Mein Erfahrungsbericht nach vier Wochen mit dem SONY Xperia Z

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Seit ich mein neues Smartphone, das SONY Xperia Z erhalten habe, sind nun schon gut 4 Wochen ins Land gezogen. Zeit genug um das Gerät in allen Alltagssituationen zu testen. Dazu mein Erfahrungsbericht unterteilt in sechs Punkte.

Gehäuse und Haptik:
Meine größte Sorge galt anfangs der Größe (139 x 71 x 7,9 mm). Ich hatte das Handy ja ungesehen bestellt. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit muss aber sagen, es liegt recht gut in meinen Händen. In die Hosentasche passt es gerade noch so. Nur bei gebückter Haltung, zum Beispiel beim Schuhe binden, drücken die kantigen Ecken recht ordentlich.

So liegt das SONY Xperia Z in meiner Hand.

So liegt das SONY Xperia Z in meiner Hand.

Das Gerät ist wasserdicht, daher müssen natürlich alle Öffnungen verschließbar sein. Darüber war ich mir vorab nicht ganz so bewusst, dass das Einsetzen der MicroSD- und SIM-Card eine ziemliche Fummelei ist, nimmt man ja noch in Kauf – die tauscht man ja auch nicht jeden Tag. Doch nun zu den alltäglichen Anwendungen: Akku laden und Musik hören: Zuhause stellt das Laden kein Problem dar, die Dockstation erfüllt ihren Dienst super. Zur Dockstation später mehr. Wenn man das Handy allerdings unterwegs laden will, dann muss man wohl oder übel die Abdeckung auffriemeln, die dann halb lose über einen kleinen Plastikstift am Handy baumelt. Für die Kopfhörerbuchse gilt dasselbe. Die Lösung gefällt mir nicht wirklich, früher oder später werde ich die Abdeckung wohl verlieren und dann war’s das mit der Wasserdichtigkeit.

Akku:
Kommen wir zum nächsten Punkt, der mir anfangs Sorge bereitet hat – die Akkukapazität. Der fest verbaute Akku bietet eine Kapazität von 2230 mAh. Das könnte wohl mehr sein, für normale Tage reicht es mir aber. Extra erwähnen möchte ich noch den STAMINA-Modus, der alle mobilen Daten deaktiviert, sobald das Display aus ist. Man kann aber Anwendungen (z.B. Whatsapp oder E-Mail) definieren, die eine Ausnahmegenehmigung erhalten und weiterhin Daten senden dürfen. Für „lange Tage“ setze ich diesen Modus manchmal ein. Für mich zum Beispiel beim Bahnfahren optimal, da ich da meistens ohnehin am iPad rumspiele, da braucht das Handy die gleichen Dinge ja nicht noch ein zweites Mal laden.

Über diese Kontakte wird das Smartphone in der Dockingstation geladen.

Über diese Kontakte wird das Smartphone in der Dockingstation geladen.

Stets aktiviert habe ich die „Ortsbezogene Wi-Fi“-Funktion. Über GPS merkt das Handy selbstständig, wenn ich das Haus (und andere bekannte WLAN-Netze) verlasse und deaktiviert dann die WLAN-Funktion. Was mir noch fehlt ist, dass es gleichzeitig eine Displaysperre einrichtet. Sollte es dafür eine App geben, lasst es mich bitte in den Kommentaren wissen.

Screenshot SONY Xperia Z, Akkumanagement und NFC-Einstellungen.

Screenshot SONY Xperia Z, Akkumanagement und NFC-Einstellungen.

Kamera:
SONY wirbt mit 13 Megapixeln, das ist zwar schön und gut, kommt rein von der Zahl her nahe an die 15 Megapixel meiner Spiegelreflex, aber ich denke ich brauche nicht erwähnen, welche der beiden Kameras bessere Bilder macht. Die Kamera im Xperia Z ist nicht schlecht, für Schnappschüsse ganz ordentlich selbst noch bei schlechtem Licht, aber die große Kamera ersetzen kann die kleine Handylinse natürlich nicht.

