Rückblick aufs Hamburger Barcamp 2011 — Zweiter Teil: Samstag und Sonntag

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Hamburg, das erste Barcamp, das ich aufgrund der Länge auf zwei Blogartikel aufteilen musste. Den ersten Teil mit dem Donnerstag und Freitag habe ich bereits verbloggt. Hier geht es nun weiter mit dem Samstag und Sonntag.

Auch am Freitagabend wurde es wieder später im Schanzenviertel und so klappte das Aufstehen am Samstag nicht ganz so, wie geplant. Am Barcamp kreuzte ich dann erst gegen halb 12 auf. Es gab aber noch Frühstück und verpasst hatte ich auch nur Sessionvorstellungsrunde und die erste Session. Von daher gings ja noch 😉

Logo des Barcamp Hamburg 5Meine Sessions am Samstag – dem zweite Barcamp-Tag:

12:00 Uhr: Besitz on Demand (Speaker: @renehamburg)

Gleich nach dem etwas späten Frühstück ging es zusammen mit @SveNit in die erste Session. René erzählte zunächst, wie sich sein Leben gewandelt hat. Alle Dinge, die beim Umzug stören, hat er auf den Dachboden verbannt oder weggeworfen. Bücher, CDs, DVDs. All das besitzt er heute nur digital. Oft nur „gemietet“. Portale für all das gibt es schon. Bei Online-Videotheken wie maxdome braucht man sich ja eigentlich keine DVDs mehr kaufen. Für Musik gilt dasselbe. Selbst auf das Auto kann man in Großstädten gut verzichten, da das Bus- und U-Bahn-Netz derart gut ausgebaut ist. Braucht man doch mal ein Auto, dann stehen in Hamburg z.B. 350 Smarts im ganzen Stadtgebiet verteilt via CarSharing zur Verfügung. Übers Handy gucken, wo das nächste Auto steht und einfach einchecken und los fahren. Für Fahrräder gilt dasselbe. Hier ist Hamburg ebenfalls bestens aufgestellt. Das StadtRad in Kooperation mit der Deutschen Bahn kostet die ersten 30 Minuten nicht einmal was.

All diese Besitz-on-Demand-Dinger funktionieren aber momentan bestenfalls in Städten. Eine Fahrradleihstation suche in Fronrot irgendwie vergeblich. Aber wenigstens können hier jetzt auf Dienste wie maxdome genutzt werden. Vor einem halben Jahr war dafür unser DSL noch zu langsam. Sven merkte noch an, dass Carsharing mit 2 Kindern auch gleich wieder wegfällt, denn Kindersitze seien nur im seltensten Fall in den Autos. All die Dienste lassen sich wohl am besten nutzen, wenn man alleine wohnt. Bei mehreren Personen im Haushalt rechnet sich auch eine Waschmaschine schneller wieder, als wenn man immer in einen Waschsalon muss und so weiter. Auf jeden Fall ein interessantes Thema, in dem Gebiet wird sich die nächsten Jahre noch viel verändern.

Diese verdammten Smartphone-Akkus! (Fotocredit @thomasbewegt)

Diese verdammten Smartphone-Akkus! (Fotocredit @thomasbewegt)

13:00 Uhr: Das papierlose Büro – Chuck Norris braucht kein Büro (Speaker: Christian Häfner)

Die Session von Christian stellte sich leider recht schnell als reine Produktpräsentation für sein Unternehmen raus. FastBill mag ja tolle Funktionen haben, aber unter der Überschrift hatte ich mir eher Art Erfahrungsbericht vorgestellt. Dies ging wohl nicht nur mir so, denn die anfangs recht gut besuchte Session wurde sicher von 10-15 Leuten verlassen. So hab ich es dann auch getan und hab noch die zweite Hälfte von…

13:00 Uhr: Geliked, +oned, retweetet – Warum eigentlich? (Speakerinnen: Melanie Schnittkus & Christina Liese)

…verfolgt. Hier ging es um die  Nutzertypologien im Social Web. Die eigentliche Session hatte ich leider schon verpasst, als ich reinkam war schon die Diskussion in vollem Gange. Diese Session war dann doch deutlich interessanter und hatte wieder richtigen Barcamp-Charakter.

