ÖBB-ClubLounge Innsbruck Hauptbahnhof

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Auf der Rückreise vom Kurzurlaub auf der Zugspitze legte ich noch einen kleinen Abstecher nach Innsbruck ein. Den Nachmittag verbrachte ich in der Innenstadt, brach aber zeitig zurück zum Hauptbahnhof auf, um aber meinen Zug nicht zu verpassen. Das Wetter wurde ohnehin von Minute zu Minute ungemütlicher, denn es zog ein Sturm über Innsbruck auf.

Kurz vor dem Bahnhof fiel mir dann ein, dass ich vor einigen Jahren im Wiener Westbahnhof einmal eine ÖBB-Lounge gesehen hatte und dass es somit bei der Österreichischen Bahn etwas vergleichbares zur DB Lounge gibt. Damals hatte ich leider keine 1. Klasse Ticket, aber heute wäre ich zugangsberechtigt. Ich musste nur noch schauen, ob der Innsbrucker Hauptbahnhof auch über eine verfügt. Ihr könnt es Euch schon denken, es würde diesen Blogpost nicht geben, wenn ich nicht fündig geworden wäre.

Gut sichtbar und direkt in der Haupthalle - die Lounge in Innsbruck.

Gut sichtbar und direkt in der Haupthalle – die Lounge in Innsbruck.

Im Gegensatz den zu DB Lounges, die oft ziemlich versteckt sind, konnte man die ÖBB-ClubLounge direkt in der Haupthalle gegenüber des Reisezentrums eigentlich überhaupt nicht übersehen. Ohnehin sah der Innsbrucker Hauptbahnhof aus, als sei er gerade erst rennoriert worden. So wurde die Lounge wohl gleich mit eingeplant, wohingegen die meisten Lounges in Deutschland erst nachträglich, wo gerade Platz war, im Bahnhof untergebracht wurden.

Wer darf rein?

Zutrittberechtigt sind alle Fahrgäste mit 1. Klasse-Ticket, Fahrgäste mit blauer ÖBB-Vorteilscard Club und zweite Klasse-Ticket ab 50 Kilometer, zusätzlich noch Fahrgäste mit Schlafwagenticket und ganz wichtig: in der ÖBB Lounge wird der comfort-Status der Deutschen Bahn anerkannt. Die Bedingungen sind in etwas gleich wie in den Lounges der DB, nur Mitnahmeregelung gibt es keine. Nachzulesen sind diese im Untermenu „Bestimmungen“ auf der ÖBB-Homepage.

Die Sitzlandschaft der ÖBB-ClubLounge.

Die Sitzlandschaft der ÖBB-ClubLounge.

In welchen Bahnhöfen gibt es ÖBB-ClubLounges?

Zusätzlich zu der bereits erwähnten Lounge im Wiener Westbahnhof gibt es auch noch eine zweite in Wien-Meidling und ich denke Wien Hauptbahnhof wird sicherlich noch folgen, sobald der Bahnhof komplett fertig ist. Neben der Hauptstadt verfügen auch noch die Hauptbahnhöfe in Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg und eben Innsbruck über eine Lounge.

Ein Satz noch zu den Öffnungszeiten. Die Innbrucker Lounge ist jeden Abend bis 22 Uhr geöffnet. Die DB Lounge in München Hauptbahnhof hingegen schließt unter der Woche bereits um 21 Uhr, am Wochenende gar schon um 20 Uhr! Innsbruck hat 120.000 Einwohner, München fast 1,4 Millionen. Eindeutig ein Pluspunkt für die Österreicher. Die Wiener Lounge hat sogar bis 23 Uhr geöffnet. Täglich.

Die Selbstbedienungsecke der Innsbrucker Lounge. Ganz rechts die Kaffeemaschine.

Die Selbstbedienungsecke der Innsbrucker Lounge. Ganz rechts die Kaffeemaschine.

Was bietet die ÖBB-ClubLounge?

Auch hier unterscheiden sich DB und ÖBB kaum. In beiden bekommt ihr gratis WLAN. Das WLAN reicht in Innsbruck übrigens auch in die Haupthalle. Ansonsten natürlich die Möglichkeit in den Sesseln zu Platz zu nehmen, sich an den Kalt- und Warmgetränken zu bedienen und seine Geräte an den zahlreich vorhandenen Steckdosen zu laden.

