jahr besser werden. Eine kurze Beschreibung in 1-2 Sätzen gehört noch dazu.

12:00 Uhr: Kirche & Social Media (Speaker @alexschnapper)
Gegen Mittag dann endlich die erste Session. Eigentlich hab ich die Session über Kirche 2.0 schon in Karlsruhe besucht, aber da mich die anderen Sessions nicht so wirklich interessierten, ging ich einfach nochmal hin. Alexander Schnapper ist Drupal-Entwickler bei evangelisch.de, aber da die Redakteure mit Social Media nicht ganz so erfahren sind, macht er das einfach noch mit. Natürlich gab es auch wieder ein paar Seitenhiebe auf die andere große Kirche. Und die Session fand draußen an der frischen Luft statt. Wir hatten ja immer noch bestes Wetter.

Unsere Räumlichkeiten bei der MFG im Literaturhaus. (Foto by Eric Späte)

Unsere Räumlichkeiten bei der MFG im Literaturhaus. (Foto by Eric Späte)

Mittagspause:
Eine richtige Mittagspause gab es nicht, aber verhungert bin ich deswegen trotzdem nicht. Das Essen von esskultur.biz war einfach super lecker. Salate, Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen. Damit Nicht-Schwaben gleich mal wussten, was Schwäbische Nationalgericht ist. Wenn mal jemand in Stuttgart einen Catering-Dienst sucht. Absolut empfehlenswert!

13:00 Uhr: Workplace of the future NOW (Speaker @bicyclist)
Wer Uwe kennt, der kennt auch sein Lieblingsthema. Wie sieht der ideale Arbeitsplatz der Zukunft aus. Ich kam aufgrund des Mittagsessen erst relativ spät und bekam nicht alles mit. Als ich reinkam wurde schon fleißig in der Runde diskutiert. Seine Vortragsfolien kann man auf prezi.com online abrufen.

14:00 Uhr: Usability (Speaker Daniel Schmidt)
Mein Kopf kann sich gerade nicht daran erinnern. Ich hoffe die Erinnerung kommt wieder. Helft mir doch mal mit 3-4 Stichwörtern auf die Sprünge 🙂

15:00 Uhr: Oxid eCommerce & Co (Speaker @tabsl)
In dieser Session wurde über die großen Onlineshop Systeme unter anderem über Magento und XTcommerce gesprochen. Auch die Facebook-Kampagne von netbooks-billiger.de kam zur Sprache.

16:00 Uhr: Notizen eines Auszeitlers (Speaker Frank Hamm)
Ich hatte am Morgen @alexschnapper und einem Anderen zugehört, als sie über Australien sprachen und irgendwie dachte ich nun, dass es in der Auszeit-Session um Australien geht. War aber nicht so. Ging um eine zehnwöchige Auszeit im Berufsleben und Jobwechsel mit 50. War für mich dann nicht mehr ganz so interessant. Aber wer die ganze Geschichte nachlesen will, findet sie im Blog von Frank Hamm. Die Präsentation gibt es auch online.

17:00 Uhr: Pause
Eigentlich wollte ich ja in die Mobile Fotografie-Session. Aber irgendwie habe ich mich glaub verquatscht im Foyer und ging dann noch nur ein wenig an die frische Luft, bevor es um 18 Uhr schon wieder Abendessen gab. Draußen wurde eifrig über die EU und das Rettungspaket diskutiert. Der @tmmd scheint mir nicht gerade der größte Euro-Freund zu sein. Aber wenn er selbst nur ab und zu mal nach Polen reist, dann ist klar, dass er die gemeinsame Währung nicht so wirklich zu schätzen weiß. Aber was sind schon 211 Milliarden. Ich hatte andere Probleme….

Irgendwann hab ich es aber dann doch noch geschafft, etwas vom leckeren Abendessen zu vertilgen. Am Abend wurde wieder eine Werwolf sowie TAC-Session angeboten. Auf beides hatte ich keine Lust, so lief es auf 1-2 Wulle-Bier raus. Achja und @pingu hat mir noch ein paar Bilder von seiner Asien-Reise gezeigt. Höhepunkt war dann um 22 Uhr das gemeinsame Film gucken: Kamakia – Die Helden der Insel. Genialer Film, schaut Euch den unbedingt mal irgendwo an!

Nach Filmende ging es ins Besitos Cocktail trinken. Viel über Onlineshops mit Erotikprodukten gelernt. Lustige Runde war das! Ihr könnt Euch denken, es wurde wieder spät….

Sonntag:

Die Vorstellungsrunde fiel heute deutlich kürzer aus. Ungefähr eine Hand voll Neuankömmlinge haben sich zu Wort gemeldet. Zu Samstag muss ich noch erwähnen. Bei der Frage, ob es das erste Barcamp sei, da meldete sich fast die Hälfte! Am Sonntag hab ich dann auch endlich mal @malte_politicus getroffen, bisher kannten wir uns nur über dieses Onlinedingens.

