Rückblick auf Trip #25: Hamburg, Flensburg und Dänemark

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Jetzt geht es ans Eingemachte! Ich habs versprochen, also will ich nun auch mein Wort halten. Es wird nicht ganz einfach, denn ich war nicht ja nicht gestern oder vorgestern in Hamburg, nein, ich war dort am 19. August 2008!  Es war der letzte Reisetag meiner Deutschlandtour und leider hab ich aus mir nicht mehr ganz verständlichen Gründen nie darüber gebloggt. Auch der Abschlussbericht fehlte noch, aber den hab ich Donnerstagnacht runtergetippt!

So jetzt also zurück zu Hamburg. Ich wollte in Hamburg unbedingt noch das Miniaturwunderland sehen. Aber es waren Sommerferien und ich hatte absolut keinen Bock, den halben Tag davor Schlange zu stehen. Auf der Homepage haben die Betreiber ein Tool, das prognostiziert, wie viele Minuten Wartezeit man an Tag  X zu Uhrzeit Y ungefähr haben wird. Es war ziemlich abschreckend und ich hatte erst kurz davon in Berlin einen halben Tag mit Schlange stehen vor dem Pergamonmuseum verbracht. Eine andere Lösung musste her. Und die gab es sogar!

Ich brach in Würzburg nämlich um 02:30 Uhr mit dem D-Zug (ja ganz ausgestorben ist diese Zuggattung doch noch nicht, sogar 2011 existiert es diese Verbindung noch!) auf nach Hamburg. Meine Ankunft war um 8.45 Uhr. Perfekt – um 9 machte das Miniaturwunderland auf! Vom Hamburger Hauptbahnhof ist es nicht weit in die Speicherstadt und ich war kurz nach 9 Uhr dort. Ich hatte zwar eine scheiß Nacht, aber ich war drin und das Wunderland noch komplett leer. Das sollte sich gegen Mittag ändern!

Doch zurück zur Fahrt: die hatte es nämlich in sich, denn auch nach 3 Jahren, weiß ich noch ziemlich genau wie sie ablief. Ich stieg in Würzburg in den Zug, ein und durfte nur einen Waggon benutzen, der Rest war meines Wissens mit Schlafsesseln ausgestattet, das hätte man extra bezahlen müssen. Im besagten Waggon gab es ca. zehn bis zwölf 6er-Abteile: alle schon besetzt bis auf eines, das eine hat mir der Zugbegleiter gezeigt, nachdem ich auch 5 Minuten nach Abfahrt noch im Gang umher stand.

Bevor ich jetzt weiter erzähl müsst ihr Euch folgende Szene aus dem Film Eurotrip angucken!

Genau an diesen schmierigen Typen erinnerte mich nämlich der einzige Mitfahrgast im letzten freien Abteil. Er saß schon drin und hatte 2 Aldi-Tüten als “Reisekoffer”. Mehrmals wollte er mich in ein Gespräch verwickeln, aber ich tat so als wär er Luft. Etwas zu trinken hat er mir glaub auch angeboten, aber ich wollte mit dem nichts zu tun haben.

Eigentlich wollte ich die 5 Stunden Bahnfahrt nutzen, um ein wenig zu schlafen, aber das war jetzt gestrichen. Ich wollte um alles in der Welt bloß nicht einschlafen. Gott sei Dank hatte ich ein Buch dabei. Ich kann nicht mehr genau sagen welches, ich dachte eigentlich es wäre Senk ju vor for trävelling with Deutsche Bahn gewesen, aber das passt nicht zum Blogeintrag, den ich über das Buch geschrieben hab. Ich das Buch nach Hamburg nämlich fertig gelesen und langweilte mich die letzte Stunde tierisch. Und von Senk ju vor trävelling schreibe ich, dass ich am Tag darauf auf der Fahrt von Würzburg nach Ansbach noch gelesen hätte. Ich weiß also nicht mehr, was ich da gelesen hab, aber ist ja auch nicht so wichtig. Es hat mich wach gehalten und ich hab die Fahrt heil überstanden. Nur war ich nun etwas unausgeschlafen, was auch kein Kaffee wieder wettmachen konnte.

Zurück zum Wunderland. Ich kannte es bisher nur aus kabel1-Reportagen und war so fasziniert von all den Details, dass ich bis in den Nachmittag dort blieb. Obwohl das Wunderland schon nicht billig war, kaufte ich mir noch ein extra Ticket zu einer Führung hinter die Kulissen. Und ich muss sagen, scheiß auf die zusätzlichen 15 Euro, das wars wert! Man wandert in einer Gruppe von 7-8 Leuten hinter die Anlage. Manchmal musste man echt den Bauch einziehen, so schmal waren die Wege. Meine Bilder vom Miniaturwunderland sind alle im Picasa-Album zu sehen.

