Neue Medien 6. August 2011

Links der Woche (KW31): Stasi-Hotel in Berlin, Internet in Kuba, Diplomat sollte man sein & falscher KVV-Twitter

War ich in meinem ersten Link-der-Woche-Post noch relativ zeit.de-lastig, so könnte man mir heute tagesspiegel.de-Lastigkeit vorwerfen.

  • Stasi betrieb Hotel in West-Berlin (tagesspiegel.de)
    Die Stasi brauchte einen Stützpunkt für ihre West-Spione – und ein Trio aus der Halbwelt brauchte Geld. Die bizarre Lösung: zwei Etagen DDR mitten in West-Berlin. Ein Schurkenstück in 1000 Akten.

Hinter diesem „Exklusiv-„Artikel muss ziemlich viel Recherche gestanden haben – allein die ganzen Stasi-Akten zu sichten. Es liest sich wie ein so spannend wie ein Roman, ist aber wohl genauso passiert, die Stasi hat ja alles akribisch für die Nachwelt protokolliert. Wenn ihr mich fragt, dann hätte die Geschichte das Zeugs dazu verfilmt zu werden!

 

  • Kuba – Insel ohne Internet (via blog.zdf.de/hyperland)
    Auf die Frage nach ihrer E-Mail-Adresse gab es einen Zettel mit einer etwas kryptischen Adresse und dem Hinweis, das wäre aber die eines Freundes ihres Mannes. Persönliche Dinge dann vielleicht besser per Brief – was natürlich auch nicht hieße, dass dann keiner mitliest. Willkommen im Kuba 50 Jahre nach der Machtübernahme der Revolutionäre Fidel und Che.

Eigentlich hätte der Artikel schon letzte Woche in die Linkschau gehört, aber ich hab ihn ein wenig zu spät entdeckt. An Aktualität hat er hat ohnehin nichts verloren, daher kann ich ihn auch gut diese Woche vorstellen. Letzte Woche fiel also der Blick auf Kuba. Ein Highspeed-Internet im embargo-geplagten Land hätte mich verwundert, aber dass es dort jetzt so aussieht, dass gerade einmal 3% der Bewohner einen Internetzugang haben. Dinge ohne bestellen? Fehlanzeige. Onlinebanking? In Kuba unbekannt. Da die Rubrik als Serie angelegt ist erwartet uns nächste Woche dann der nächste Webweit-Artikel.

 

Tja, was soll man dazu sagen: Diplomatenstatus sollte man haben. Parkverbot? Mir doch egal. Tempolimit? Selbst Fahrerflucht wird nicht geahndet. 15.000 Knöllchen wurden allein in Berlin vernichtet, da sie quasi als unzustellbar gelten. 157.000 Euro an Geldbußen gingen dem Staat so durch die Lappen, die Personal- und Verwaltungskosten noch nicht mitgerechnet. Platz 1 ging übrigens an Saudi-Arabien. Ich finds eine echte Sauerei! Von diplomatischer Immunität im Straßenverkehr halte ich mal absolut überhaupt nichts!

 

  • Unterfalscher Flagge: Blogger twittert für KVV (via ka-news.de)
    Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) twittert – zumindest dachten das die 115 Nutzer, die ihm bis vor wenigen Wochen bei dem Kurznachrichtendienst folgten. Ein Karlsruher Blogger hatte seit 12. Juli unter dem Account „KVVinfo“ aktuelle Pressemeldungen des Unternehmens verlinkt. Was „gut gemeint“ war, stieß bei den Karlsruher Verkehrsbetrieben (KVV) jedoch auf wenig Gegenliebe – Jonathan Müller musste den Twitter-Account auf Wunsch des Unternehmens löschen. Damit sorgte er in der Blogger- und Twitter-Szene für ordentlich Wirbel.

Manchmal muss man eben auch eine Portion Glück im Leben haben. 😉 Und schön, dass man sich in Karlsruhe noch an uns erinnert.

 

  • IKEA wird in Kunming kopiert (via german.china.org.cn)
  • IKEA is cloned in Kunming (via chinadaily.com.cn)
    Nachdem in Kunming bereits ein gefälschter Apple Store entdeckt wurde, kann man in der südwestchinesischen Stadt nun auch eine ganze Kopie einer IKEA-Filiale finden.

Was in China nicht alles kopiert wird. Erst ein Apple Store und jetzt auch noch ein IKEA. Zugegeben: von außen sehe ich keine Ähnlichkeit und auch den Namen der Marke haben sie nicht geklaut, aber die Einkaufstüten sind im Design ja wohl 1:1 übernommen. Da mir erste Seite ein wenig zweifelhaft erschien, hab ich die Originalmeldung gesucht und ebenfalls verlinkt. Wer in China unbedingt in einen IKEA möchte, dem sei der offizielle Filialfinder empfohlen.


Dieser Artikel wurde am 6. August 2011 um 18:32 Uhr von mahrko veröffentlicht.
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