Trigami 26. Juli 2010

High-Tech LED LENSER Taschenlampe M7 mit bis zu 255m Leuchtweite

Ehemalige Trigami-Review:

Letzte Woche durfte ich endlich mal wieder ein Hightech-Spielzeug testen, wobei Spielzeug eigentlich der falsche Ausdruck ist. Es handelt sich um die LED-Taschenlampe M7 von LENSER und die Taschenlampe kann man mit 255m Leuchtweite wohl nicht mehr als Spielzeug bezeichnen 😉

Doch was zeichnet die M7 aus? Sie ist ziemlich klein, leicht, extrem hell, hat 8 Lichtfunktionen, 3 Lichtprogramme und 2 Licht-Modi, was genau das ist, erklĂ€r ich euch weiter unten – sie ist also ein echtes High-End-Werkzeug. In Zahlen: LĂ€nge 13,7cm, Gewicht knapp ĂŒber 190 Gramm, bis zu 11 Stunden Leuchtkraft und sie kann mit dem Advanved Focus System und frischen Batterien bis zum 255m weit leuchten. Eine Grafik, die das schön veranschaulicht, findet ihr unter dem vorherigen Link, außerdem gibt es hier noch eine Demo, bei der ihr selber  alles anklicken und ausprobieren könnt. Mit dem Speed-Focus-System kann man den vorderen Teil inkl. Reflektor stufenlos verschieben und auch in allen Stellungen arretieren (Fast-Lock-System).

Fokussiert (Fernlicht) wird das Licht durch einen Spiegel gebĂŒndelt und ihr bekommt einen kleinen Lichtkegel, der extrem weit leuchtet. Das besondere an der Technik von LED LENSER ist aber, dass auch das diffus ausgestrahlte Licht durch die Linse gebĂŒndelt wird. Dies ist bei konventionellen Reflektoren nicht der Fall. Im Ergebnis bĂŒndelt die Lampe bis zu doppelt so viel Licht wie herkömmliche Reflektoren.

Defokussiert strahlt die LED kreisrundes Licht fĂŒr den Nahbereich oder zum Lesen aus. Perfekt wenn man zum Beispiel nachts durch dunkle Straßen laufen muss, weil die Gemeinde Strom sparen will und die Laternen um 1 Uhr nachts ausmacht. Dieses Fokus-System hat sich die Firma LENSER patentieren lassen. Ihr findet diese Technik also nur hier!

 

Die M7 mit Clip, Kurzanleitung und Aufbewahrungsbox

Mit dem Fernlicht hab ich nachts aus meinem Dachfenster geleuchtet und unser ganzer Garten und das halbe Getreidefeld war plötzlich hell erleuchtet. Ein echter Wow-Effekt! Dann hab ich mit der M7 in Richtung Hauptstraße auf ein Verkehrsschild mit ReflektorflĂ€che geleuchtet. Das Schild ist laut GoogleEarth 750 Meter entfernt und es hat zurĂŒck gestrahlt, als wĂŒrd ich nur wenige Meter davor stehen. Beeindruckend, muss wohl demnĂ€chst mal eine Nachtwanderung machen um die kleine M7 noch ausgiebiger zu testen 😉

Lichtfunktion wechseln:
Ich hab es oben schon kurz erwĂ€hnt: die LED-Leuchte hat 8 verschiedene Lichtfunktionen, ermöglicht wird dies durch die Smart Light Technology auf einem programmierten Mikrocontroller. Auch hier findet man wieder eine schöne Übersichtsgrafik auf der Herstellerseite. Dieses Schaubild bekommt man aber auch nochmals auf einem kleinen KĂ€rtchen in VisitenkartengrĂ¶ĂŸe mitgeliefert. Dieses steckt man einfach in das Portemonnaie. Falls man mal was vergisst, kann man ja ganz leicht nachschauen.

