Auf Reise 27. April 2017

Ausflug rund um Ninh Binh: Ruderbootfahrt auf dem Trang An-Fluss

In Ninh Binh war ich letzte Woche für zwei Nächte. Angekommen bin ich dort am Bahnhof etwas außerhalb des Zentrums. Der erste Bahnhof in Vietnam, der aussah wie ein richtiger Bahnhof! Bahnsteige, Überführung über die Gleise und so…

Am Vorplatz warteten schon an die 10 Taxifahrer, die sich auf die ankommenden Reisenden stürzten. Aber keiner wollte die Strecke mit Taxameter fahren. Man wollte 50.000 Dong für die 2,5 Kilometer. Mit Taxameter wäre es nur die Hälfte gewesen und abzocken lassen wollt ich mich nicht. Also blieb ich stur und bin die Strecke gelaufen!

Ebenerdigerer Einstieg - ja sogar annähernd barrierefrei.

Ebenerdigerer Einstieg – ja sogar annähernd barrierefrei.

50.000 Dong sind übrigens rund 2 Euro. Aber auch wenn es nur um einen Euro mehr ging, der Aufpreis sollte 100% und das ist immer Abzocke. 😂

Ob es so klug war mit 22 Kilo Gepäck bei 31 Grad zu laufen nur um einen 1 Euro zu sparen sei mal dahin gestellt. Aber nach 8 Stunden Zugfahrt kann ein bisschen Bewegung ja auch nicht schaden!

Mein Mopedfahrer für den Tag in Ninh Binh. Englisch sprach er keins..

Mein Mopedfahrer für den Tag in Ninh Binh. Englisch sprach er keins..

Da ich erst am frühen Abend ankam, stand nicht mehr viel auf dem Programm außer Abendessen und eine Tour für den nächsten Tag zu buchen. Da in Ninh Binh Gruppentouren per Minibus irgendwie nicht so in Mode sind, lief es dann auf eine Tour auf dem Moped raus. Mit Fahrer, weil ich nicht schwarz fahren wollte – ein deutscher Führerschein gilt in Vietnam nämlich nicht.

Am nächsten Morgen gegen 9 Uhr wurde ich dann eingesammelt und für 18 Dollar einen ganzen Tag lang von Station zu Station gefahren. Die Gesamtlänge der Strecke betrug ca. 55 Kilometer.

Der Helm hat sogar halbwegs gepasst. Muss einer extra für Touristen gewesen sein...

Meine erste Station war Trang An – per Ruderboot ging es vorbei an merkwürdig in der Landschaft rumstehende Felsen, durch winzige Tunnel und natürlich wunderschöne Landschaft. Nur die Felder links und rechts des Flusses blühten gerade leider nicht so schön, wie man die Gegend vielleicht von Fotos im Vietnam-Reiseführer kennt.

Etwas trübes Wetter, aber tat dem Ausflug keinen Abbruch!

Etwas trübes Wetter, aber tat dem Ausflug keinen Abbruch!

Die Ruderfrauen warteten zahlreich auf Touristen. Zusammen mit 3 Vietnamesen landete ich in einem.

Die Ruderfrauen warteten zahlreich auf Touristen. Zusammen mit 3 Vietnamesen landete ich in einem.

Fast menschenleer war es. Umso besser konnte man die Natur genießen.

Fast menschenleer war es. Umso besser konnte man die Natur genießen.

Was aussah wie eine Sackgasse erwies sich als kleiner Tunneldurchlass...

Was aussah wie eine Sackgasse erwies sich als kleiner Tunneldurchlass…

Unter dem Felsen ging es es hindurch. Auf den Kopf achten! Besonders beim Fotografieren.

Unter dem Felsen ging es es hindurch. Auf den Kopf achten! Besonders beim Fotografieren.

Zum Glück hatte unsere Ruderfrau immer zusätzlich ein wachsames Auge auf meinen Kopf.

Zum Glück hatte unsere Ruderfrau immer zusätzlich ein wachsames Auge auf meinen Kopf.

Ab und zu begegnete uns mal ein Boot.

Ab und zu begegnete uns mal ein Boot.

Oder es parkte mal eins am Ufer des Flusses.

Oder es parkte mal eins am Ufer des Flusses.