Eine der engsten Stellen der Führung.

Eine der engsten Stellen der Führung.

Irgendwann hab ich die alten Speicher aber dann doch wieder verlassen und bin ein wenig durch Hamburg marschiert. Wo ich genau was, kann ich nicht mehr sagen, ich hab auch keinen Bilder gemacht. Ich weiß nur noch, dass ich irgendwann am Hamburger Dom war, gemeint ist jetzt keine Kirche, sondern das Hamburger Volksfest. Aber lang war ich da auch nicht, es hatte mir glaub zu viele Leute dort. Zurück zum Bahnhof bin dann mit einem dieser Doppelgelenkbusse gefahren. Dies gibt es in Deutschland nämlich nur in Aachen und Hamburg. Musste also ausprobiert werden ;-)

Eines dieser langen Ungetümer!

Eines dieser langen Ungetümer!

Am späten Nachmittag fuhr ich dann noch ein ganzes Stück weiter gen Norden. Über Neumünster bis nach Flensburg, in der Punkte. Ja, aber irgendwie war’s das aber auch schon. Entweder ich war nach den 30 Tagen so am Ende meiner Kräfte und ich tu der Stadt jetzt total unrecht, oder Flensburg ist einfach nur hässlich gewesen. Jedenfalls war die gesamte Innenstadt eine Baustelle, die Kopfsteinpflaster wurden neu gemacht. Vielleicht ist sie jetzt schöner. Top Sehenswürdigkeiten scheint sie ebenfalls keine zu besitzen oder fällt Euch auf Anhieb irgendwas ein? Der Hafen war ein bisschen nett, aber Hallo, ich kam gerade aus Hamburg! Das war ein Hafen!

So hatte in in der Stadt recht schnell Langeweile. Früher heimfahren konnte ich aber nicht, denn mein Zug zurück, denn mein CityNightLiner CNL483 fuhr erst um 22.32 Uhr. Also hab ich beschlossen, ich fahr jetzt mal nach Dänemark. Mit dem Flensburger Stadtbus wars in 20 Minuten zu erreichen. Ich ging davon aus, dass ich dann in einem dänischen Ort lande, aber nein, der Bus hat einfach nur 300 Meter nach der Grenze umgedreht. Da stand ich also nun. 300m hinter der dänischen Grenze und meine einzigen Andenken ans das Land sind 4 Verkehrsschilder. Mehr gabs nämlich nicht zu sehen. Weiter fahren konnte ich ohne Dänische Kronen auch nicht ;-)

Ich bin dann wieder zurück auf die deutsche Seite gelaufen und fand dort eine Art Duty-Free Shop. Aber die besten Zeiten hatte der wohl auch schon hinter sich. Die 100m lange Außenrolltreppe von der Straße hoch war mit Planen abgedeckt und mit Moos bewuchert. Im Laden gabs ohnehin nur Ramsch also fuhr ich mit dem nächsten Bus zurück in die Innenstadt und hab noch kurz Proviant gekauft. Danach bin ich wieder zum Bahnhof gelaufen.

Den Nachtzug “Hans Christian Andersen” gibt es heute nicht mehr, aber ich weiß aber noch, dass er aus Kopenhagen kam und sonst nur noch in Neumünster hielt, nicht in Hamburg, Hannover bin ich mir nicht mehr sicher und dann erst wieder in Würzburg. Laut einem Eisenbahner-Forum wurde er wohl zum 10.12.2010 eingestellt. Dafür gibt es jetzt einen neuen Nightliner ab Flensburg, dieser fährt aber über Frankfurt nach Basel und nicht mehr via Würzburg nach München.

Ihr erinnert Euch noch an meine Hinfahrt nach Hamburg? Ich hatte schon große Angst, dass ich wieder kein Auge im Zug zu machen würde. Aber diesmal wars deutlich entspannter. Der Zug kam pünktlich um halb 11 und ich suchte meinen reservierten Platz. Ja weil Nachtzüge durfte ich ja nur mit Reservierung benutzen. Hat aber keine Sau kontrolliert, die 4 Euro hätte ich mir also sparen können. In meinem 6er Abteil saßen diesmal 3 Jugendliche aus Italien. Zwei auf der einen Seite, einer quer über alle 3 Sitze. Einer davon war meiner, also hab ich ihn geweckt und meinen Sitzplatz eingenommen. Geredet haben wir glaub nichts, aber es dauerte keine 20 Minuten, da hat er sich auf den Fußboden verzogen und sich dort wieder schlafen gelegt. Mir gehörten jetzt die 3 Sitzplätze.

