Rückblick auf das Barcamp Hamburg 2012

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Zugegeben, ich bin wieder spät dran mit dem Bloggen, aber schließlich will ich ja alle 3 Leitpunkte des Barcamps erfüllen. Eat, Share and Love. Vergangenes Wochenende Vor zwei Wochen war ich zum zweiten Mal auf dem Hamburger Barcamp, doch der Reihe nach.

Nachdem ich das Hamburger Barcamp letztes Jahr miterleben durfte, war eigentlich auch schnell klar, dass ich mich auch 2012 wieder um ein Ticket streiten werde. Der Run auf die 400 Tickets ist nämlich immer so eine Sache, aber diesmal spielte der aufgerüstete mixxt-Server besser mit und so war meine Anmeldung auch zu keinem Punkt gefährdet. Ich glaube ich stand als 50ter oder so auf der Liste.

Volles Haus bei Otto. (Fotocredit: @tmmd)

Volles Haus bei Otto. (Fotocredit: @tmmd)

Unmittelbar danach wollte ich mich eigentlich auf Unterkunftsuche begeben, ich hatte schon einige Angebote auf airbnb.com im Auge, aber dann sah ich einen Tweet von @danielrehn, der seine Follower fragte, wer noch einen Schlafplatz benötigen würde. Und zack, 2 Tweets später hatte ich mein Plätzchen für die Nacht. Vielen Dank nochmal an dich Daniel! Für Gäste unter 1,70 Meter empfehle ich übrigens einen Hocker für’s Badezimmer mitzubringen, ihr seht euch sonst schlichtweg nicht im Spiegel. ;-)

Die Anreise mit der Bahn verlief mehr oder weniger problemlos. Einzig, dass mir morgens um kurz vor 6 Uhr im Regionalexpress die Kontaktlinse verrutscht ist und ich ohne Spiegel in der schwankenden Bahn arge Probleme hatte, sie wieder neu auszurichten, wäre vielleicht erwähnenswert. Aber mit Hilfe der iPad-Frontkamera hat das dann auch irgendwie geklappt. Aber für das nächste Mal muss ich eine App suchen, die das Bild spiegelt, sonst kommt man komplett durcheinander.

In Hamburg kam ich kurz nach 12 Uhr an. Mein eigentlicher Plan sah vor, danach ein bisschen durch die Stadt zu Bummeln. Das Wetter wollte aber nicht mitspielen und so verbrachte ich eben den kompletten Nachmittag in unterschiedlichen Cafés. Abwechselnd mal mit und mal ohne freies WLAN. Besonders gut gefallen hat mir es im Campus Suite, fast direkt am Hauptbahnhof. Vom Preis her übrigens nur halb so teuer wie Starbucks. Am Abend stand dann die Barcamp-Party an. Irgendwie wollte dort dieses Jahr aber nicht so richtig Stimmung aufkommen. An was genau es lag weiß ich nicht, vielleicht auch nur an meiner Müdigkeit, ich war immerhin seit 4:40 Uhr wach. Es fiel mir allerdings auf, dass sie nicht so gut besucht war wie letztes Jahr.

Nach der Sessionplanung am Offline-Timetabler. (Fotocredit: @tmmd)

Nach der Sessionplanung am Offline-Timetabler. (Fotocredit: @tmmd)

Am Morgen hieß es um Freitag um 8:30 Uhr wieder aufstehen. Nach kurzem Fußmarsch waren Daniel und ich dann pünktlich um 9 Uhr bei Otto auf dem Barcamp. Was mich dort erwartete wusste ich ja schon, Essen bis zum Abwinken. Und viele Sessions natürlich, welche gemeinsam nach der Begrüßungsrunde geplant wurden, nachzulesen im Timetabler.

Meine Sessions am Freitag:

Ich startete  um 12 Uhr mit der Travel Nerds-Session von @greinr, in der ich neben vielen schon bekannten Dingen auch ein paar Neuigkeiten erfahren konnte. Am Samstag lieferte er dazu noch Teil 2 unter dem Titel “Flüge hacken”, auch da war ich wieder dabei. Hättet ihr gedacht, dass man bei einem Flug von Hamburg nach Sao Paulo und zurück den Kerosin-Zuschlag (“Merkel-Tax”) sparen kann, wenn man auf dieses Ticket noch einen inner-saudi arabischen Flug dazu bucht? Solche Lücken im System zu finden dürfte wohl die Königsdisziplin sein. ;-)

Den nächsten Slot opferte ich für die Mittagspause aber um 14 Uhr ging es dann mit der Diskussionsrunde “Enttäuschter Kunde oder Troll” von @ManuMarron  und @snoopsmaus weiter. Irgendwie hat doch jeder eine verschiedene Definition von einem Troll für sich. Darüber haben wir ausführlich gesprochen, so ausführlich, dass es von der Session am zweiten Tag sogar noch eine Fortsetzung gab. Ganz wichtig: seinen Trollen immer Liebe schenken, damit rechnen sie nicht ;-)

Gleich anschließend daran war ich in @lirontocker‘s Session über ihren zweijährigen Militärdienst in Israel. Eine sehr bewegende Session. Mir hat sie wieder einmal vor Augen geführt, wie gut wir es inzwischen in Deutschland haben, ich sag nur mal offene Grenzen zu allen Nachbarstaaten, keine Wehrpflicht mehr und davor schon jahrelangen einen Zivildienst, in den jeder mit einem einfachen “Nein, ich will nicht zur Bundeswehr” kam. In Israel ist Verweigern nicht so einfach. Auch das haben wir in der Session von Liron gelernt, denn sie hatte sich erfolglos mit Händen und Füßen dagegen gewehrt.