Für was diese Fahne stand muss ich noch rausfinden. Wisst ihr es vielleicht?

Für was diese Fahne stand muss ich noch rausfinden. Wisst ihr es vielleicht?

Wir erreichten eine kleine Insel mit Tempel.

Wir erreichten eine kleine Insel mit Tempel.

Das etwas trübe Wetter hat gehalten, bis wir auf einer kleiner Insel mit Tempel Pause machten. Durch einen kurzen Regenschauer wurde die Pause einfach ein paar Minuten länger. Das sollte dann aber auch der einzige Regenschauer am Tag bleiben. Meine Regenjacke kam also wieder nicht zum Einsatz.

Eine kunstvolle Brücke führte zu einer Art Kloster.

Eine kunstvolle Brücke führte zu einer Art Kloster.

Die Klosteranlage von außen. Hier fanden wir Unterschlupf während des Regens.

Die Klosteranlage von außen. Hier fanden wir Unterschlupf während des Regens.

Ein Schaukelpferde neben dem Altar - gut warum auch nicht?

Ein Schaukelpferde neben dem Altar – gut warum auch nicht?

Rund um's Kloster war ein schöner Garten angelegt.

Rund um’s Kloster war ein schöner Garten angelegt.

Unter anderem mit kunstvollen Bonsai-Bäumen.

Unter anderem mit kunstvollen Bonsai-Bäumen.

Hab ich schon gesagt, dass ich die Schnitzereien an den Dächern mag?

Hab ich schon gesagt, dass ich die Schnitzereien an den Dächern mag?

Für ein paar Minuten hatten wir mal einen Schirm aufgespannt in unserem Boot.

Für ein paar Minuten hatten wir mal einen Schirm aufgespannt in unserem Boot.

Etwas versteckt führte der Weg vom Kloster nun über einen kleinen Hügel und über diesen Holzsteg zu einem Schau-Dorf eines Volkes, das die Gegend hier früher in Schilfhütten bewohnt hat.

Etwas wackelig, aber gehalten hat der Steg schon irgendwie...

Etwas wackelig, aber gehalten hat der Steg schon irgendwie…

In runden Hütten wie diesen wurde hier früher gelebt.

In runden Hütten wie diesen wurde hier früher gelebt.

Ein fein säuberlich angelegtes Beet. Sieht fast aus, als würden hier Kartoffeln angebaut werden.

Ein fein säuberlich angelegtes Beet. Sieht fast aus, als würden hier Kartoffeln angebaut werden.

Mit diesen Körben wurden Fische gefangen.

Mit diesen Körben wurden Fische gefangen.

Und das war wohl der Kühlschrank der Flussbewohner.

Und das war wohl der Kühlschrank der Flussbewohner.

Unsere Ruderboote sammelten uns auf der anderen Inselseite wieder ein.

Unsere Ruderboote sammelten uns auf der anderen Inselseite wieder ein.

Vorbei an ganz vielen kleinen Palmen ging es zum Ausgangspunkt.

Vorbei an ganz vielen kleinen Palmen ging es zum Ausgangspunkt.

An den abgestellten Booten konnte man sehen, für welche Massen die Anlage ausgelegt war.

An den abgestellten Booten konnte man sehen, für welche Massen die Anlage ausgelegt war.

Nach der rund dreistündigen Fahrt mit dem Boot (Eintritt 200.000 Dong) machte ich meinem Mopedfahrer per Zeichensprache klar, dass ich keinen Hunger hatte und schon ging es über Nebenstraßen weiter zur Bai Dinh-Tempelanlage.

Die Straßen waren gut, der Verkehr wenig und ich etwas mutiger geworden. Eine Hand zum Festhalten musste reichten, die zweite konnte mit dem iPhone ein bisschen Filmen.. 😊

Weiter geht’s im zweiten Teil des Ausflugs.


Dieser Artikel wurde am 27. April 2017 um 15:41 Uhr von mahrko veröffentlicht.
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Ein Kommentar

  • Reply Stefan aus Asiatica Travel DE 25. Mai 2017 at 10:37:31

    Trang An ist für die Einheimische . Du solltest nach Tam Coc gehen. die Schönheit ist ähnlich aber Tam Coc ist nicht touristisch

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