13:30 Uhr: Mittagspause

Ja kaum gefrühstückt gab’s auch schon wieder Mittagessen. Was ich schön fand war, dass es ausreichend Sitzplätze und Tische gab. Essen im Stehen mag ich nämlich garnicht. Was ich fast etwas dick für ein Barcamp fand war, dass der Tisch abgeräumt wurde. Ich hätte den Teller lieber selbst irgendwo hingetragen.. 😉

Was mir in Hamburg auch noch sehr positiv auffiel, das war die Mädels-Quote. Ich habs nicht nachgezählt, aber gefühlt lag sie bei fast 50%. Prima so, also absolut kein Nerdtreffen mehr. Zumindest kein Treffen für männliche Nerds. 😉

Zwei Gadgets pro Person waren schon Pflicht ;-) (Fotocredit @thomasbewegt)

Zwei Gadgets pro Person waren schon Pflicht 😉 (Fotocredit @thomasbewegt)

14:00 Uhr State of Podcasting 2011 – Dailycoffeebreak! (Speaker: @dotdean)

Über @malte_politicus kam schon so einiges über den Podcast Dailycoffeebreak in meine Timeline geflutet. Florian nimmt jeden Werktag eine Folge auf. Die Folgen haben eine Länge von rund 5 Minuten und befassen sich mit Neuerungen in der digitalen Welt. Seit Samstag hab ich den Podcast abonniert und jetzt fiel gleich die Montags- und Dienstagsfolge aufgrund von Krankheit aus. Ich werd aber trotzdem dran bleiben. In der Session wurde auch noch erzählt, mit welche Software gearbeitet wird, welche Hardware dazu und all so Dinge. Andere Podcaster konnten hier sicher viele wertvolle Infos gewinnen, wäre also was für @koerber gewesen, aber der lässt sich ja nicht mal auf dem Mainzer Barcamp blicken. Schade eigentlich. Ach ja eine Zahl noch: rund 2 Stunden Arbeit werden in jede Ausgabe investiert.

Samstagnachmittag im Hafen und in der Innenstadt

An den Landungsbrücken.

An den Landungsbrücken.

Eigentlich kamen jetzt noch zwei Slots, aber viele der Sessions, die um 15 Uhr an der Reihe waren kannte ich schon aus Hannover oder Stuttgart. Ich hab mich dann dafür entschieden die Fliege zu machen und den sonnigen Nachmittag in der Innenstadt zu genießen.  So ging es mit der U-Bahn zu den Landungsbrücken und dort konnte ich dann mit dem HVV-Tagesticket auf eine Fährlinie umsteigen und ein bisschen im Hafen rumschippern. Am Alten Hafen bin ich wieder von Board gegangen und hab am Elbstrand meinen ersten Glühwein der Saison getrunken und den Sonnenuntergang beobachtet. Nach all dem Socialising tat ein bisschen Ruhe auch mal gut.

Ein mittelgroßes Containerschiff beim rückwärts Anlegen.

Ein mittelgroßes Containerschiff beim rückwärts Anlegen.

Um 17 Uhr rum berat ich dann meinen allerersten Apple-Store. Mit 26 Jahren. Könnt ihr jetzt sicher gar nicht glauben, war aber so! Lang drin war ich aber nicht und gekauft hab ich auch nichts, danach gings noch Abendessen bei Vapiano und aufgrund des leeren Akkus zurück ins Hotel. Sowohl das Handy als auch mein Akku war etwas leer. 1-2 Stunden Schlaf und ich war wieder fit für die Nacht.

Abends in der Europapassage direkt am Jungfernstieg.

Abends in der Europapassage direkt am Jungfernstieg.

Um 21 Uhr war ich mit Niels an der S-Bahn Station verabredet, es ging wieder ins Schanzenviertel. Obwohl es meines Wissens keine offizielle Barcamp-Abschiedsparty gab verlagerte sich alles in Kulturhaus73. 24 Leute waren zwischendurch mal bei Foursquare eingecheckt. Ich bin geh davon aus, dass alles Barcamper waren. Ohne Sitzplatz war es nicht ganz so angenehm dort, aber irgendwann wurde was frei. International wurde es auch noch und irgendwie ziemlich spät. Mit einigen Engländern und einer Französin zog ich noch weiter ins Na und? Wann ich genau wieder im Hotel war behalt ich mal für mich, aber ich wurde an der Rezeption mit „Guten Morgen“ begrüßt 😉

Sonntagvormittag

Trotzdem war ich aber Sonntag noch beim Frühstücken im Hotel. Nach dem Auschecken um 10 Uhr schloß ich Koffer im Hauptbahnhof ein und ging wieder einmal in die HafenCity. Hier hab ich vor 3 Jahren im Sommer schon einmal eine Nacht im Freien verbracht. Wollte mal gucken, ob ich mich noch auskenne dort. Sah noch alles ungefähr genauso aus, nur die Queen Mary 2 war diesmal nicht da. den restlichen Vormittag verbrachte ich dann in der Sonne sitzend, bevor es dann um halb 1 rum wieder Richtung Bahnhof ging. Nach McDonald’s-Besuch ging es um 13.20 Uhr mit InterCity wieder Richtung Heimat.