Was mich an der Kamera aber wirklich stört ist, dass die Bilder ein wenig blass rüberkommen. Nicht auf dem Display des Geräts, hier rechnet die BRAVIA-Technologie alles entsprechend schön, sodass die Farben richtig leuchten und kontraststark wirken- leider bringt das wenig, wenn man das Bild ins Netz lädt und auf anderen Monitoren anschaut, dann wirkt es nämlich wieder blass.

Ein nicht nachbearbeitetes Testfoto im Supermarkt.

Ein nicht nachbearbeitetes Testfoto im Supermarkt.

Leistung:
Bisher läuft das System in jeder Situation stabil, flüssig und schnell. Richtig aufgehängt hat sich das Xperia Z noch gar nicht. Nur einzelne Apps frieren ab und zu ein, aber das liegt dann wohl eher an den Apps selbst. Gespannt bin ich auf das Update auf Android 4.2, es soll „bald“ kommen, genaueres weiß man aber noch nicht.

Was mir leider ziemlich negativ aufgefallen ist, das ist die WiFi-Funktion. Während ich mit anderen (deutlich älteren und günstigeren) Smartphones oder meinem iPad durch 3-4 Mauern noch 2-3 Balken Empfangsstärke habe, findet mein Xperia Z das gleiche Netz nur noch sporadisch und fliegt ständig raus. Ich weiß jedoch nicht, ob das ein Hard- oder Softwareproblem ist, wie lange Threads in Foren zeigen, bin ich mit dem Problem aber wohl nicht alleine.

Zubehör und was sonst noch erwähnenswert ist:
Lieferumfang: Leider variiert dieser ein wenig, je nachdem, ob man das Handy im freien Handel erwirbt oder einen Vertrag mit Handy auswählt. So wie ich jetzt gelesen habe, sind die Dockingstation, Kopfhörer und Smarttags nur dabei, wenn man das Handy im freien Handel erwirbt.

In der Dockingstation dreht sich das Menu vollständig.

In der Dockingstation dreht sich das Menu vollständig.

NFC: Eine Funktion, die ich unbedingt im neuen Handy mit drin haben wollte, leider fehlt mir hier noch ein wenig der Anwendungsbereich für die Technologie. Ich würde gerne darüber bezahlen, aber das ist in Deutschland ja noch Zukunftsmusik. Was schon prima damit funktioniert, das sind die Smarttags, zwei davon waren bei mir im Lieferumfang enthalten. Positioniert man einen davon Auto und hält das Xperia Z nach dem Einsteigen kurz dagegen, führt es vorher initiierte Aktionen aus. So lässt sich zum Beispiel Bluetooth für die Freisprecheinrichtung aktivieren und der Lautlosmodus deaktivieren. Beim Ausstieg (und nochmaligen dran halten) lässt sich dann eine zweite Aktion programmieren.

LTE: Die LTE-Unterstützung war für mich noch das wichtigste Feature, das das neue Gerät unbedingt haben muss. Leider ist das Vodafone-Netz bei mir in der Gegend scheinbar noch zu punktuell ausgebaut, sodass man zwar 4G-Empfang hat, das Gerät aber schnell wieder auf das netzmäßig viel stärkere 2G zurückspringt. Mit 3G ist hier nichts, daher wollte ich ja unbedingt 4G haben. Man kann jetzt nur hoffen, dass Vodafone den 4G-Ausbau zügig vorantreibt und alle Basisstationen umrüstet!

Kopfhörer: Mitgeliefert werden hochwertige Inear-Kopfhörer (Stereo Headset MH-EX300AP), an die ich mich aber noch gewöhnen muss. Momentan nutze ich noch lieber mein altes Headset vom HTC Desire HD. Was am neuen SONY Headset außerdem negativ auffiel war, dass das es leider nur eine Taste besitzt, nämlich Play bzw. Pause. Beim HTC-Headset befinden sich noch zwei weitere Tasten um ein Lied vor bzw. zurück zu springen. Die habe ich eigentlich immer gern genutzt, schließe ich das Headset jedoch an das Xperia Z an, dann machen die beiden Tasten nur leise und lauter. Besser als nichts, aber ich würde gerne wieder Lieder überspringen können. Wenn es dafür einen Software-Hack gibt, lasst es mich wissen!

