Alte Medien Neue Medien 14. August 2011

Mauerjahre: Leben im geteilten Berlin

Gestern Nacht konnte ich erst nicht schlafen und dann wollt ich nicht mehr – bis kurz vor 7 Uhr hab ich fern geschaut. In der Nacht vom 13. auf 14. August hat der NDR 450 Minuten Doku zu den Mauerjahren in Ost- & Westberlin ausgestrahlt, der rbb eine Nacht früher, aber zu den gleich beschissenen Zeiten. Ich hasse alle Sender dafür, die solche Themennächte senden, wieso kann man sowas nicht tagsüber senden?

Das war nämlich eine höchst interessante und sehr gut gemacht Doku. Von 1961 bis 1990 wurden jedem Jahr 15 Minuten gewidmet. Eine etwas ausführliche Beschreibung findet ihr auf den rbb-Seiten. Ob sich der laufende Filmbetrag auf Ost- oder Westberlin bezog konnte man immer am Logo links unten sehen, stets war ein Teil rot hervorgehoben. Manchmal auch beide.

DVD-Cover Mauerjahre 1962 bis 1990

DVD-Cover Mauerjahre 1962 bis 1990

Obwohl das wohl ohne Frage ein zeitgeschichtliches Dokument ist, stellt der rbb die 30-teilige Reihe nur 7 Tage in die Mediathek – und die Auflösung dort ist auch nicht grad die beste. Ihr müsst Euch also extrem beeilen. Nächsten Samstag wird es wohl depubliziert. Auf YouTube wurde Doku auch hochgeladen, aber wenn’s der rbb merkt, dann könnte das recht schnell gelöscht werden, ist nämlich kein offizieller Upload. Ansonsten bleibt nur noch die 3er-DVD im rbb-Shop. Sind wohl sinnvoll angelegt 29,99 EUR, aber ich versteh’s echt nicht, wieso man sowas nicht daueronline stellen darf. Armes Deutschland!

Nachtrag: die Reihe ist übrigens eine Gemeinschaftsproduktion von DOK.film, rbb, WDR & NDR in Zusammenarbeit mit ZDFinfo.


Dieser Artikel wurde am 14. August 2011 um 16:41 Uhr von mahrko veröffentlicht.
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Ein Kommentar

  • Reply Sabrina 16. August 2011 at 15:59:07

    Hallo, die Sendung habe ich auch gesehen, ich war wohl genauso von der Insomnia getrieben wie du, konnte mir aber den gesamten Marathon nicht ansehen, weil jedem Jahr mit 20-30 Minuten doch recht viel Zeit geschenkt wurde.
    Hätte man die trivialen Geschichten der Promis wie Toni Krahl und Manfred Krug und Details um „Kessel Buntes“ weggelassen, hätte man kürzen können, wäre man aber die gesellschaftlichen Probleme übergangen, die sich 70er auf das Künstlermilieu ausgeweitet haben und das Flair der Doku hätte gelitten.

    Ich finde, die Berichterstattung war sehr polarisierend. Wie Ost und West übereinander geredet und voneinander gedacht haben, war sehr offen dargestellt. Was damals wohl sehr die Gemüter erregt hat, war dass jenseits der Grenze Waren produziert wurden, die unter Wert in der Bundesrepublik verkauft wurden – und das alles nur für Devisen. Allerdings kam die inhaltliche Auseinandersetzung der jugendlichen Subkultur der 60er und 70er Jahre zu kurz finde ich.

    Hach, vielen Dank, dass du darüber geschrieben hast. Ich konnte viel Revue passieren lassen. Phönix hatte übrigns zur Jahrtausendwende eine ähnliche Reihe gemacht. Die wurde später des öfteren wiederholt. Bestimmt werden auch die „Mauerjahre“ auch auf den anderen Kanälen, die du mir dankenswerterweise aufglistet hast 😉 ausgestrahlt werden.

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