Unterschiede gibt es bei den alkoholischen Getränken. In der ÖBB-ClubLounge gibt es ab 18 Uhr Bier und Wein für alle. Bei der Deutschen Bahn hingegen gibt es alkoholische Getränke nur im 1. Klasse-Bereich der Lounge, dafür aber ganztags. Haken an der Sache: nur die Hauptbahnhöfe in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln und München verfügen über solche Bereiche. Mehr zum 1. Klasse-Bereich einer DB Lounge kann man im Blog von Hubert lesen.

In Österreich hingegen steht in allen Lounges nur ein gemeinsamer Bereich zur Verfügung. Dafür gibt es aber so viel Gummibärchen, Erdnüsse und Chips wie man essen kann! Ein weiterer Pluspunkt für die Innsbrucker Lounge waren für mich die Getränke aus Flaschen. Ich mag diese Abfüllautomaten einfach nicht. Oft passt hier das Verhältnis von Sirup und Wasser nicht und dann schmeckt die Cola scheiße. Passiert mir bei McDonald’s in Crailsheim ständig!

Die Getränke- und Snackauswahl.

Die Getränke- und Snackauswahl.

Fazit:

Auch wenn in der ÖBB-ClubLounge Selbstbedienung herrscht, ein gelungener Service. Besonders die ruhige Atmosphäre gefiel mir, während draußen das normale Bahnhofsgetümmel herrschte, war davon in der warmen Lounge überhaupt nichts zu spüren. Hier hörte man nur einmal kurz den Ton eines Harlem-Shake-Videos. Der ÖBB-Mitarbeiter am Servicedesk hatte wohl vergessen, dass die Lautsprecher an seinem PC an waren. Nach 5 Sekunden war dann aber wieder Stille.

Ich hatte allerdings auch ein wenig Glück, dass sehr wenig los war, denn besonders groß war die Lounge mit etwa 20-25 Sitzplätzen nicht. Für eine Stadt mit 120.000 Einwohnern wird sie aber wohl ausreichend sein. Ein Manko hingegen war, dass es keine separaten Toiletten in der Lounge gab.

Heim ging es dann im EC86 über Kufstein in der Business Class der ÖBB. Diese Klasse ist noch über der 1. Klasse angesiedelt, also genau andersrum wie im Flugzeug, wo die First Class das Beste ist.

Günstig nach Österreich reisen!
www.bahn.de

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Kommtare:

6 Antworten zu “ÖBB-ClubLounge Innsbruck Hauptbahnhof”


  1. Nicht alle Automaten verteufeln 🙂 Da gibts durchaus Unterschiede. McDonalds beispielsweise benutzt Postmix-Automaten, da wird erst beim Ausschank die Cola gemischt. In den DB-Lounges wird meiner Erfahrung nach Premix ausgeschenkt, das heißt, im Fass ist trinkfertige Cola, identisch mit dem, was in der Flasche oder Dose ist. (Vgl. de.wikipedia.org/wiki/Premix bzw. de.wikipedia.org/wiki/Postmix


  2. Danke für deinen Kommentar! Wieder was gelernt 😉


  3. Danke für die Verlinkung 😉


  4. […] für Lounges war übriges an keinem Bahnhof – auch wenn Marco und ich gerne wieder darüber geschrieben […]


  5. „Zutrittberechtigt sind […] Fahrgäste mit ÖBB-Vorteilscard und zweite Klasse-Ticket ab 50 Kilometer“ – da fehlt ein wichtiges Detail: Um mit 2.Klasse-Fahrkarten in die Lounge zu kommen, braucht man eine BLAUE Vorteilscard (sogenannte „Vorteilscard Club“), also eine Vielfahrerkarte, die man erst am einem bestimmten Umsatz bekommt (ähnlich bahn.comfort).

    Details gibt es unter „Bestimmungen“ auf http://www.oebb.at/de/Services/Services_am_Bahnhof/Lounges/index.jsp

    Details zur blauen Vorteilscard „Club“ gibt es auf http://www.oebb.at/de/Ermaessigungskarten/Club_und_Bonus-Programm/OeBB_Club-Vorteile/index.jsp


  6. Danke für deine Korrektur. Ich habe das oben im Text nun ausgebessert 🙂

    Wollte die lange Liste auf der Seite möglichst kurz zusammenfassen, dabei fiel dann wohl leider ausversehen der Club-Zusatz raus.

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