Das SONY Xperia Z in schwarz von der Seite betrachtet.

Das SONY Xperia Z in schwarz von der Seite betrachtet.

Fazit:
Wie ihr in meinem Bericht lesen konntet, alles perfekt ist auch beim neuen Smartphone nicht. Vielleicht gibt es das perfekte Gerät auch gar nicht. Irgendwas ist immer. Aber ich habe den Kauf nicht bereut und arbeite, spiele, surfe, fotografiere wirklich gerne mit dem Xperia Z. Manchmal telefoniere ich sogar damit, aber sagt das bitte nicht weiter!

Ausführliches Reviewvideo findet man bei Youtube-Channel von BestBoyz. Wer das Smartphone kaufen will, kann dies zum Beispiel für ab rund 489 Euro bei amazon tun.

Der Text enthält Affiliate-Links zu amazon.de.

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Kommtare:

12 Antworten zu “Mein Erfahrungsbericht nach vier Wochen mit dem SONY Xperia Z”


  1. Bevor sich jemand den Kopf zerbricht über das Bildformat. Das hat sich durch die Aneinanderreihung der 3 Screenshots einfach so ergeben. 😉

    Und für die ganz Mutigen unter Euch! Man kann das #XperiaZ auch mit ins Freibad nehmen und unter Wasser filmen…


  2. Schau Dir mal Llama an.. Die App kann so gut wie alles steuern. Und nimmt für Gebiete Telefonzellen..


  3. So sieht der Akku nach einem 15-Stunden-Tag auf Achse (7:30 bis 22:54 Uhr) aus, wenn der STAMNIA-Modus an war. Die letzten 15 Minuten auf der Heimfahrt hatte ich spaßeshalbes GoogleNavigation an.


  4. Hi, zu den Kopfhörern. 2x kurz hintereinander auf die Gesprächannahmetaste drücken = 1 Lied vorwärts. Wenn du 3x drückst springst du ein Lied zurück. Viel Spaß beim ausprobieren. Lg


  5. Danke für den Tipp Daniel! Läuft 🙂


  6. Die automatische Displaysperre lässt sich mit Llama einrichten.


  7. Ich hab das versucht. Es ließ sich aktivieren ja und es funktionierte auch soweit, dass die Sperre drin war, sobald das WLAN weg war. Aber wenn das WLAN dann wieder da war, blieb die Sperre trotzdem drin.. :-/
    Und dann habe ich aufgegeben…


  8. Das mit der einen Taste am Headset war schon bei meinem Arc S so. Bin leider zu spät. Aber auch nur einen Monat 😀


  9. Automatische Displaysperre mit Llama, 2 Regeln erstellen. Bei mir funktioniert’s:

    Name: WLAN ankommen
    Bedingung: WLAN-Netzwerk verbunden
    Ereignis: Bildschirmsperren-Passwort: –
    (keins, also einfach 2x mit ok bestätigen)

    Name: WLAN verlassen
    Bedingung: WLAN-Netzwerk getrennt
    Ereignis: Bildschirmsperren-Passwort: 1234


  10. Hey nochmal,
    ich glaub ich habs dank deiner Anleitung jetzt geschafft. Aber geht anstatt PIN auch das Muster-Dings?


  11. Danke Andreas,
    vielleicht muss ich doch nochmals mit dem Thema beschäftigen.. 🙂


  12. Die Muster-Sperre lässt sich nicht automatisch an- und abstellen, soweit ich weiss; daher geht das auch nicht via Llama.
    Vielleicht ging es in einer früheren Android-Version. Früher konnte man z.B. GPS automatisiert (z.B. per Llama) an- und abstellen, also „wenn die Navi-App aktiv ist dann aktiviere den GPS-Empfang“, das geht mittlerweile auch nicht mehr.

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