Die Lichtfunktionen kurz zusammen gefasst: natĂŒrlich das Fernlicht (mit zusĂ€tzlicher Boost-Funktion), das Energiesparlicht, das dimmbare Licht, eine Blink-Lichtfunktion sowie die S.O.S.-Funktion. Hier morst die Lampe automatisch und in Endlosschleife 3x kurz, 3x lang, 3x kurz. Außerdem kann man ĂŒber den Tastschalter auch manuell Morse-Code senden, vorausgesetzt man kennt das Morse-Alphabet ;-). Und zuletzt gibt es noch den Defense-Strobe-Modus. Den Effekt kennt ihr vielleicht aus der Disco. Die Taschenlampe sendet hierbei hochfrequente Lichtblitze aus. Die US-Armee setzt diese Technik zum Beispiel zur waffenlosen Abwehr ein, aber leuchtet mit der M7 außer in NotfĂ€llen niemand direkt in die Augen!

Wer jetzt denkt, die Taschenlampe hat sicher 10 verschiedene Schalter und Knöpfe, der irrt: es gibt genau einen Bedienknopf. Dieser lĂ€sst sich entweder antasten oder durchdrĂŒcken. So schaltet man durch die verschiedenen Lichtfunktionen. Im Professional-Modus stehen alle 8 zur VerfĂŒgung. Um vom einen in den nĂ€chsten zu kommen muss man einfach den Schalter kurz antasten. So landet man zum Beispiel beim fĂŒnften Mal in der Stroboskop-Funktion. Anschließend beginnt die Kette wieder von vorne.

Die M7 in ihre "Einzelteile" zerlegt.

Die M7 in ihre „Einzelteile“ zerlegt.

Dann hab ich es eben ja schon wieder angesprochen – die M7 hat 3 verschiedene Modi: neben dem Professional-Modus gibt auch noch den Easy- und den Defense-Modus. Beide sind ganz leicht erklĂ€rt: im Easy-Modus kann man nur zwischen Fernlicht und dem dimmbaren Licht wĂ€hlen. Hierzu will ich noch erklĂ€ren, dass das Licht beim Tastendruck zunĂ€chst von 100% auf 15% gedimmt wird. HĂ€lt man die Taste lĂ€nger gedrĂŒckt, so steigt die Leuchtkraft langsam wieder an bis auf die volle Leistung. Es ist also kein Problem mit 50% oder 60% Leuchtkraft durch die Nacht zu spazieren. In diesem Modus findet sich jeder zurecht –  auch wenn man die Anleitung nicht gelesen hat. Wenn ich M7 also mal meiner kleinen Schwester fĂŒr eine Nachtwanderung ausleihen wĂŒrde, dann wĂŒrde ich diesen Modus auswĂ€hlen.

Und schließlich gibt es noch den Defense-Modus: hier kommt man ĂŒber Einschalten und einmal antasten sofort in die Abwehr-Blitzfunktion. Man muss also nicht erst lange suchen, die Zeit hat man im Ernstfall ohnehin wohl kaum. Den Modus wĂŒrde ich empfehlen, wenn man durch eine Gegend, in der man sich unsicher fĂŒhlt, laufen muss. Ein kleiner Tastendruck und die Stroboskop-Funktion steht zur VerfĂŒgung und hilft hoffentlich den unliebsamen Gegner in die Fluch zu schlagen. Außer den LED LENSER-Modellen hat kein Hersteller einen Defense-Modus in seinem Angebot.

Lichtmodus wechseln:
Um von einem Modus in den nĂ€chsten zu wechseln muss man den Schalter 4x antasten und beim fĂŒnften Mal durchdrĂŒcken. Die LED-Lampe bestĂ€tigt diese dann entsprechend – einmal aufblinken fĂŒr Professional, zweimal fĂŒr Easy und dreimal fĂŒr Defense. Am besten ihr schaut jetzt nochmal die Demo von oben an, nun mĂŒsstest ihr alle Funktionen verstanden haben.

Energie-Modus wechseln:
Die meisten Funktionen dĂŒrftet ihr jetzt schon kennen, eine hab ich aber bisher nur kurz in der Einleitung erwĂ€hnt: die 2 verschiedenen Energie-Modi. Man kann bei der M7 zwischen „Constant Current“ und „Engery Saving“ wĂ€hlen. Der Energiemodus ist auf maximal Laufzeit ausgelegt, der andere auf maximale Leuchtkraft. Um den Engerie-Modus zu wechseln muss man innerhalb von fĂŒnf Sekunden 8x antasten und beim neunten Mal durchdrĂŒcken. Auch hier zeigt einem die Taschenlampe wieder durch ein Lichtsignal an, welcher Modus ausgewĂ€hlt ist. Genaueres findet man dazu auch noch in der Bedienungsanleitung, welche beiliegt.