Sessionplanung am Sonntag (Foto by @YvonneSim)

Sessionplanung am Sonntag (Foto by @YvonneSim)

11:00 Uhr: Identity Management (Speaker: Tobias E.)
Streng genommen hatte ich mich unter dem Titel ein wenig etwas anderes vorgestellt, aber das soll jetzt nicht heißen, dass die eigentliche Session uninteressant war. Im Gegenteil: Tobias beschrieb die komplexen Prozesse, die in großen Unternehmen mit vielen kleinen Software-Paketen ablaufen müssen, wenn zum Beispiel eine Angestellte heiratet und in allen Systemen der Nachnamen geändert werden muss. Oder wenn einer befördert wird und weitere Rechte bekommt und so weiter. Sehr spannendes Thema. Am meisten Rechte haben übrigens immer die Azubis. In jeder Abteilung bekommen sie im Laufe ihrer Ausbildung ein paar, nur wegnehmen tut sie ihnen keiner mehr.

12:00 Uhr:  AR-Drone (Vorführung Frank Stohl)
Bevor ich jetzt viel schreibe, binde ich einfach mal das Video ein. Dort könnt ihr sehen, wie die Session ablief. In einem zweiten Video gibt es Bilder der Onboard-Kamera.

Punkt halb eins bin ich dann wieder rein, war schließlich Mittagessenszeit! Auch diesmal wars wieder sehr lecker!

13:00 Uhr: Contao – Vorstellung des CMS (Speakerin @Zwergschwein)
Mindestens zweimal hat es Marie schon angekündigt, auch mal eine Session zu halten. Auf unserem vierten gemeinsamen Barcamp – und ich war nur auf vier – in Stuttgart war’s jetzt endlich so weit. Am Vortrag hatte ich nichts auszusetzen, zunächst gab es eine Präsentation und dann hat sich Marie noch ins Backend einer Seite eingeloggt und gezeigt, wie Artikel angelegt werden, Seiten vorschoben werden können und vieles mehr. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wie man dort noch einen öffentlichen Kalender einbauen kann und dann steht dem Relauch von fronrot.de eigentlich nicht mehr im Weg. Außer dass mir halt die Zeit fehlt, aber sonst eben nichts mehr.

14:00 Uhr: Geile Twitterbots (Speaker @sauerstoff)
Frage vorweg: was haben Karsten und Marie gemeinsam? Richtig, auch er war auf all meinen 4 Barcamps. Die Session war genial. Reden kann er halt, der Frankfurter Jung. Zunächst hat er uns gebeten einen kleinen Tweet an @erinnermich zu schicken. Die korrekte Syntax hierfür lautet @erinnermich um 13:00 Uhr an XY oder @erinnermich morgen/übermorgen um 10:00 Uhr an Z. Natürlich dürft ihr die Uhrzeit frei wählen. Als Antwort kommt dann einen Tweet zur entsprechenden Uhrzeit, der auf den Ursprungstweet verlinkt. Und das find ich nicht so schön. Das Tweet anklicken und laden lassen dauert auf dem Handy immer lange, schöner wär’s meiner Meinung nach, wenn der Tweet zitiert würde. Dann fallen natürlich einige Zeichen am Ende des Tweets weg.

Nächster Bot war @einkaufsliste. Funktioniert im Prinzip ähnlich. Einfach @einkaufsliste Tomaten, Bier, Brot, Chips twittern, wenn ihr wollt noch mit Hashtag #edeka oder was auch immer. So lassen sich die Elemente gruppieren. Probiert’s einfach mal mit einem zweiten Beispiel @einkaufsliste Winterreifen, Motoröl #atu aus. Wichtig sind die Kommas! Wer einfach nur To-Do-Listen führen will, der twittert dies an @meineliste. Funktioniert anonsten aber genau gleich.

Bei beiden bisher genannten Bots kann man sagen, gut braucht man jetzt nicht wirklich. Schließlich gibt es ja auch Erinnerungsfunktionen im Handy, Kalender usw., aber beim dritten Bot, da zählt dieses Argument nicht mehr. Diesen finde ich richtig cool, er heißt @dbLocator. Man muss einfach nur „Sitze im ICE123“ mit Hashtag #dbl twittern. Erkennt der Bot jetzt noch einen zweiten Twitternutzer, dann schreibt er beide an mit „Hey ihr sitzt im gleichen Zug“. Auf der Fahrt nach Berlin hab ich so @alipasha kennen gelernt. Daher ist das mein Lieblingsbot, da er eben auch nicht durch irgendeinen Kalendereintrag ersetzt werden kann.

Der @mahrko in typischer Barcamp-Haltung (Foto by Uwe Hauck, mit ck!)