Zwei Wecker hatte ich mir gestellt, dass ich morgens gegen 7 Uhr nicht in Würzburg verschlafe. Genutzt hat’s nicht, aufgewacht bin ich irgendwie nicht. Als ich zum Fenster raus geschaut hab, fuhren wir gerade durch Neustadt an der Aisch. Für die Nicht-Franken unter Euch: das ist gute 50km hinter Würzburg, eigentlich schon fast näher an Nürnberg. Ich hatte also verpennt! Ganz so wild wars mit meiner Flatrate aber ja nicht. Ich fuhr einfach bis Nürnberg und mit dem nächsten ICE wieder zurück nach Würzburg. Gegen 9 Uhr war ich wieder Zuhause und hab mich glaub erst einmal eine Runde hingelegt.

Meine Bahn-Statistik Trip #25: insgesamt:
Bahnkilometer: 1550,8 km 21.213,2 km
Im Zug verbrachte Zeit (inkl. Umsteigen): 20h 25min 225h 03min
Regulärer Fahrpreis: 261 EUR 3932 EUR

Rechnet man jetzt noch die Heimfahrt nach Fronrot dazu, dann landet man bei ungefähr 21.300 Bahnkilometern in 4 Wochen. Auf meinem Fotobuch steht 22.222km: soviel sind es leider doch nicht ganz geworden, denn wie gesagt musste Trip #26 (einmal Komplettrundreise Deutschland) ja leider ausfallen, irgendwie wusste ich das im Herbst, als ich das Buch erstellt hab dann wohl selbst nicht mehr so genau.

Ein wenig Stolz bin ich ja schon auf mich, dass ich aus meinem 249-EUR-Ticket knapp 4000 EUR rausgefahren habe ;-)

Damit wär dann das Kapitel Deutschlandtour in meinem Blog abgeschlossen! Mit etwa 3 Jahre Verspätung. Naja ich hab mich eben an der Bahn orientiert, die war auch nicht immer ganz pünktlich!

Wenn ihr nicht wisst, was ihr mit euren Sommerferien anfangen sollt….

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Die größte Schande in meinem Blog ist ja, dass hier immer noch 3 Artikel von Sommer 2008 im Entwurfsbereich herumlungern aber nie fertig geschrieben wurden. Warum? Wieso und überhaupt?

Dazu muss ich jetzt etwas weiter ausholen. Mein Blog entstand im Juli 2008 aus einer spontanen Laune heraus – ich wollte ein Reisetagebuch für meine Deutschlandtour führen. Für die Semesterferien im Sommer 2008 hatte ich mir ein besonderes Bahnticket, das auf den Namen Deutschland-Pass hörte, gekauft. Stellt es euch wie eine auf vier Wochen befristete Bahncard100 vor, all you can ride sozusagen. Nur Nachtzüge und ICE-Sprinter kosteten Aufschlag. Aber ansonsten hatte ich in ganz Deutschland freie Fahrt. S-Bahn, Regionalbahnen, InterCity und ICE. Alles das gab es für 249 Euro für “Jugendliche” bis 27 Jahre. Darüber kostete das ansonsten identische Angebot dann 299 Euro.

Meine Bahncard 100!

Meine Bahncard 100!

Ich hab fleißig gebloggt, jeden Tag, jede Stadt ist dokumentiert, bis auf den zweitletzten und letzten Tag. Außerdem wollte ich noch einen Abschlussbericht schreiben. Dazu kam irgendwie nicht mehr. Das sind die 3 Artikel im Entwurf. Mein letzter Reisetag war der 20. August, das war ein Mittwoch und zwei Tage später begann ein großes Open Air-Festival (Rock for Nature) hier in der Region. Dafür hatten wir über c-inside.de kurzfristig 6 VIP-Pässe mit Zugang ins Pressezentrum bekommen. Einer davon gehörte mir und so war ich eigentlich 3 Tage Nonstop dort. Es gab ja auch den ganzen Tag lang kostenlos Essen und Trinken. Was dann kam weiß ich nicht mehr, aber irgendwie wurden die Einträge eben nie mehr geschrieben.

Bis jetzt! Aber ich verspreche jetzt hiermit, dass ich den Trip nach Hamburg (Nummer #25) kommende Woche noch aufarbeiten werde im Blog.

