Heimat 28. Juli 2009

Gestern im neuen Würzburger IKEA

Mein IKEA-Maßband

Mein IKEA-Maßband

Gestern gings für mich das erste Mal in den neuen Würzburger IKEA. Die Anschrift: Mainfrankenhöhe 2, 97078 Würzburg. Eigentlich steht IKEA dort total alleine, daher frag ich mich, was hat denn Hausnummer 1? 🙂 Gut, wir wollen uns ja nicht an solchen Details aufhalten.

Ich bin in IKEA rein und wollt eigentlich garnichts kaufen. Den Satz können so sicher viele von sich erzählen. Aber ein Maßband aus Papier hab ich mir natürlich trotzdem genommen, das wird dann bei mir wie in jedem Möbelhaus zig mal gefaltet. Dumme Angewohnheit, aber es gibt größere Probleme auf der Welt. Einen Bleistift und Notizzettel hab ich natürlich auch mitgenommen, hab mir da einige Stichwörter aufgeschrieben, was mir so auffiel.

Gleich nach dem Hochfahren mit der Rolltreppe ist mir ein Typ aufgefallen, ich glaub er hat mich auch wieder erkannt, der stand am Vormittag vor mir im Parkhaus in der Seinsheimer Garage an der Kasse. Schon lustig wie klein Würzburg immer wieder mal ist. Ansonsten war der IKEA am Montagnachmittag eher mit Rentnern gefüllt. Klar Rentner haben ja Zeit *g* – aber auch ein paar Teenager-Freaks waren unterwegs. Hauptsächlich weibliche Anhänger dieser Gattung.

In der Verkaufsfläche sind mir dann ein paar Sachen aufgefallen, die ich so seither noch nicht kannte. Die Plane-Selbst Ecken. Erst nur welche mit Tisch und aufgeschraubtem Taschenrechner und dann auch welche mit PC ausgestattet. Die Arbeitsplätze waren aber alle unbenutzt. Wahrscheinlich lags an den Rentnern, junge Familien werden das Angebot wohl besser annehmen. Auch sonst galt meine Neugierge eher den anderen Besuchern, Möbel brauchte ich ja nicht, manchmal erfährt man da aber auch Dinge, die man eigentlich garnicht wissen wollte.

So am Teelichtchen-Regal: ein ca. 25-jähriger Kerl mit seiner Freundin begutachtete dort alle möglichen Duft-Teelichter und sprach dann folgenden Satz aus: „Ich denk mal die würdn sich auch gut in dr Sauna machen„. Und mit der Antwort der Freundin hätt ich im Leben nicht gerechnet 😀 „Ich geh eh nimmer mit dir in die Sauna, das Rumgepoppe bei der Hitze geht auf mein Kreislauf.“ Der saß… um ein Haar hätte ich laut losgelacht *g*.

Auch sonst sind mir noch ein paar Dinge aufgefallen: Überall an den Leitern von den Hochbetten in der Kinderabteilung und an hohen Bücherregalen waren Plexiglasscheiben angebracht, dass kleine Kinder halt nicht hochklettern. Jeder Mensch kapiert eigentlich sofort, für was die gut sind, aber IKEA schreibt es nochmal extra drauf. Scheinbar müssen IKEA-Kunden recht bescheuert sein. So auch in der Badabteilung: in einer Ausstellungs-Toilette war auch eine Scheibe eingebaut mit dem Hinweis „Liebe Kunden, dies ist keine Toilette – unsere Toiletten finden Sie im Restaurant“. Will garnicht wissen, wie viele Leute da dann schon reingesch… haben, wenn extra solche Hinweise angebracht werden.

Einkäufe...

Einkäufe...

Und ähm kaufen wollt ich ja eigentlich nichts, aber dann hab ich erstmal im Restaurant gegessen und doch Geld ausgegeben. Ein paar Beobachtungen aus dem Restaurant:

  • Es gibt dort jetzt sogar so Wägelchen, auf die kann man dann bis zu 3 Tablette drauf stellen. Mögen ja ganz praktisch sein, sehen aber behindert aus, wie eine Mischung aus Gehhilfe und Minieinkaufswagen.
  • Da Rentner ja, wie bereits festgestellt, viel Zeit haben, wird das „Nachfüllen Gratis“ großzügig ausgenutzt. Ein älteres Paar gegenüber von mir hat in der kurzen Zeit gegenüber von mir viermal Kaffee-Nachschub geholt.
  • Das Cola ist irgendein billiges Nachmach-Cola. Kein Coca-Cola. 🙁 Nichtsdestotrotz hab ich auch dreimal nachgefüllt.
  • Auffällig viele Tragetaschen mit bereits eingesammeltem Kleinzeugs wurden im Restaurant vergessen und stehen gelassen. Beinahe an jedem dritten Tisch stand eine. mutterseelenallein. Kann man so doof sein?
  • Dafür war aber die Teller-Abräum-Mentalität viel höher als im McDonald’s, eigentlich jeder hat sein Tablett zum Geschirrband gebracht.

Später in der Krustel-Abteilung wurde es dann noch ein bisschen mehr. Ein 3er Set Topfuntersetzer namens HEAT und noch 2 Bilderrahmen namens RIBBA. Bezahlt hab ich das Ganze an einer Express-Kasse. Maximal 15 Artikel stand auf dem großen Schild, dass man schon von weitem sah. Erst als ich schon an der Kasse war bemerkte ich dann den entscheidenten Unterschied. Es gab keine Kassiererin. Es war eine Du-musst-selber-scannen-Kasse, das wollt ich dann auch gleich mal ausprobieren. Über meine letzte Begegnung mit so einer Kasse hab ich übrigens auch gebloggt, die befand sich in Cuxhaven in einem real.

Ganz beendet war der Einkauf noch nicht, ich musste unbedingt noch die leckeren IKEA-Kekse besorgen, die es gleich nach der Kasse gibt. Also da noch schnell 2 Packungen gekauft und dann gings auch schon wieder heim. In den schwedischen Food-Store muss ich dann auf der Rückfahrt auch nochmal. Hab Nicky versprochen ihr auch eine Packung mitzubringen. Wie ich mich kennen ist mein Vorrat bis dahin sowieso aufgebraucht. Dann gings wieder Richtung Würzburg – über die neue Anschlußstelle an der B19 aber ein Landkreisbewohner mit den unsagbaren 3 Buchstaben war vor mir. Meint ihr der hätte mal beschleunigt auf der Einfädelspur? Mit 30 bis 40 km/h hat er dann auf die Schnellstraße gewechselt. Schlimmer als die ganzen Holländer auf der A7. 😀


Dieser Artikel wurde am 28. Juli 2009 um 15:06 Uhr von mahrko veröffentlicht.
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12 Kommentare

  • Reply schnubbi 12. Juli 2010 at 22:55:25

    was is an dem ikea jetzt so toll? der in ulm is genauso!

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