Auf Reise Eisenbahnreise 2. Januar 2021

Meine Eisenbahnstatistik im Coronajahr 2020

Im Regionalexpress durch tschechisches Hinterland.

Nachdem das Jahr nun vorbei ist, steht noch ein kleiner Blick in meine Eisenbahnkilometer-Statistik aus. Wie die Jahre zuvor, habe ich wieder jeden gefahrenen Kilometer, die im Zug verbrachte Zeit und meine Verspätungsminuten protokolliert.

Das Jahr startete stark und ließ pandemiebedingt unheimlich nach. Es gab sogar mehrere Monate, in denen ich überhaupt nicht Eisenbahn gefahren sind. Insgesamt war ich 9.835 Kilometer unterwegs. Ungefähr die Hälfte davon in den ersten beiden Monaten. Zum Vergleich: 2019 war ich noch 33.833 Kilometer mit der Eisenbahn unterwegs…

Verspätungsminuten im Jahr

Man kann sagen, dass ich eigentlich fast immer pünktlich unterwegs war. Im vergangenen Kalenderjahr habe ich 89 Minuten an Verspätung gesammelt. 60 Minuten davon stammen von der Fahrt von Wiesbaden nach Rothenburg. Dort hab ich leider den 8-Minuten-Anschluss in Aschaffenburg verpasst und konnte erst eine Stunde später weiterfahren. Aber im Nachhinein betrachtet auch ganz okay, denn als ich am Ausgangsort meiner Radtour ankam, hatte es gerade aufgehört mit Regnen.

Ein Rückblick über die Reiseziele

Im polnischen Międzyzdroje wartete ich auf meinen Zug zurück nach Świnoujście.
Im polnischen Międzyzdroje wartete ich auf meinen Zug zurück nach Świnoujście.

Im Januar, als Corona noch relativ weit weg war, fuhr ich für ein paar Tage an die polnische Ostsee. Dieser Kurzbesuch im Winter blieb dann leider mein einziger Besuch am Meer dieses Jahr. Damals hatte ich noch große Pläne für den Sommerurlaub. Ich wollte auf dem Landweg nach Georgien reisen. Den Hinweg durch die Ukraine und über das Schwarze Meer mit einer Fähre. Zurück dann über die Türkei. Vielleicht klappt das ja 2022. Mal schauen… 😊

Ende Januar an der Ostsee. Die neue Kamera das erste Mal so richtig ausprobieren...
Ende Januar an der Ostsee. Die neue Kamera das erste Mal so richtig ausprobieren…

Ende Februar ging es dann nochmal auf eine Reise ins Ausland. Reiseführer @schienenstrang lud zu einer kleinen Gruppenreise durch Tschechiens Brauereien. Nachgewiesene Corona-Fälle gab es zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt keine im Nachbarland. Wenige Wochen später waren dann die allermeisten Grenzen dicht. Selbst am polnisch-deutschen Strand auf Usedom wurde kontrolliert. Hätte mir das einer im Januar erzählt, ich hätte es für ausgeschlossen gehalten….

Die Züge in Tschechien wurden danach ausgewählt, ob man die Fenster öffnen kann oder nicht.
Die Züge in Tschechien wurden danach ausgewählt, ob man die Fenster öffnen kann oder nicht.

Ab März fielen dann die ersten geplanten Reisen aus. Kein Barcamp Ruhr in Essen, kein Digital-Media-Camp in München und keine Frühjahrsreise nach Venedig. Aber die Deutsche Bahn war kulant und hat alle Tickets vollständig erstattet. Trotz SuperSparpreis, den man eigentlich gar nicht stornieren kann. Ja im ersten Lockdown war das noch so…

Zwischen 10. März und 30. Mai bin ich dann überhaupt nicht mehr Zug gefahren. Mir war so langweilig, dass ich einmal sogar mit 300 km/h vorbei rasende ICE-Züge an der Schnellfahrstrecke bei Limburg fotografierte. Meine erste Fahrt nach Lockdown Nr. 1 führte mich Ende Mai von Wiesbaden nach Budenheim und von Oppenheim und zurück.

Die 15 Kilometer dazwischen bin ich durch die Rheinhessischen Weinberge gewandert. Ich hatte extra eine kurze Tour gewählt um mal zu schauen, wie das mit Maske im Zug und so ist. Später fuhr ich dann auch wieder einige Male in den Rheingau mit der Eisenbahn.

Die Rheingau-Strecke mit der VIAS-Bahn. Gewissermaßen meine Haus- und Hofbahn.
Die Rheingau-Strecke mit der VIAS-Bahn. Gewissermaßen meine Haus- und Hofbahn.

Nachdem sich die Fahrt nach Rheinhessen als ganz angenehm entpuppte und die Corona-Zahlen in Deutschland die Sommermonate auf sehr niedrigem Niveau verharrten, war ich wieder etwas mehr unterwegs. Freunde in Trier, Münster und Schweinfurt wurden besucht.

Ende Juni war dann mein erster „Corona-Urlaub“ auf dem Rheinsteig, auch dort bin ich zum Ausgangsort und vom Ziel mit dem Zug fahren. Rund vier Wochen später gings nach Günzburg an den DonAUwald-Wanderweg. Über diese beiden Kurzurlaube habe ich ja auch bereits gebloggt.

Im Donautal auf dem DonAUwald-Weg konnte ich einem ICE zuwinken.
Im Donautal auf dem DonAUwald-Weg konnte ich einem ICE zuwinken.

Ab Mitte August war ich dann das dritte Mal mit Übernachtung unterwegs. Diesmal nicht zu Fuß, sondern mit dem Rad. Die Tour führte mich durch halb Bayern. Über die rund 800 Kilometer auf dem Zweirad hab ich’s noch nicht geschafft zu bloggen. Gestartet bin ich im fränkischen Rothenburg ob der Tauber und die Rückfahrt trat ich passenderweise in Bad Endorf an. Das Städtchen liegt (fast) Chiemsee.

Danach folgten Mitte September und Anfang Oktober nur noch zwei Fahrten. Einmal in die Südpfalz zum Wandern und noch einmal nach Trier. Und das war es eigentlich auch schon.

In der Monatsübersicht sehen die letzten vier Jahre dann so aus.

Eine Verlagerung auf andere Verkehrsmittel gab es übrigens auch nicht. Vergangenes Jahr wurde mein Auto so wenig bewegt, wie noch nie. Als ich das der Versicherung gemeldet hab, gab es erst einmal eine dicke Erstattung.

Was mich mal interessieren würde: führt ihr auch Buch über euren Reisen? Auch so detailliert wie ich oder nur Pi-mal-Daumen?

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Dieser Artikel wurde am 2. Januar 2021 um 11:04 Uhr von mahrko veröffentlicht.
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