Trip #26 musste leider ausfallen, geplant hatte ich die sinnloseste Fahrt überhaupt. Ohne Ziel sollte es von Würzburg über Frankfurt ins Ruhrgebiet über Bremen, Hamburg, Berlin bis nach München zurück nach Würzburg gehen. Der Fahrplan stand und ich wollte einfach nur Strecke machen! Als hätte ich die 4 Wochen davor noch nicht genug im Zug gehockt. Gute 20.000 Bahnkilometer – wohlgemerkt in 4 Wochen – hatte ich zu dem Zeitpunkt schon hinter mir. 213 Stunden und 37 Minuten habe ich mir penibel genaustes notiert. Trip #26neu wurde dann nur noch die Fahrt wohl Würzburg nach Fronrot. Aber nicht wie sonst immer über Ansbach, ne ich fuhr über Frankfurt – Mannheim und Stuttgart. Einen kleinen Umweg konnte ich mir nicht verkneifen.

Weltmeisterinnen-Pass 2011

Doch warum erzähl ich das jetzt? Gestern Abend hab ich aus Langeweile ein wenig durch die Timeline von @DB_Bahn gescrollt und da gelesen, dass es genau mein Ticket auch dieses Jahr wieder gibt. Es ist nicht mal teurer geworden! Es heißt jetzt nur Weltmeisterinnenpass. Würde ich noch in Würzburg wohnen, einen ICE-Bahnhof vor der Haustür und 4 Wochen Urlaub haben, ich würde es sofort nochmal kaufen. Leider scheiterts am hauptsächlich ICE-Bahnhof. Ich brauch ja von hier schon mal rund 1,5 Stunden bis ich in der nächsten Großstadt bin. So macht’s keinen Spaß.

Update 2012:

Auch dieses Jahr gibt es den Deutschland-Pass wieder. Alle bisherigen Konditionen sind unverändert. Zusätzlich gibt es noch eine Art Kinderpass für alle unter 18 Jahren für 99 Euro.

Aber wenn ihr Zeit habt, dann kauft das Ticket, habt eine schöne Zeit und schaut Euch Deutschland an!

Ihr könnt für 8 Euro am Tag reisen wohin ihr wollt, das ist quasi geschenkt! Ich glaub ich hab in den 4 Wochen mehr Geld für Schließfächer ausgegeben als für das Ticket. Laptop war ja fast immer mit dabei! Musste im Zug ja bloggen oder die am Vortrag aufgenommenen TV-Sendungen anschauen.

Mein Sommer 2008 war einfach eine geniale Zeit. Natürlich hab ich nichts depubliziert. Alle alten Einträge sind noch online! Neben all den digitalen Erinnerungen hab ich auch noch ein Fotobuch von meiner Deutschland-Tour. Das schau ich mir immer wieder mal gerne an.

Mein Fotobuch. Um die 60 Seiten voll mit Bildern!

Mein Fotobuch. Um die 60 Seiten voll mit Bildern!

Rückblick auf Juni & August 2008

Trip #1 Schwörmontag Ulm
Am ersten Tag fuhr ich von Fronrot nach Würzburg, Wäsche hinbringen und dann nach Ulm, denn es war Schwörmontag. Eine lange Nacht war das. Daheim in Würzburg war ich um 9 Uhr früh am nächsten Tag. Danach bis 14 Uhr gepennt und der Tag war somit eigentlich gelaufen. Außer eine Vorschau auf #Trip 2 hab ich nichts mehr gemacht. Ich hätte mich hinterher dafür in Arsch beißen können. Einen ganzen Tag so verschwendet. Wo hätte ich überall hinfahren können. Mensch!

Trip #2 Frankfurter Flughafen & Heidelberg
Da ich ohnehin etwas Aufenthalt in Frankfurt hatte nutze ich die Gelegenheit und bin auf die Besucherterrasse im Terminal 2 und hab dort etwas Plainspoting betrieben. Aus dem Zug nach Mannheim gab es dann einen Livepost. Vor 3 Jahren schon. In Heidelberg Touri-Programm.

Trip #3 Obama-Besuch in Berlin
Obama war auf Wahlkampftour in Europa und machte Station in Berlin. Ich war mit dabei. Vorm Hotel Adlon sogar zwischen den Reportern von n-tv, alle hatte Presseakkreditierungen, nur ich hatte mich irgendwie rein geschummelt in die Pressezone. (Es gibt 2 Rückblickartikel auf Berlin, erst eine Kurzfassung und nochmals eine Langfassung, wieso ich das gemacht hab weiß ich nicht mehr!) Vielleicht weil ich auf der Rückfahrt 2 Mädels im Zug belauscht und darüber gebloggt hab?

Trip #4 Straßburg
Ja auch das Ausland hab ich einige Male besucht. Dazu hab ich mir einfach Anschlusstickets gekauft. Hat nach Frankreich rüber gerade mal 2,85 EUR gekostet. Man muss dazu sagen, ich hatte damals noch eine Bahncard50. In Straßburg klassisches Touri-Programm.