Die beiden Energie-Modi

Die beiden Energie-Modi

Apropos Batterien: die M7 braucht keine teuren Spezialakkus, die nur der Hersteller wechseln kann. Das soll jetzt natĂŒrlich keine Anspielung auf Apple sein, nein es werden ganz normale AAA-Batterien benötigt. Auch wiederaufladbare Akkus darf man hierfĂŒr einsetzen. Durch den modularen Aufbau, geht das Wechseln ganz leicht: einfach das GehĂ€use hinten aufschrauben, Batterieeinheit rausziehen, volle Batterien einlegen und wieder reinschrieben. Genau nach demselben Prinzip lĂ€sst sich auch die LED erneuern. Aber fasst die LED nicht mit den Fingern an, das möchten LEDs im Allgemeinen nicht.

Wenn die Batterien leer werden, dann teilt einem das die M7 natĂŒrlich auch mit. Man steht also nicht von der einen auf die andere Sekunde völlig im Dunkeln. Ein Teil der Smart Light Technology ist das Low Battery System. Dies zeigt ca. 5 Minuten bevor die Batterien komplett erschöpft durch regelmĂ€ĂŸiges Blinken alle 10 Sekunden an, dass man nun langsam die Batterien wechseln oder zumindest sparsamer mit der Restenergie umgehen sollte.

Im Lieferumfang der M7 findet sich außer der LED-Lampe auch noch der Intelligent-Clip. Dieser ist 360° drehbar und kann zum Beispiel am GĂŒrtel befestigt werden. Außerdem erhĂ€lt man natĂŒrlich noch die Bedienungsanleitung, eine Aufbewahrungsbox sowie die Karte mit den Schnellinfos.

Sondermodelle:
Neben der normalen M7, gibt es noch 2 Sondermodelle: Zum einen die MT7 – wobei das T fĂŒr taktisch steht. Diese Version wird mit Glasbruch Endkappe geliefert und verfĂŒgt ĂŒber eine rutschfeste OberflĂ€che – optimal, wenn man Handschuhe trĂ€gt. Die zweite Variante nennt sich M7R und soll in KĂŒrze erhĂ€ltlich sein. Hier soll ein neues Floating Charge Ladesystem eingebaut sein, technische Details folgen noch.

So – das wĂ€rs nun eigentlich zu Technik – ein paar Worte noch zum Hersteller. Die LED-Taschenlampen werden von der Firma ZweibrĂŒder GmbH hergestellt und vertrieben. Die Firma wurde 1994 mit 1000,- Deutsche Mark Startkapital, einem Zeichen in Solingen gegrĂŒndet und hat inzwischen ĂŒber 1000 Mitarbeiter an 3 Produktionsstandorten.  In einer Galerie auf der Herstellerseite können eindrucksvolle Bilder eingereicht werden. Ich will mal versuchen, vielleicht bekomm ich auch ein schönes hin. Wenn man mit anderen KĂ€ufer oder dem Hersteller Kontakt aufnehmen will, dann möchte ich euch das Forum, die Facebook-Seite oder wenn es schnell gehen soll, den Twitter-Account ans Herz legen.

Lieferbar soll die Taschenlampe ab dem 9. August sein, aber ich durfte sie schon vorab testen. Die Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 99,90 EUR 😉 Also wenn ich euch die LED LENSER M7 nun schmackhaft gemacht hab, hier geht es direkt zur Produktserie M.


Dieser Artikel wurde am 26. Juli 2010 um 23:59 Uhr von mahrko veröffentlicht.
Seither wurde der Artikel 3.892x aufgerufen und bisher 3x kommentiert.

3 Kommentare

  • Reply Licht-Bringer 27. Juli 2010 at 18:20:50

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her 😉 Schöner Beitrag.

    • Reply mahrko 27. Juli 2010 at 18:25:39

      Dankeschön 😉

  • Reply M7 Kult 12. Mai 2011 at 15:48:22

    vielen dank, fette information.

  • Hinterlasse einen Kommentar