Der Sessionslot danach wurde für eine Kuchen- und Muffinpause geopfert. Auch davon gab es wieder reichlich! Um 17 Uhr besuchte ich eine Session, die unter “Open Street Maps” im Timetabler stand, aber ich weiß nicht genau, ob sich da nicht einer vertippt hatte beim Abschreiben. Es ging nämlich fast ausschließlich um Api-Anbindungen von Googlemaps und so. War für mich dadurch nicht so interessant. Aber ich hab zumindest gelernt, dass leaflet ein interessantes Tool ist, das ich mir mal näher anschauen sollte. ZEITonline verwendet mit karthograph.js etwas ähnliches.

Abschließend war natürlich die Herzblatt-Session angesagt. Es war fast so genial wie letztes Jahr, aber es hätten ruhig noch ein paar Runden mehr gespielt werden können. Am Abend gab es dann eine Barcamper-Party in nette Runde, praktischerweise bei Daniel in der Wohnung. So war mein Nachhauseweg danach relativ kurz – nämlich gerade mal 2 Meter vom Sofa auf die Luftmatratze.

Männerrunde beim Herzblatt.

Männerrunde beim Herzblatt.

Meine Sessions am Samstag:

Etwas übermüdet aber trotzdem pünktlich startete ich in Tag 2 des Barcamps. Leider waren nicht pünktlich und so wurde die Sessionplanung nach hinten rausgeschoben, was ich etwas schade fand. Kurz nach 11 Uhr war es dann soweit und meine Wahl fiel auf die Steuern-Session. @CarolinN war so freundlich und hat alle Inhalte in einem Google-Doc zusammen gefasst.

Um 12 Uhr war ich dann wie bereits erwähnt in der Session “Flüge hacken”. Um 13 Uhr kann ich keine Session finden an die ich mich erinnere, ich schließe darauf, dass ich da wohl Mittagspause gemacht habe ;-)

14 Uhr ging es dann mit der Session “Social Media Kommunikation für Events” von @hirnrinde. Oftmals laufen schon grundlegende Dinge schief, zum Beispiel werden keine Logos und sonstigen Werbeteilnehmer zur Verfügung gestellt. Gerade für Veranstaltungen, die sich an die “Netzgemeinde” richten ein großes Manko.

Meine letzte Session um 15 Uhr war eine kurze Videopräsentation von @ReneHamburg, wie sie einen Server, der knapp 7 Jahre Uptime besaß, mit der Hamburger U-Bahn in ein neues Rechenzentrum transportierten. Der Server wurde im alten Rechenzentrum irgendwie vergessen und lief so etliche Jahre nutzlos im Leerlauf. Die Challenge dabei: der Server durfte nicht offline gehen! Aber seht selbst….

Samstagabend habe ich dann nicht die zweite Ausgabe Wetten, dass…? mit Markus Lanz geschaut, sondern den neuen James Bond (Skyfall) im Kino. Über das Hamburger Cinemaxx könnte ich beinahe einen eigenen Artikel schreiben, denn ich hab noch nie so ein nerviges Kino erlebt. Und außerdem: an einem Samstagabend um 20.15 Uhr werde ich wohl ohnehin nie wieder in ein Kino besuchen. Ich bin eher so der Dienstag-22:30 Uhr-Kinogänger. Später sind wir dann im Schanzenviertel gelandet. Und noch etwas später ging es weiter auf die Reeperbahn, aber nur ins Irish Pub. Ein anständiger Laden. ;-)

Den Sonntag ließen Daniel und ich entspannt angehen. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch den Hafen, dem sich eine verzweifelte Café-Suche (alle hatten geschlossen!)  anschloss, sind wir schließlich doch bei Starbucks gelandet.

Kurz vor 17 Uhr musste ich dann die Heimreise antreten. Eine überfüllte erste Klasse hatte ich bis dahin auch noch nie erlebt. Ab Hannover entspannte sich die Situation dann allerdings wieder. Leider verlief die Fahrt nicht nach Plan und ich musste einen anderen Heimweg wählen. Irgendwann mit etwas mehr als 2 Stunden Verspätung kam ich aber doch noch zuhause an. ;-)

Anschließend natürlich noch mein Dank an das Orga-Team, alle Sponsoren und alle anderen, die dafür sorgten, dass mein Ausflug nach Hamburg wieder einmal als schöne Zeit abgeheftet werden kann. Weitere Blogeinträge findet ihr über die mixxt-Plattform.

Sponsoren:

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Fotocredit Foto 1 und 2): @tmmd (CC BY-SA 2.0)

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Kommtare:

2 Antworten zu “Rückblick auf das Barcamp Hamburg 2012”


  1. Es war mir ein Vergnügen. Du bist jederzeit wieder willkommen.

    Und vielleicht habe ich bis dahin ja auch eine Trittleiter im Bad :D


  2. Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen aufbereitet für uns präsentieren. Weiter so!

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