Trip #5 Kiel & Sylt
Irgendwie hatte ich mir eine Schlafgelegenheit bei Katschi in Kiel erschnorrt. Ansonsten bin ich Abends immer wieder nach Würzburg zurück gefahren. So ging’s also nach Kiel und noch an den Strand irgendwo an der Ostsee. Am nächsten Tag fuhr ich weiter nach Sylt. Die Fahrt von Westerland nach Altona war meine geilste Bahnfahrt ever! Cola-Korn und 20 Mädels. Lest es unbedingt nach ;-)

Trip #6: Düsseldorf, Dortmund, Unna & Ennepetal
Zum ersten so Richtig rein in Ruhrgebiet, da insgesamt leider viel zu kurz kam. Morgens in Düsseldorf, Mittags in Dortmund und Nachmittags eine Freundin in Unna besucht. Dann blieb die Lok irgendwo bei Hagen liegen und ich kam an dem Tag eigentlich nicht mehr heim. Aber man kennt ja überall Leute, Marcel angerufen, lieb gefragt und schon hatte ich den nächsten Schlafplatz. Diesmal in Ennepetal.

Trip #7 Stuttgart Mercedes Museum
Irgendwie hatte es sich so ergeben und ich bin von Düsseldorf morgens nach Stuttgart gefahren und wurde dort von Thomas abgeholt. Zusammen ging es in Mercedes Museum und abends heim nach Fronrot.

Trip #8 Queen Mary 2 in Hamburg
Von Fronrot ging es über Würzburg nach Hamburg. Dort wollte ich aber absichtlich erst am späten Nachmittag ankommen. Die Nacht musste nämlich durchgemacht werden. Gegen 4 Uhr lief die Queen Mary 2 aus, da wollte ich dabei sein. Morgens um 5 ging es dann wieder Richtung Hauptbahnhof. Um 6:19 Uhr – die Uhrzeit musst ich nach gucken, aber ansonsten war alles rein aus dem Gedächtnis geschrieben, ihr seht, es hat sich eingeprägt! – ging es mit dem ICE Richtung Basel.

Mit Inhaltsverzeichnis und allen Eintrittskarten eingeklebt!

Mit Inhaltsverzeichnis und allen Eintrittskarten eingeklebt!

Trip #9 Kurzstopp in Freiburg & 2 Tage Basel
Als ich dann irgendwann kurz nach Mannheim ausgeschlafen hatte, im ICE wohlgemerkt, wollte ich irgendwie mal Freiburg anschauen. Dort war ich dann ca. 2 Stunden und dann ging es weiter nach Basel. Wir hatten jetzt 31. Juli und am 1. August ist Nationalfeiertag in der Schweiz. Die Reise war zwar immer nur 1-2 Tage im Voraus geplant, aber ich hatte durchaus ein Gespür dafür, wo was los sein wird! Am Abend gab es dann noch ein großes Feuerwerk und einen tollen Abend mit 2 Amerikanern und einem aus Bulgarien oder so. Am zweiten Tag stand Touri-Programm auf meiner To-Do-Liste. Und weil die Heimfahrt so aufregend war, hat die noch einen extra Blogeintrag bekommen.

Trip #10 Bamberg
Nach einer Nacht im Zug und einer halb durch-gefeierten hatte ich Schlaf nachzuholen. Es ging nur ins beschauliche Bamberg.

Trip #11 Leipzig
Ich glaub im Osten sollte das Wetter an diesem Tag besser sein, also ging es nach Leipzig. Klassischer Touri-Tag. Am Abend gabs Schnitzel in einem Restaurant nur für Schnitzel, das weiß ich noch. Aber wie viel tausend verschiedene Variationen man bestellen konnte, das weiß ich leider nicht mehr.

Trip #12 Bremen und Cuxhaven
Mein erster Regentag. Irgendwie passend für Bremen, zwischendurch hat aber auch wieder die Sonne geschienen. In Cuxhaven war es dann richtig stürmisch den der Nordsee mit Sturmwarnung und allem drum und dran. Aus Süddeutschland einen Tagesausflug die Nordsee! Das macht auch nicht jeder ;-)

Kurzer Zwischenfazit am 5. August
10.000 Kilometer, 100 Stunden und rund 2000 Euro reguläre Fahrtkosten waren schon verfahren.

