Auf Reise Fotografie 25. August 2011

Zweiter Tag: Tagesausflug nach Sandhamm

Für Donnerstag war wunderbares Wetter vorher gesagt, daher wollt ich den Tag gleich für einen Ausflug raus auf die allerletzte Schäreninsel bevor das offene Meer beginnt nutzen. Die Empfehlung für diesen Trip hatte ich aus meinem Marco-Polo-Reiseführer. Der Bootsausflug war nicht in der Stockholm-Card inklusive, aber die hatte ich ohnehin noch nicht gekauft, da ich aber 6 Tage in Stockholm war und die Karte ohnehin nur 5 Tage gültig war, hat das gut gepasst, den Ausflug gleich auf den ersten Tag zu legen. Wer weiß, ob’s am letzten Tag nicht geregnet hätte.

Um den Ausflug buchen zu können hätte man entweder zur Schiffsanlegestelle gehen müssen oder eben auf die Webseite. Dreimal dürft ihr raten für welche Möglichkeit ich mich abends um 9 im Bett liegend entschieden habe! Der Zeitpunkt war dann auch gleichzeitig das Ende meiner Offline-Zeit. Aber hey, immerhin gute 12 Stunden war ich offline. Also nichts wie auf die Webseite stromma.se – ihr glaub gar nicht, wie oft man unbewusst .de eingibt, weil es eben ähnlich und für mich sehr viel gebräuchlicher ist – und dort meinen Trip nach Sandhamm rausgesucht. Dieser hat 300 Kronen (32 Euro) gekostet, aber der Preis war für die 8 Stunden vollkommen in Ordnung. 6 Stunden davon fährt man mit dem Boot durch die Schärenlandschaft und gut 2 Stunden verbringt man auf der kleinen Insel.

Rund 55km einfach Strecke, genug Zeit um richtig zu entspannen!

Rund 55km einfach Strecke, genug Zeit um richtig zu entspannen!

Man sieht so unglaublich viele schöne Stellen auf der Fahrt, daher mein Tipp, macht unbedingt die komplette Tour ab Stockholm und die nicht für 240 Kronen ab Strömma. Da sieht man nämlich lang nicht so viel und zahlt beinahe gleich viel. Eine genaue Karte der Fahrtroute ist auf der Seite abrufbar, leider lässt sich die GoogleMaps-Karte nicht hier einbinden. Noch ein Tipp: seid ein bisschen früher als 9.45 Uhr am Bootsableger, denn als ich 5 Minuten vorher ankam, da standen schon rund 100 Leute in der Schlage und natürlich will bei dem Wetter jeder aufs offene Oberdeck.

Ich bekam auf den Hinfahrt dann leider nur noch einen Platz im unteren Deck, aber wenigstens einen direkt am Fenster, so konnte ich auch raus fotografieren. Noch ein Nachteil im Unterdeck, die Lautsprecheranlage dort ist leider sehr schlecht, sodass man von den Erläuterungen (schwedisch/englisch) auf der Fahrt leider nicht sehr viel versteht. Die letzte Stunde verbrachte ich dann vorne auf dem Bug und die Heimfahrt konnte ich mir dann auch einen Platz auf dem oberen Deck ergattern. Einfach herrlich!

Mit Fotos hab ich den Tag natürlich nicht gegeizt und so kam auch gleich am Abend des zweiten Tages mein Ersatzakku zum Einsatz. Aber am dritten Tag war es noch extremer, da war ich kurz davor, selbst den Drittakku einsetzen zu müssen. Und jetzt versucht mal 2 Akkus über Nacht zu laden, wenn ihr abends um 10 Uhr ins Hotelzimmer kommt und nur ein Ladegerät dabei habt. Ich hatte mir dann auf nachts um 3 Uhr den Wecker gestellt, um im Halbschlaf die beiden Akkus im Ladegerät wechseln zu können. Zum Glück bin ich danach schnell wieder eingeschlafen.

Auf Sandhamm selbst leben nur etwa 100 Menschen, früher wurde die Insel besiedelt, da hier die Lotsen wohnten, die die Handelsschiffe sicher bis nach Stockholm rein begleiteten. Heute lebt die Insel vom Tourismus. Im Reiseführer stand, dass jeden Sommer rund 100.000 Menschen auf die Insel pilgern. Ich hatte schon Angst, dass ich dort kaum noch laufen kann vor lauter Touristen, aber an dem Mittwoch, als ich dort war, da war alles friedlich. Außer im Hafen traf man auf fast keine anderen Menschen.

Auf der dem Hafen abgewandten Seite befindet sich der Strand, um dort hinzukommen muss man rund 20 Minuten laufen, aber es lohnt sich. Der Weg führte mitten durch den Pinienwald (korrigiert mich, wenn das falsch ist), wunderschön. Nur das Wasser war ziemlich eiskalt. Aber andere waren mutiger als ich und haben trotzdem gebadet. Für mich hat es nur zu einem Fußbad gereicht. Aber Achtung, auch wenn die Insel echt klein ist, plant genug Zeit für den Rückweg zum Hafen ein, ich musste echt ganz schön hetzen, dass das Boot nicht ohne mich ablegte.

Die Rückfahrt führt dann wieder dieselbe Strecke entlang, man kennt die Landschaft also bereits, aber für Fotografen ist dies gar nicht so schlecht. Man kann auch einfach mal so genießen, ohne alles im Bild festzuhalten, hat man schließlich schon auf der Hinfahrt gemacht. 5 Sterne für diesen Ausflug! Meckert bitte nicht, dass ich so viele Bilder hochgeladen hab, ich konnte mich echt unmöglich von noch mehr Aufnahmen trennen! Ich hab schon über 2/3 aussortiert. Das Fotoalbum findet ihr auch wieder in meinem Picasa-Album. Grob hab ich die Bilder auch der Landkarte zugeordnet.

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Dieser Artikel wurde am 25. August 2011 um 22:37 Uhr von mahrko veröffentlicht.
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2 Kommentare

  • Reply Beate Schmitz 26. August 2011 at 08:35:52

    Drittakku? Wow. Hab ich noch nie gebraucht. Aber tolle Bilder. Will auch hin….

  • Reply mahrko 26. August 2011 at 10:41:23

    Man merkt auch, dass mein erster Akku schon gute 2 Jahre auf dem Buckel hat. Früher hat der mehr Bilder mit einer Akku-Ladung geschafft. 😉

    Und wenn du da auch hin willst, dann hab ich ja mein Ziel erreicht….*g*

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