Toller Ausblick in der McDonald's-Filiale im Hamburger Hauptbahnhof.

Toller Ausblick in der McDonald's-Filiale im Hamburger Hauptbahnhof.

Heimfahrt, knapp 7 Stunden Bahn….

Eigentlich wollte ich die Zeit im Zug nutzen um zu Bloggen. Leider hat mir die Bahn einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es gab nämlich keine Steckdosen und nach Rund 2 Stunden wollte mein Laptop-Akku nicht mehr. Aber war nicht so schlimm, in Hannover stieg ein lustiges Pärchen zu, die waren die Nacht davor ebenfalls im Schanzenviertel. Hannover bis Fulda wurde dann fast durchgehend gelacht. Danach wurde es ruhiger und ich musste echt aufpasen, dass ich nicht einschlaf.

Umsteigen musste ich noch einmal in Ansbach. Mein Zug kam dort um 18:12 Uhr an. Weiterfahrt laut Fahrplan um 19:07 Uhr. 50 Minuten Aufenthalt, das hat echt Nerven gekostet! Ich hatte noch ein wenig die Hoffnung, dass der IC um 18.07 Uhr Verspätung hat und ich noch umsteigen kann. Ja was soll ich sagen, er hatte gut 5 Minuten Verspätung, hielt sogar außerplanmäßig am gleichen Bahnsteig, aber zum Umsteigen haben mir 20 Sekunden gefehlt. Als meine Tür aufging wurde der Zug am Gleis gegenüber gerade abgefertigt. Schöne Scheiße! Irgendwann gegen 20 Uhr kam ich dann aber doch noch wohlbehalten zuhause an.

Danksagung

Bleib jetzt eigentlich nur noch Danke zu sagen. Danke an das Orga-Team, danke an die Sponsoren, ganz besonders natürlich an OTTO, aber auch an alle anderen natürlich und nicht zu vergessen an die anderen Barcamper, die wieder einmal für ein tolles Wochenende sorgten! #bchh12 – ich komme wieder!

Aber zunächst geht es kommenden Freitag schon wieder auf das nächste Barcamp.
Das #bcmz in Mainz ruft 🙂

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Kommtare:

6 Antworten zu “Rückblick aufs Hamburger Barcamp 2011 — Zweiter Teil: Samstag und Sonntag”


  1. […] Rückblick aufs Hamburger Barcamp 2011 — Zweiter Teil: Samstag und Sonntag […]


  2. […] mahrko: Rückblick aufs Hamburger Barcamp 2011 — Zweiter Teil: Samstag und Sonntag […]


  3. So sehr mich so ein Barcamp ja mal interessieren würde. wenn ich höre was für einen Stress du auf dich genommen hast. Allein bei der Bahnfahrtr hätte ich schon keine Lust mehr gehabt. Schon Lustig das die Bahn das mit den Steckdosen immer noch nicht in den Griff bekommen hat 🙂 Naja dafür haste eine Hafenrundfahrt geniessen können die immer ganz nett ist und das Barcamp hatte ja wie ich gehört habe auch seine interessanten Seiten


  4. Hey Katrin,
    achwas, ich fahr doch gern Bahn. Ob man jetzt 4 oder 6 Stunden drin sitzt, letztlich ist es egal, wenn man die Zeit hat. Ich les dann eben ein Buch, dann vergeht die Zeit auch wie im Flug. 😉

    lg


  5. So gesehen haste Recht aber in der Zeit könnte man auch mal auspsannen und im wald spazieren gehen oder was auch immer. So sehr es mich interesieren würde die 12-14 stunden Bahnfahrt insgesamt hätten mich abgeschreckt


  6. […] mahrko: Rückblick aufs Hamburger Barcamp 2011 — Zweiter Teil: Samstag und Sonntag […]

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