Trip #13 Wiesbaden & Mainz
Eigentlich stand nur Wiesbaden auf dem Programm, aber dort fand ich es hässlich und langweilig. Viel besser gefallen hatte es mir in Mainz. Viel mehr Flair in der Fußgängerzone. Keine Ahnung, was mich dann noch geritten hatte, aber ich musste unbedingt den Lerchenberg erklimmen, leider durfte ich da noch noch nicht rein. Damals gabs auch noch keinen Twitter-Account! Vielleicht ein Beweis, dass ich auch da schon ZDF-Fan war, das wollte mir ja nie einer glauben!

Trip #14 Magdeburg & Erfurt
4 Landeshauptstädte in 2 Tagen war wohl mein Rekord. In Magdeburg gings mir wieder genauso wie in Wiesbaden. Ohne Stadtführer, ohne große Vorbereitung fuhr ich morgens los und hatte keine Ahnung von der Stadt. Als er mir langweilig wurde, wurden neue Pläne geschmiedet und so gings am Nachmittag weiter nach Erfurt. Da muss ich mal wieder hin, die Stadt kam leider zu kurz.

Halbzeit: Meine Planung für die kommenden 2 Wochen
Hier seht ihr unter anderem die Route, die ich für den letzten Tag geplant hatte. So ziemlich alles von der Liste hab ich noch abgearbeitet, nur für Polen (Stettin) fehlte mir letztendlich auch die Zeit.

Trip #15 Dresden
Herrliche Stadt, ich glaub es hat mir noch für das Touri-Programm gereicht, aber weiter weg hätte die Stadt echt nicht mehr sein dürfen. Ein Jahr drauf war ich dann nochmal 2 Tage dort mit dem Musikverein Fronrot. Außer dem Elbsandsteingebirge kannte ich in der Stadt schon alle Sehenswürdigkeiten.

Trip #16 Ostseeland
Der Trip an die Ostsee war ausnahmsweise mal von vorne rein mit Übernachtung geplant. Wobei geplant: ich konnte ewig keine freie Jugendherberge finden und hab meine in Rostock-Warnemünde dann erst im Zug auf der Fahrt gebucht. In Rostock war zu der Zeit Hanse-Sail und ich hatte zwei tolle Tage (Trip #16a) dort. Am dritten Tag ging es weiter nach Stralsund ins Ozeaneum und auf Rügen (Trip #16b)!

Die Bilder der Hanse-Sail im Fotobuch.

Die Bilder der Hanse-Sail im Fotobuch.

Trip #17 München
Seit kleinster Kindheit wollte ich mal ins Deutsche Museum, das hab ich an dem Tag erledigt. Außerdem bestaunte ich zum ersten mal die Allianz-Arena live.

Zwischenbericht nach Trip #19
Ich lag mit dem Bloggen 2 Tage hinterher und hab darüber gebloggt, dass ich noch 2 Artikel nachholen muss. So dumm muss man erst einmal sein, anstatt dass ich einfach Artikel einen der beiden Artikel geschrieben hätte, schreib ich einen Dritten.

Trip #18 Mannheim & Köln
Mannheim war der zweite Regentag und mir hatte es wieder nicht gepasst. Also weiter in die Domstadt am Rhein. Dort Touri-Programm! Ich war da ziemlich rigoros. Wenn’s mir nicht gefallen hat, dann gings sofort weiter!

Trip #19 Aachen
Schöne Stadt, war auch weit weg, aber es hat sich gelohnt. Außerdem waren die Leute dort freundlich. Trotzdem hab ich im Starbucks 2 Tassen geklaut. Jetzt kann ich’s ja sagen, es dürfte verjährt sein!

Trip #20 Salzburg
Wieder mal gings ins Ausland. Die Hinfahrt fing schon gut an. Müsst ihr unbedingt nachlesen. In der Mozartstadt – herrlichstes Sommerwetter. Hat alles gepasst.

Trip #21 Hannover & Museumsinsel in Berlin
Berlin war mir eine zweite Reise wert. Auf der Hinfahrt legte ich aber noch einen Kurzstopp in Hannover ein. In Berlin ging es Kunst bestaunen auf der Museumsinsel. Nachts saß ich noch ewig auf dem Bahnhof in Hannover rum. Ein Hoch auf den McDonald’s für den WLAN-Zugang!

Rückblick nach #24
Ich hab es schon wieder getan. Diesmal standen gleich 3 Einträge aus.

Trip #22 Luxemburg
Wieder stand ein Besuch auf der Reihe. Diesmal wollt ich Jo mal besuchen. Gesagt getan und dabei gleich noch Luxemburg-City angeschaut.

Trip #23 Blankenberg-Express nach Belgien
Wie gemacht für mich. Ein Radiosender aus Luxemburg veranstaltete eine Fahrt an die Nordsee nach Blankenberg. Im Partyzug mit Bier!