Der @mahrko in typischer Barcamp-Haltung (Foto by Uwe Hauck, mit ck!)

15:00 Uhr:  ESSEN -> Smoking, LowCarb & Co (Speaker @tabsl)
Ich wollte mal eine Session fernab von all dem Internet und Computerdings hören. Und da war das wohl eine gut gewählte. Wir saßen kreisähnlich in einer Art Selbsthilfegruppe und jeder konnte seine Erfahrung und Argument einbringen. Auch wenn ich glaub nur zugehört und nicht mitdiskutiert hab, fand ichs trotzdem interessant.

16:00 Uhr: Abschluss-Session und Aufräumen
Das Barcamp verging wieder viel zu schnell. Bis auf die Party am Freitag hatte @jantheofel alles super organisiert. Mir hat es zumindest zu keiner Zeit an etwas gefehlt. Müssen wohl auch die anderen so gesehen haben, denn er bekam die längsten Applaus und Standing-Ovations. Fast genauso lang war der Applaus für Coca-Cola und die Medien- und Filmgesellschaft. Die MFG stellte uns die Räumlichkeiten im Literaturhaus. Schön zentral mitten in der Stuttgarter Innenstadt. Schade nur, dass der Paternoster-Aufzug am Wochenende nicht lief, aber ich hatte den Hausherr @winchenbach gefragt, das hing damit zusammen, dass das Sicherheitspersonal, falls mal einer den Notausknopf drückt am Wochenende nicht arbeitet. Um es mit den Worten von Andreas Lohrum zu sagen:

Ohne Cola wäre das Barcamp wohl ins Wasser gefallen, denn als Jan 3 Wochen vor dem Barcamp noch ein großer Betrag gefehlt hat, da kam Coca-Cola und hat gefragt, wie viel braucht ihr noch. Und so konnte das Barcamp doch statt finden und keiner musste hungern… 😉

Soll jetzt natürlich jetzt nicht heißen, dass die anderen Sponsoren weniger wichtig gewesen waren: daher will ich hier auch nochmal alle namentlich nennen und ihnen nochmals allen danken! ictjob.deeQuadriga, coworking 0711, Mosaiq Media, dmc – digital media center, Küchenaltlas, Diem&Partner RechtsanwälteNetformic, Lightwerk, Kurvenkönig (Motoradkleidung)aexea, Mitfahrzentrale flinc. Und Sachspenden gab es noch von myMuesli, GreenCoffeeCup, mixxt.de und natürlich wie bereits erwähnt von esskultur.

Schöne Zusammenfassung gibt es auch noch auf den Seiten der Stuttgarter Zeitung (man beachte, wie oft ich da auf den Fotos zu sehen bin *g*) und weitere Blogeinträge findet ihr über das Wiki.

Nach dem Aufräumen und einem Abschlussbier ging es dann noch veganisch Falafel essen im Vegi Voodoo King und danach nochmal zum Palast der Republik. Ihr ahnt schon: auf ein weiteres Abschlussbierchen. Komplett nüchtern erträgt man die Heimfahrer vom Cannstatter Volksfest im Zug ja ohnehin nicht.

Abschließend lässt sich nur noch einmal sagen: Herzlichen Dank Jan, vielen Dank an die Sponsoren, an Hubert für die Couch und natürlich alle Teilnehmer. Wir sehen uns in Hamburg, Mainz oder München wieder 😉

Update:
Ich Idiot. Timetabler vergessen zu verlinken. 😉

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Kommtare:

5 Antworten zu “Rückblick aufs Barcamp vor der Haustür”


  1. Ich hab den Nils (@Fripi) vergessen. Den hab ich nämlich am Freitag und Sonntag in Echt getroffen.

    Im Gegensatz zu @kleinerdr3i nicht im St. Oberholz oder einer Dönerbude davor, sondern vor der BW-Bank in der Zwischenebene der Arnulf-Klett-Passage im Hauptbahnhof.

    Somit wär das auch mal schriftlich festgehalten. 😉


  2. Haja, schön war, und bist natürlich auch wieder herzlich eingeladen… So pflegeleichte Gäste sind immer gut 😉


  3. Vielen Dank für die Erwähnung von MOSAIQ MEDIA und den Link! 🙂


  4. @Henning Ehrensache 😉

    @Hubert Guuuut. Dann nehm ich das Angebot gleich mal an. Vielleicht kann ich dann auch ein wenig vom 1000 Gramm Nutella-Glas essen 😀
    Guck mal nach wegen Mindeshaltbarkeitsdatum. Muss Jan halt den Termin des Barcamps danach richten….


  5. […] ja anders als man denkt. Die genaue Beschreibung der Bots lest ihr bitte im Artikel über’s Stuttgarter Barcamp nach. Neu war dieses mal, dass @calibanatspace dabei war. Jochen, der Programmierer, ging mehr […]

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