Trip #24 Trier
Auf der Rückfahrt von Luxemburg hatte ich noch einen Abstecher in Römerstadt gemacht. Klassisches Tour-Programm inkl. Stadtführung. Ich war einfach zu müde alles selbst zu suchen!

Trip #25 Hamburg, Flensburg und Dänkemark
Im Nachtzug mit seltsamen Mitfahrer hoch nach Hamburg, ins Miniaturwunderland. Von dort weiter nach Flensburg und ultrakurzem Abstecher nach Dänemark und schließlich im Nachtzug zurück. Dort aber verschlafen und erst kurz vor Nürnberg aufgewacht.

Trip #26 Deutschlandrundfahrt
Entfiel ja leider. Darüber kann ich somit auch nicht mehr bloggen.

Schlusswort

2-3 Dinge noch: ja @DrKnaecke, ich hab das Saarland vergessen! Mir hat leider einfach die Zeit nicht mehr gereicht. Auch den Abstecher nach Polen musste ich leider streichen und das Ruhrgebiet kam viel zu kurz. Es würde also noch genug Ziele für eine zweite Runde geben. ;-)

So, das war nun mein Abschlussbericht. Er kommt zwar 3 Jahre zu spät, aber egal. Es ist mein Blog. Hier darf ich das!

Buchtipp: “Senk ju vor träwelling”

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Muss euch heute mal ein Buch empfehlen, das echt spitze ist *g*

Nach meinen 4 Wochen Bahnfahrt war das Buch (Spiegel Bestsellerliste ist es glaub Platz 6 oder 7 im Moment) eigentlich ja fast Pflicht für mich. Und so hab ich mir es am 29ten Tag dann in Trier gekauft und ich musst echt fast immer zustimmend nicken. Das Buch ist gut geschrieben, klar übertreibts manchmal ein bisschen aber im Prinzip sitmmt alles.

Senk ju for träwelling!

Senk ju for träwelling!

Ich hab das Buch natürlich im Zug gelesen, gerade eine Pasage über unfreundliche Schaffner hinter mir, die immer “ich kümmer mich drum” sagen, wenn man seinen Anschlußzug droht zu verpassen aber dann nichts machen und genau so einer kam 5 Minuten später auch durch den Zug :-D

Aber angst bekommen hab ich, als ich im IC von Nürnberg nach Crailsheim saß (meine letzte Fahrt) und es drin stand: “lehnen sie sich entspannt zurück, wenn ihr IC bei Ansbach auf freier Strecke anhält, sie können sowieso nichts ändern”

Und den Satz hab ich kurz nach Ansbach gelesen und der Zug wurde auch langsam *lol* aber ging dann doch weiter *g*

Senk ju vor träwelling – Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen

# ISBN-10: 3451298090
# ISBN-13: 978-3451298097

PS: Traut euch ja nicht mich zu fragen, wieso es “Senk ju…” und nicht “Thank you…” heißt. Setzt euch einfach mal in den nächsten IC oder ICE und hört gespannt den Zugdurchsagen des Zugchefs zu :-)

Achja: Es fehlen jetzt nur noch die Artikel zu Trip #25 Hamburg, Flensburg und Dänemark sowie #26, die “Rundfahrt” sowie noch ein Abschlussbericht, muss euch ja noch zeigen, wie meine Fahrkarte nach 4 Wochen aussieht *g*

Rückblick auf Trip #24: Trier

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Reise Nummer 24 war dann die Rückfahrt von Luxemburg, hab aber noch einen Zwischenstopp in der ältesten Stadt Deutschlands eingelegt – in Trier.

In Trier wurde man dann nett empfangen, gleich am Ausgang vom Hauptbahnhof eine große Infotafel und Wegweiser für Fußgänger, die den Weg in Richtung Altstadt und Porta Nigra zeigten, so wie’s sein muss. Davon können sich noch viele Städte eine Scheibe abschneiden, Leipzig und Dresden mal ausgenommen, denn hier war auch gut beschildert.

Das Wahrzeichen der Stadt - das Schwarze Tor (Porta Nigra)

Das Wahrzeichen der Stadt - das Schwarze Tor (Porta Nigra)

Natürlich hat mich der erste Weg auch gleich mal zum Wahrzeichen der Stadt geführt. Gleich daneben lag auch das Tourismus-Büro, dort hab ich mal mit nem Stadtplan-Flyer versorgt und eine einstündige Stadtrundfahrt gebucht. Ist irgendwie doch einfacher alles gezeigt zu bekommen als selbst suchen zu müssen. War beides auf seine Art und Weise gut, in Aachen hatte ich eine Führung, in Salzburg einen Stadtführer von Marco Polo und weil ich vom Wochenende noch total müde war hab ichs gleich vom Bus aus angeschaut *g*.

Die Innenstadt mit dem Dom, der Römerbrücke und so weiter aber nach der Rundfahrt nochmal zu Fuß auf eigene Faust, denn Bilder machen ging vom Bus aus nicht, so hab ich von der Stadtrundfahrt nur die Bilder vom Petrisberg, von dem man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt hat.

Der Ausblick vom Petrisberg

Der Ausblick vom Petrisberg

In der Innenstadt hab ich mir dann auch ein Buch gekauft, „Senk ju vor traewelling with Deutsche Bahn“ aber mehr dazu später oder vielleicht im nächsten Artikel.

Nachdem ich dann meinen Rucksack und Koffer aus dem Schließfach im Hauptbahnhof wieder geholt hab, sollte dann die Heimfahrt von Trier wieder über Koblenz und Mainz nach Frankfurt führen. Bis Koblenz im RE verlief alles problemlos, allgemein waren fast die Züge in Rheinland-Pfalz im Gegensatz zu MeckPomm immer alle pünktlich.

Der Petrusbrunnen, wenn man genau hinsieht hat er 2 Schlüssel, einen für die Himmelspforte und einen für die Weinkeller der Stadt

Der Petrusbrunnen, wenn man genau hinsieht hat er 2 Schlüssel, einen für die Himmelspforte und einen für die Weinkeller der Stadt

Von Koblenz sollte es dann in einem InterCity am Rhein entlang nach Mainz gehen, der kam aber nicht pünktlich sondern hatte 20 Minuten Verspätung aufgrund eines Feuerwehreinsatzes hieß es.

Also hab ich meine Reise ändern wollen, über Köln anstatt über Mainz. Waren zwar paar hundert Kilometer Umweg, aber wen interessiert das schon. Wollte einen EuroCity nehmen bis Köln und dann die Neubaustrecke nach Frankfurt, die eh meine Lieblingsstrecke ist. Aber der Zug kam dann auch 15 Minuten später und durfte nicht die linke Rheinstrecke nehmen sondern musste wegen der Streckensperrung und dem Feuerwehreinsatz die rechte Seite nehmen. Alle Halte zwischen Koblenz und Köln entfielen somit (4 Stück) und Ersatzhalt gibt’s dann immer nur für Bonn, alle anderen haben die totale Arschkarte, wenn sowas passiert und Köln sollte aufgrund der Umleitung erst 50 Minuten später erreicht werden, also hab ich die Idee wieder verworfen und bin doch mit dem IC nach Mainz gefahren.

Die Strecke am Rhein entlang von Koblenz nach Mainz

Die Strecke am Rhein entlang von Koblenz nach Mainzeine, eine der wenigen Strecken, bei denen ich zum Fenster rausschau.

In Mainz natürlich verspätet angekommen und den ICE nach Frankfurt Flughafen verpasst. Dafür dann einen RE genommen, der aber dooferweise im Regionalbahnhof ankam und von dort sinds min. 6-7 Minuten Fußmarsch zum Fernbahnhof, es hätte reichen können wenn wir nicht 6 Minuten zu spät gewesen wären. Also war der ICE nach Würzburg auch weg. Das war aber eigentlich auch nicht weiter schlimm, denn von Frankfurt fährt ja alle 30 Minuten ein ICE nach Würzburg. Also nur 25 Minuten warten, mit WLAN am Bahnhof vergeht die Zeit ja eh wie im Flug, nur leider war der Zug auch durch die Streckensperrung und Umleitung verspätet, sodass der auch 25 Minuten zu spät kam.

Aber irgendwann gegen 22 Uhr war ich dann doch in Würzburg, eine Stunde später als eigentlich geplant aber was soll‘s. Der nächste planmässige ICE fuhr übrigens nur 5 Minuten hinter uns. Und so kams, dass zwischen 22:00 Uhr und 22:10 Uhr 3 ICE von Würzburg nach Nürnberg fuhren. Meiner aus Kiel über Dortmund, Mainz, Köln , einer aus Essen, Köln nach Nürnberg und der aus Hamburg nach München.

Bilder aus der ältesten Stadt findet ihr hier.

Meine Bahn-Statistik Trip #22 – 24: insgesamt:
Bahnkilometer: 1441,5 km 19.662,4 km
Im Zug verbrachte Zeit (inkl. Umsteigen): 19h 06min 204h 38min
Regulärer Fahrpreis: 182 EUR 3670 EUR
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